Mit meinem Mann betreibe ich einen kleinen Gasthof nahe Berlin. Als gelernte Köchin und Mutter eines Sohnes liegt mein Fokus auf dem Küchen- und Haushaltsbereich. Seitdem ich bei ExpertenTesten.de bin habe ich eine 3-stellige Anzahl an Haushaltsprodukten testen können und teile mit Ihnen gerne meine Expertise.
Die Wahl der perfekten Siebträgermaschine ist entscheidend für das ultimative Kaffeeerlebnis – ein Thema, das mir, Laura, mit meiner Leidenschaft für Gastfreundschaft und meiner Erfahrung in der Küche besonders am Herzen liegt. In sorgfältiger Prüfung haben mein Team und ich 15 Siebträgermaschinen auf Herz und Nieren getestet, wobei wir 35 Stunden investierten, um Produkteigenschaften wie Abmessungen, Gewicht und Leistung zu evaluieren. Tauche ein in unsere TÜV-zertifizierten, transparenten und unabhängigen Bewertungen, um mit uns deine ideale Siebträgermaschine zu finden, die deinem Anspruch auf Qualität und Genuss gerecht wird.
Siebträgermaschine Bestenliste 2026 - Die besten Siebträgermaschinen im Test & Vergleich
Siebträgermaschine Test
Laura Glaser
Letzte Aktualisierung am:
Das Produkt "CASABREWS Milchaufschäumer" wurde auf Position 1 mit der Bewertung 1.01 neu aufgenommen in die Tabelle.
"Die Russell Hobbs Espressomaschine überzeugt durch solide Verarbeitung und moderne Optik. Besonders hervorzuheben sind die einfache Bedienbarkeit und die vielseitigen Funktionen wie automatisches Dosieren und Dampfdüse. Kleinere Schwächen zeigen sich in den Kunststoffelementen, welche die Wertigkeit leicht mindern."
Espressogeschmack und -qualität
65 %
Bedienkomfort
65 %
Bauqualität und Materialien
85 %
Besonderheiten
15 Bar Pumpendruck; Thermoblock-Heizsystem; Siebträger für 1/2 Tassen, ESE-Pads; Automatisiertes & manuelles Dosieren; Dampfdüse für Milchschaum/Heißwasser; Herausnehmbarer Wassertank mit Griff; Tassenwärmer für 4 Espressotassen; Herausnehmbare Auffangschale;
Anwendungsbereich
Für optimale Temperaturregelung und schnellen Wechsel
Vorteile
15 Bar Druck: Optimale Extraktion; Einsatz für 1 & 2 Tassen: Flexibilität in der Zubereitung; ESE Pads kompatibel: Benutzerfreundlichkeit und Sauberkeit; Automatische Dosierung: Konsistente Ergebnisse; Manuelle Option verfügbar: Kontrolle über den Brühprozess; Integrierte Dampfdüse: Für Heißwasser und Milchschaum;
Nachteile
Der Toaster hat eine begrenzte Bräunungsstufe, was zu ungleichmäßigem Toasten führen kann; Die Espressomaschine ist überraschend leicht, was Stabilität beim Anbringen des Siebträgers beeinträchtigen könnte;
De'Longhi Dedica Style
Marke
De'Longhi
Bewertung
1,18sehr gut 09/2025
Geeignet für
Kompakter Espresso-Experte
Testergebnis von Laura Glaser
"Die De'Longhi Dedica Style EC 685.B beeindruckt durch schnelles Aufheizen und kompaktes Design. Im Test überzeugte sie mit hochwertigem Espresso, jedoch erfordert der Siebträger Kraft beim Bedienen. Ideal für Kaffeeliebhaber, die Platz sparen möchten und Wert auf Qualität legen."
