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Zahlen, Daten und Fakten zum Fahrradschloss

Mit der Erfindung des Fahrrades begann gleichzeitig die Geschichte des Fahrradschlosses. Das Rad in seiner heutigen Form, mit zwei gleichgroßen Rädern, war in den Anfangsjahren noch Zukunftsmusik. Nachdem der Deutsche Karl Drais 1817 das Laufrad, die nach ihm benannte Draisine erfand, war die nächste technische Errungenschaft der weitaus effizientere Pedalantrieb. Das Tretkurbelveloziped erreichte weitaus höhere Geschwindigkeiten, doch damit nicht genug: 1869 kam das Hochrad in Mode, dass bis zu 40 Stundenkilometer schnell war.

Fahrrad und Fahrradschloss entwickelten sich parallel

Die Bezeichnung Velozipede umfasst eine breite Palette pedalbetriebener Fahrzeuge über einen Zeitraum von 150 Jahren. Das englische Wort “Bicycle” bezeichnet das Gefährt sehr treffend als “Zweirad” Es ersetzte in den 1870er Jahren das Wort Veloziped. Veloziped kommt von den lateinischen Wörtern Velox = schnell und pedem = Fuß. Das deutsche Wort Fahrrad, bedeutet wörtlich “Rad fahren”.

Schon damals gab es überraschend viele unterschiedlichste Fahrradschlösser. Viele von ihnen wurden in Deutschland und in den Vereinigten Staaten hergestellt. Die große Auswahl deutet darauf hin, dass pedalbetriebene Fahrzeuge wohl gar nicht so selten gestohlen wurden. Die Besitzer der Räder erkannten frühzeitig die Notwendigkeit, ihre Velozipeden zu schützen, wobei Schlossereien damit eine neue lohnende Einnahmequelle entdeckten.

Wie sahen die frühesten Fahrradschlösser aus?

Die früheste Methode zum Verriegeln von Velozipeden und Fahrrädern bestand aus einer frei stehenden Stahlkette von praktischer Länge und einem Stahl-Vorhängeschloss. Der Schäkel des Vorhängeschlosses verriegelte die beiden Endglieder der Kette, deren flexible Art es ermöglichte, das Fahrrad an jedem unbeweglichen Objekt zu befestigen. Die Ketten konnten mit oder ohne Vorhängeschloss gekauft werden. Das Schlosskonzept entwickelte sich zu einem Vorhängeschloss mit zwei Schäkeln. Einer war fest mit einer stabilen Kette verbunden, der andere öffnete und schloss eine Verbindung am anderen Ende der Kette. Dieses Schloss hatte einen sehr einfachen Schlüssel. Heute, rund 100 Jahre später, kommt diese Kombination wieder zum Einsatz.

Die ersten Serienhersteller von Fahrrädern befanden sich in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in den USA. Genau an diesen Orten wurden die ersten und speziell entworfenen Fahrradschlösser hergestellt. Zeitgleich entstand in Deutschland das Rahmenschloss. Aus den USA wurden Velozipede mit Fahrradschlössern aus Messing oder Stahl nach Europa importiert. Die Schlösser wurden um einen der vorderen oder hinteren Gabelarme und ein paar Speichen oder um eine Pedalstange und den Rahmen gelegt.

Fahrradschlösser der Neuzeit

In den 20er Jahren stellten deutsche Firmen wie Deutsche Damm & La und GALVANOS Radschlösser aus Stahlblech her, die das Hinterrad blockieren sollten. In Schweden wurden die frühesten Schlösser erst in den 1930er Jahren von Optimus hergestellt.
Es wurden verschiedene Typen zur Verriegelung der Hinterrad-Speichen entworfen, die direkt auf dem Rahmen unter dem Fahrradsitz montiert waren. Leider waren die ersten Schlösser nicht besonders zuverlässig: Sie ließen sich leicht mit einem Hammer oder einem anderen Werkzeug aufbrechen. Bei einigen Fahrradmodellen schlossen die runden Schlösser auch eine Stahlwerkzeugbox, die auf dem Träger montiert war.