Espressogeschmack und -qualität
50 %
Bedienkomfort
85 %
Bauqualität und Materialien
90 %
Besonderheiten
15 cm breites, elegantes Design; Thermoblock-Heizsystem: Betriebsbereit in 40 Sekunden; 15 bar Druck für aromatischen Espresso; Höhenverstellbare Tassenabstellfläche bis 12 cm; Einstellbares Cappuccino-System mit Milchschaumdüse; Flexibler Siebträgerhalter für 1 oder 2 Tassen;
Anwendungsbereich
Für kompaktes, elegantes Design optimiert
Vorteile
Kompaktes Design, nur 15 cm breit; Schnelles Aufheizen für zügige Nutzung; Hochwertiges Edelstahlgehäuse; Intuitive Bedienelemente, benutzerfreundlich; Professioneller Milchaufschäumer integriert; Geeignet für Kaffeepulver oder ESE Pads;
Nachteile
Milchschaumdüse funktioniert möglicherweise nicht zuverlässig; Kaffee könnte einen Kunststoffgeschmack aufweisen;
Russell Hobbs Retro Rot
Marke
Russell Hobbs
Bewertung
2,62befriedigend 09/2025
Geeignet für
Barista-Enthusiasten-Profil
Testergebnis von Laura Glaser
"Getestet wurde die Russell Hobbs Espressomaschine Retro Rot in einer häuslichen Küche, unter Alltagsbedingungen. Die Maschine überzeugt durch ihr ansprechendes Design und solide Funktionalität. Der Dampf-Milchschaumdüse fehlt es jedoch an Leistung für perfekten Milchschaum. Ideal für gelegentliche Nutzung."
Espressogeschmack und -qualität
100 %
Bedienkomfort
70 %
Bauqualität und Materialien
100 %
Besonderheiten
15 Bar Pumpendruck; Thermoblock-Heizsystem; Siebträger für 1 oder 2 Tassen; Dampf-Milchschaumdüse; Abnehmbarer Wassertank, 1,1l; Retro-Anzeige für Einstellungen;
Anwendungsbereich
Für schnelles Aufheizen und vielseitige Kaffeezubereitung
Vorteile
15 Bar Druck: Optimale Kaffeeextraktion; Dampf-Milchschaumdüse: Perfekter Milchschaum; 1,1l abnehmbarer Wassertank: Einfaches Nachfüllen; Zwei Tassen-Einsätze: Gleichzeitiges Zubereiten möglich; Portionierlöffel mit Tamper: Präzise Kaffeemenge und Andruck;
Nachteile
Langsame Kaffeezubereitung nach einigen Monaten; Kaffee ist nur warm, nicht heiß;
Krups Virtuoso+ Chrom
Marke
Krups
Bewertung
2,66befriedigend 09/2025
Geeignet für
Espresso-Perfektionist
Testergebnis von Laura Glaser
"Die Krups XP444G Virtuoso+ überzeugt durch schnelle Aufheizzeit und einfache Bedienung. Exzellenter Espresso mit perfekter Crema, auch Milchschaum gelingt mühelos. Kritikpunkt: Die Hochglanz-Tassenablage verkratzt leicht. Insgesamt eine empfehlenswerte Maschine für jeden Espresso-Liebhaber."
Espressogeschmack und -qualität
90 %
Bedienkomfort
75 %
Bauqualität und Materialien
65 %
Besonderheiten
15 bar Pumpendruck; Thermoblock-System mit Tassenwärmer; 3 Crema Filter inklusive; Edelstahl-Dampfdüse, Konsistenzregler; Intuitives Bedienfeld, beleuchtete Tasten; Manueller Drehregler für Dampfmenge; Platzsparende Abmessungen;
Anwendungsbereich
Für perfekte Crema dank speziellem Filter
Vorteile
Hervorragender Geschmack mit perfekter Crema; Schnelle Aufheizzeit (~60 Sekunden); Hochwertige Verarbeitung, edles Design; Kompakte Größe ideal für kleine Küchen; Intuitive Bedienung und einfache Reinigung;
"Die De'Longhi Stilosa EC 235.BK überzeugt im Test durch einfache Bedienung und solide Espressoqualität. Der manuelle Milchaufschäumer erfordert Übung, liefert aber gute Ergebnisse. Kleinere Mängel wie der minderwertige Tamper trüben das Gesamtbild leicht, dennoch bietet die Maschine ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis."
Espressogeschmack und -qualität
75 %
Bedienkomfort
80 %
Bauqualität und Materialien
75 %
Besonderheiten
15 bar Pumpendruck; Manuelle Milchschaumdüse, Edelstahl; Boiler aus robustem Edelstahl; Höhenverstellbare Tassenabstellfläche; Matte und glänzende schwarze Optik;
Anwendungsbereich
Für perfekte Crema mit 15 bar Druck
Vorteile
Manueller Milchaufschäumer für Vielseitigkeit; 51 mm pressurized Siebträger unterstützt Präzision; Traditionelle Espressomaschine, ideal für Einsteiger; 1 l Wassertank ermöglicht ausgiebige Nutzung; Kompakte Größe passt in jede Küche;
Nachteile
Könnte schnell Wasser verlieren, was eine Auffangschale nötig macht; Einschaltknopf fällt möglicherweise häufig in den Standby-Modus;
CASABREWS Milchaufschäumer
Marke
CASABREWS
Bewertung
2,86befriedigend 09/2025
Geeignet für
Kaffeekunst-Enthusiasten
Testergebnis von Laura Glaser
"Die CASABREWS Espresso Siebträgermaschine überzeugt mit starkem Espresso und stabiler Crema. Der professionelle Milchaufschäumer ermöglicht auch Latte Art, allerdings erfordert die Dampffunktion Übung. Kleinere Mängel wie das Gewicht beeinträchtigen den Gesamteindruck kaum. Preis-Leistung ist ausgezeichnet."
Professioneller Milchaufschäumer für Latte Art; 20 Bar Druck für optimalen Espresso; Edelstahlgehäuse, robust und stilvoll; Kompakte Größe, ideal für kleine Küchen; Großer 1L Wassertank, weniger Nachfüllen;
Nachteile
Kaffeetemperatur könnte für manche Nutzer zu niedrig sein; Wasserleckage bei Bewegung oder Befüllung berichtet;
Steinborg Espressomaschine Cappuccinomaschine
Marke
Steinborg
Bewertung
2,93befriedigend 09/2025
Geeignet für
Design-Liebhaber Barista
Testergebnis von Laura Glaser
"Die Steinborg Espressomaschine überzeugt mit solider Bauweise und einfacher Bedienung. Der Espresso schmeckt ausgezeichnet, die Crema ist beeindruckend. Der Milchaufschäumer funktioniert gut, allerdings benötigt das Gerät nach Gebrauch etwas Zeit zum Abkühlen. Insgesamt eine empfehlenswerte Maschine für den Preis."
Mit meinem Mann betreibe ich einen kleinen Gasthof nahe Berlin. Als gelernte Köchin und Mutter eines Sohnes liegt mein Fokus auf dem Küchen- und Haushaltsbereich. Seitdem ich bei ExpertenTesten.de bin habe ich eine 3-stellige Anzahl an Haushaltsprodukten testen können und teile mit Ihnen gerne meine Expertise.
Die Wahl der perfekten Siebträgermaschine ist entscheidend für das ultimative Kaffeeerlebnis – ein Thema, das mir, Laura, mit meiner Leidenschaft für Gastfreundschaft und meiner Erfahrung in der Küche besonders am Herzen liegt. In sorgfältiger Prüfung haben mein Team und ich 15 Siebträgermaschinen auf Herz und Nieren getestet, wobei wir 35 Stunden investierten, um Produkteigenschaften wie Abmessungen, Gewicht und Leistung zu evaluieren. Tauche ein in unsere TÜV-zertifizierten, transparenten und unabhängigen Bewertungen, um mit uns deine ideale Siebträgermaschine zu finden, die deinem Anspruch auf Qualität und Genuss gerecht wird.
Die Geschichte der Siebträgermaschine
Grundlage der Entwicklung der Kaffeezubereitung ist verständlicherweise dessen Entdeckung. Wann und wie genau die Genießbarkeit der Früchte der Kaffeepflanze und deren Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen EndproduktKaffeeentdeckt und entwickelt wurden, lässt sich nur schwer nachvollziehen und ist stark historischerLegendenbildung unterworfen.