Fahrradschlösser von Optimus

Die drei Ingenieure Peter Östberg, Carl Böös und Carl Neiglich gründeten 1899 Firma Optimus. Anfangs fertigten sie in Östbergs Werkstatt in Stockholm Petroleumöfen und Lötlampen. Mit dem Aufbau einer großen Fabrikanlage in den 1930er Jahren wurden Vorhängeschlösser aus gepresstem Stahl in einer Vielzahl von Größen und Modellen ins Sortiment aufgenommen. Mit steigender Beliebtheit der Fahrräder begann das Unternehmen in den 1930er Jahren, auch Fahrradschlösser aus Pressstahl herzustellen. In den 1950er Jahren kam unter anderem eine Fahrradsicherung für die Hinterradnabe auf den Markt, die in der Drehmomentstütze eingelassen war.

Moderne Fahrradschlösser

Im Laufe der Zeit entstanden entsprechend dem höheren Wert der Fahrräder immer bessere Schloss-Typen. Die Qualität hängt dabei sowohl von der verwendeten Materialstärke als auch von der Aufbruchsicherheit der Schlosszylinder ab.

Das Steckschloss

Damit sind wir bei den Steckschlössern angekommen, die uns bis zu den 1980-er Jahren als serienmäßigen Ausstattung an Fahrrädern begleiteten. Diese sehr kompakten Stahlblechschlösser befanden sich auf einer angeschweißten Grundplatte am linken Sattelholm. Die Sperrfunktion bestand aus einem Riegel, der sich mittels Daumendruck zwischen die Speichen schieben ließ. Dazu musste das Rad meist etwas vorgerollt werden, falls der Bolzen genau gegen eine Speiche stieß. Der eingerastete Riegel drückte seinerseits den Schlüssel etwas hoch, den der Radbesitzer dann entnehmen konnte. Erneutes Eindrücken des Schlüssels löste die Arretierung wieder.

  • Das Bügelschloss: Dieses 1971 in den USA entwickelte Schloss mit u-förmigem Bügel aus gehärtetem Stahl gilt als zuverlässige Diebstahlsicherung. Die Sicherung mit einem starken Bügelschloss setzen Versicherungen zur Schadensregulierung voraus.
  • Das Faltschloss: Seit 2005 ist das Faltschloss mit zusammenklappbaren, starren Gliedern nach dem Zollstockprinzip im Handel.
  • Das Kabelschloss: Ein ummanteltes Stahlseil bietet Flexibilität, doch nur Basis-Schutz. Ein robustes Panzerkabelschloss verspricht deutlich mehr Sicherheit.
  • Das Kettenschloss: Nach dem Prinzip von Bügel- und Kabelschloss sichert eine schwere Stahlkette das Rad. Ummantellungen aus Textil oder Neopren schützen vor Lackschäden.
  • Das Rahmenschloss:Ein ringförmiger Riegel sperrt lediglich das Hinterrad. Erst das Durchfädeln einer Kette oder eines Drahtkabels ermöglicht das Anschließen an ein festes Objekt.
  • Das “Tex-Lock” Textil-Fahrraschloss: Das 2017 vorgestellte textile Mehrlagenseil ist sägefest, feuerfest, wasserfest und schnittfest. Ein Vorhängeschloss verbindet die angeschweißten Stahlösen.
  • Das Bluetooth-Fahrradschloss: Die Funkverbindung mit dem Smartphone erübrigt ein mechanisches Schließsystem. Die Fernbedienung ermöglicht das berührungslose Öffnen, Schließen, Freigabe an andere Personen sowie Standortbestimmung über GPS. Größere Reichweite bieten Funkverbindungen über Wi-Fi.
  • Fahrradschlösser mit Abwehrfunktionen: Bei Manipulationen am Schloss soll ein lauter Warnton den Dieb vertreiben. Andere Radsicherungen versprühen bei Aufbruchversuchen Pfefferspray. Sensoren im Schloss registrieren ebenso Attacken mit Kältespray und die schnelle Fortbewegung im Lkw abtransportierter Räder.

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