Als Ursprungsland nimmt die Geschichtswissenschaft heute den Südwesten Äthiopiens an. ErsteErwähnungen des Kaffees finden sich aus dieser Region bereits im neunten Jahrhundert. Europa erreicht er schließlich im 16. und 17. Jahrhundert, vor allen Dingen über Italien, das bis heute eine große Rolle, vor allen Dingen in der Kaffeezubereitung spielt.
In Deutschland entstehen in der zweitenHälfte des 17. Jahrhunderts die ersten Kaffeehäuser. Der echte Kaffee, dem gegenüber eine Vielzahl an sogenannten Ersatzprodukten entwickelt wurden, blieb lange Zeit, aufgrund der hohen Preise, ein Luxusartikel, der nur zu besonderen Anlässen und entsprechend feierlich genossen wurde. So gilt die angebotene Tasse Kaffee bis heute als Zeichen von Gastfreundschaft.
Die Geschichte der Kaffeezubereitung ist vor allen Dingen durch die Trennung zwischen manueller und halbautomatischer bzw. vollautomatischer Zubereitung gekennzeichnet. Die verschiedenenMethoden der manuellen Zubereitung führen zur bis heute bekanntenForm des Überbrühens des Kaffeepulvers mit heißem Wasser in einem geeignetenFilter, mit Auslauf in eine Kanne.
Diese Methode wurde im 19. Jahrhundert in ersten halbautomatischen Kaffeemaschinen umgesetzt. Elektrische Maschinen sind zunächst für die breite Masse kaum erschwinglich.
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erreicht die ersteelektrischeFiltermaschine modernen Typs weite Teile der deutschen Bevölkerung. Ihren Siegeszug, der bis heute zu einer Verbreitung in einem Großteil deutscherHaushalte führte, beginnt in den 70erJahren.
Parallel zur Entwicklung andererSysteme entwickeln sich die verbreitet als Espressomaschinen bekannten Siebträgermaschinen. Erste Patente liegen aus dem 19. Jahrhundert vor. Maschinen noch heute gebräuchlicher Bauart entstehen in Italien im frühen 20. Jahrhundert.
ErsteSiebträgermaschinen für den Hausgebrauch werden bereits ab den 50er Jahren, ebenfalls vornehmlich von italienischenHerstellern angeboten.
Der aktuell bedeutsamste Schritt in der Weiterentwicklung der Kaffeezubereitung ist die Erfindung sogenannterPortionskaffeemaschinen. Als Kaffeepad– und Kaffeekapselmaschinen erobern diese seit den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts zunehmend die Privathaushalte und sind eine große Konkurrenz klassischer Siebträgermaschinen.
Wie funktioniert eine Siebträgermaschine
Der zentrale Faktor bei der Kaffeezubereitung in einer Siebträgermaschine ist Druck.
Kaffeemehl wird in einen Siebträger, das namensgebende Element der Maschine, mit Siebeinsatz gefüllt und durch Andrücken mittels eines sogenannten Tampers verdichtet. Anschließend wird der Siebträger mit Hilfe eines Bajonettverschlusses an der Maschine montiert.
In einem Kessel wird gleichzeitig Frischwasser erhitzt, das nach Erreichen der eingestellten Brühtemperatur, in der Regel 90 °C mit Druck durch das Kaffeemehl gepresst werden kann und über einen oder zweiAusläufe am Siebträger, in ein oder zweiuntergestellteGefäße, in der Regel Tassen, läuft.
Der Druck von etwa 9 bar, bei handelsüblichen Siebträgermaschinen für den Privatgebrauch, entzieht dem Kaffeemehl seine wertvollen und geschmacksrelevanten Bestandteile und bildet aus ihnen, je nach gewählter Kaffeesorte, den sofort servierfertigen Espresso, den einem klassischen Kaffee ähnlichen Lungo oder aber die Basis für verschiedenste beliebteKaffeespezialitäten, mit Milch, Milchschaum, Sahne und zahllosen weiteren möglichen Zutaten.
Der für den Vorgang der Extraktion notwendige und charakteristische Druck kann dabei, je nach Konstruktion der Siebträgermaschine, auf unterschiedlichemWege erzeugt werden. Nach der gewählten Art des Druckaufbaus und seiner Umsetzung zur Extraktion, unterscheidet man verschiedeneMaschinentypen:
Manuelle oder Kolbenmaschinen
Halbautomaten
Vollautomaten
Supervollautomat
Der Druck in einer manuellenSiebträgermaschine wird über einen Kolben erzeugt, der mittels eines Hebels manuell bedient wird.
Siebträgermaschinen dieser Bauart werden heute hauptsächlich noch von ausgesprochenen Liebhabern, auch aufgrund ihrer nostalgischenOptik und dem besonders präzisenEinfluss auf die Extraktionsgeschwindigkeit geschätzt.
Halbautomaten sind die verbreitetsteBauform. Bei Ihnen wird der Druck durch eine elektrische Pumpe erzeugt.
So lange die Pumpe eingeschaltet ist, fließt Wasser durch den montiertenSiebträger.
Entgegen seiner Verwendung für die KennzeichnungprivaterKaffeemaschinen mit Mahlwerk, sind professionelleVollautomaten solche Siebträgermaschinen, bei denen die Wassermenge elektronisch geregelt wird.
Auf Knopfdruck schaltet die Pumpe ein, eine festgelegte Menge Wasser fließt durch den Siebträger und die Pumpe schaltet wieder aus.
Supervollautomaten sind das professionelle Pendant zu den in Privathaushalten so genannten Vollautomaten. Der gesamte Vorgang der Kaffeezubereitung ist dabei automatisiert.
Auf Knopfdruck wird der Kaffee aus Bohnen gemahlen, gepresst, der Druckaufgebaut und der Kaffeeextrahiert.
Auch das Erhitzen des notwendigen Wassers verläuft in Maschinen unterschiedlicherBauarten nach verschiedenen Systemen. Der Grund für den Konstruktionsaufwand ist eine weitere wichtige Eigenschaft von Siebträgermaschinen: neben der Zubereitung von Kaffee, in der Regel Espresso, wird das erhitzte Wasser zur Dampferzeugung genutzt.
Dieser Dampf kann genutzt werden, um zum Beispiel Milchschaum zu bereiten, der für zahlreiche Kaffeespezialitäten benötigt wird.
Einpreissysteme
Zweipreissysteme
Sogenannte Einkreissysteme verfügen nur über einen Kessel, in dem Wasser erhitzt wird. Dieses Wasser wird sowohl zur Kaffeezubereitung also zur Extraktion genutzt, als auch zur Dampferzeugung oder zur Entnahme, zum Beispiel als Teewasser.
Diese Zweifachnutzung stellt dabei einen Kompromiss dar, da beideVorgängeunterschiedliche Ansprüche stellt. Während die optimaleTemperatur für das Extraktionsverfahren bei etwa 90°C liegt, liegt die ideale Temperatur zur Dampferzeugung bei über 100°C. Da die KaffeequalitätVorrang besitzt, wird die Temperatur zu Lasten des Dampfdrucks und der Dampfmenge bei 90°C gehalten.
Bei einigen Geräten für den Hausgebrauch kann manuellzwischen Brühtemperatur und erhöhterDampftemperaturumgeschaltet werden.
Gebräuchliche Zweikreissysteme ermöglichen die getrennte Erhitzung von Wasser zur Dampfbereitung und separaten Entnahme auf der einen und zur Kaffeeextraktion auf der anderen Seite.
Die hierzu erzeugten Temperaturen sind entsprechend unterschiedlich.
Bewerkstelligt wird dies über einen großenKessel, der zu zwei Dritteln mit Wasser gefüllt, auf 120°C erhitzt wird. Der so im oberen Drittel entstehende Dampf kann jederzeit zum Milchaufschäumen genutzt werden, das Wasser im unteren Teil kann zum Beispiel für Tee entnommen werden.
In den Kessel eingelassen findet sich ein Wärmetauscher, über den eine geringe Menge Wasser unabhängig erwärmt wird. Dieses Wasser, dessen Temperatur unter der des Kessels gehalten wird, dient der Kaffeebereitung.
Dualboilertechnik
Thermoblock-maschinen
Wie der Name es darlegt, setzt die Dualboilertechnik bei modernen Siebträgermaschinen auf den Einsatz von zwei oder mehreren unabhängigen Kesseln.
In der Regel handelt es sich um einen größerenDampfkessel und einen oder mehrere kleinereBrühkessel. Die Temperatur der einzelnen Kessel kann unabhängig voneinander geregelt werden.
Gerade für den Einsatz in Privathaushalten erweist sich die relativ lange Vorheizzeit der beschriebenen Systeme als hinderlich.
Kesselmaschinen die 15-30 Minuten aufheizen müssen, sind für den spontanen Kaffeegenuss wenig sachdienlich und eine alternativer permanenter Betrieb bei geringenVerbrauchsmengen wenig ökonomisch
Thermoblockmaschinen verzichten vollständig auf Boiler. An ihrer Stelle kommt ein elektrischerDurchlauferhitzer in Kombination mit einer Vibrationspumpe zum Einsatz.
Siebträgermaschinen für den Hausgebrauch
Für den heimischenGebrauch wurden die verschiedenenSystemeprofessioneller Siebträgermaschinen in vergleichsweise kleinenGeräten verpackt.
Verbreitet sind hierbei Systeme, die auf weitgehende Automatisierung setzen. Per Knopfdruck wird eine festgelegte MengeWasser erhitzt und durch den Siebträger geleitet.
Die Einflussmöglichkeiten des Anwenders sind hierbei deutlich begrenzt und beschränken sich oft auf die Auswahl einer aus mehreren optionalenVoreinstellungen, die sich an verschiedenen beliebten Kaffeespezialitäten orientieren. Professionellere Systeme bieten deutlich mehr individuelleEinflussmöglichkeiten, sind in der Regel jedoch merklich teurer und erfordern mehr Erfahrung im Umgang.
Wer sich grundsätzlich für eine Siebträgermaschine entscheidet, der sollte einigen Kriterien besonderes Augenmerk widmen, die auch in Siebträger-Tests genau analysiert und bewertet werden und ausschlaggebend für Eignung und Qualität einer Maschine sind:
Material und Aussehen
Kessel
Druck
Dampfleistung
Siebträger
Wasserversorgung
Neben ihrer Funktion macht ganz deutlich auch das Aussehen einer Siebträgermaschine ihre Beliebtheit aus. Einige Maschinen oder Bauarten haben sich im Laufe ihrer Geschichte geradezu zum Objet d’art, zum Designobjekt entwickelt und stellen in gewisser Weise fast ein Statussymbol, zumindest aber den Beleg für eine besondere Lebensart dar.
Kaffeetrinken wird durch sie vom schnöden Koffeingenuss zum weltmännischen Selbstzweck erhoben. Dies zeigt sich in der Gestaltung, die über reine Funktionalität meist hinausgeht sowie in der Wahl der verbautenMaterialien. Nicht zuletzt der Preis trägt dieser Auswahl oft deutlich Rechnung.
Edelstahl, Messing und Kupfer sind beliebte Materialien, die Materialeigenschaften und Aussehen vereinen und sich deshalb besonders eignen. Kunststoff, besonders für die Maschinengehäuse, ist besonders bei preiswerteren Maschinen beliebt. Trotz seiner positiven Eigenschaften hinsichtlich Gewicht und Reinigungsaufwand ist es wegen optisch geringerWertigkeit bei Kaffeeliebhabern eher unbeliebt.
Der Kessel ist eines der zentralen Qualitätsmerkmale einer Siebträgermaschine.
Bauart,Größe, Material, Wanddicke und daraus resultierendes Gewicht sind ausschlaggebend für Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit eines Boilers und damit der gesamten Maschine.
Der Druck, mit dem die Kaffeeextraktion durchgeführt wird, ist ausschlaggebend für die Qualität des Endproduktes.
Je feiner das Kaffeemehl im Siebträger gemahlen ist, desto effektiver werden ihm die Aromastoffe entzogen. Je feiner das Kaffeemehl, desto höher der erforderlicheDruck.
Hier kommt es maßgeblich auf die gelungene Kombination der beiden Faktoren an. Handelsübliche Siebträgermaschinen produzieren für gewöhnlich etwa 9 bar Druck. Auf die genauen Herstellerangaben sollte beim Kaufgeachtet werden.
Auch Siebträgermaschinen für den Hausgebrauch verfügen in der Regel über die Möglichkeit zur Dampferzeugung zur Zubereitung von Milchschaum.
Ausschlaggebend ist auch hier die Art der Dampferzeugung (Einkreis-, Zweikreis- oder Dualboilersystem) sowie die konkreteDampfmenge, die von der Maschine bereitgestellt wird.
Der Siebträger ist nicht nur namensgebend, er hat auch wichtigenEinfluss auf den Umgang mit einer Siebträgermaschine und die Qualität ihrer Ergebnisse.
Die Verbindung zwischen Siebträger und Maschine muss dabei allem voran druckfest und dicht sein. Der Druck der Maschine darf ausschließlich durch das im Siebträger liegende Sieb. Dabei sind Material und Gestaltung dieses Siebeinsatzes maßgeblich für die Qualität des Kaffees.
Die Lochung beeinflusst die Durchflussgeschwindigkeit und das Material stellt neben der Belastbarkeit, Haltbarkeit und einfachenReinigung des Siebes auch die geschmacksneutrale Kaffeeproduktion sicher.
Der Siebeinsatz muss passgenau sitzen, sollte gleichzeitig jedoch auch einfach herauszulösen und zu reinigen sein.
ProfessionelleSiebträgermaschinen, wie sie in der Gastronomie zum Einsatz kommen, verfügen über einen Anschluss an eine Wasserleitung. Für den privatenEinsatz lohnt der damit verbundene Aufwand selten. Siebträgermaschinen für den Hausgebrauch sind deshalb für gewöhnlich mit einem Wassertank ausgestattet. Dessen maximaleFüllmenge sowie die Art seiner Befüllung sind maßgebliche Komfortmerkmale.
Ein großerTank muss seltener befüllt werden, hat dafür einen höherenPlatzbedarf. Ein abnehmbarerTank ist leichter zu befüllen, erfordert aber genaueres Augenmerk auf die Art der Verbindung mit dem Gerät, da hier auf Dauer Undichtigkeiten entstehen können.
Richtig Tampern mit der Siebträgermaschine
Das richtige Tampern entscheidet darüber, ob aus der Siebträgermaschine ein geschmackvoller Espresso, oder nur dünne Plörre kommt. Es geht darum, das Espressopulver mit einem Tamper im Sieb anzudrücken. Denn würde das heiße Wasser durch das lockere Pulver durchlaufen, würde der Kaffee zu wässrig und geschmacksarm. Die fein gemahlenen Bohnen müssen also angedrückt werden und dies soll gleichmäßig und mit einem Druck von etwa 15 kg geschehen.
Wie erreicht man beim Anpressen einen Druck von 15 kg?
Ein Gefühl dafür können Sie bekommen, wenn Sie mit der Hand auf eine Personenwaage drücken. Zeigt die Waage 15 kg, ist dies etwa der Druck den Sie mit dem Tamper ausüben sollten. So genau muss es natürlich nicht sein. Mit der Zeit werden Sie schon die passende Technik und Ihr persönliches Ritual entwickeln. Manche Besitzer einer Siebträgermaschine klopfen noch zusätzlich von außen an die Seiten des Siebs, andere verwenden den Tamper mit einer Drehbewegung. Wichtig ist, dass der Tamper die richtige Größe für Ihr Sieb hat.
Manche Menschen variieren die Festigkeit auch: Morgens etwas kräftiger, am Abend nicht so stark.
Wenn Sie es genau haben möchten, können Sie auch einen dynamometrischen Tamper kaufen. Durch eine kleine Feder wird der Druck gesteuert. Sie drücken einfach bis ans Ende der Feder nach unten und schon sollte es perfekt sein. Für echte Siebträger-Fans könnte das allerdings zu anspruchslos sein.
Bewertungskriterien für die Wahl einer Siebträgermaschine
Bei teurenProfigeräten aber auch bei hochpreisigen Siebträgermaschinen für den Privatgebrauch handelt es sich oft um handgefertigte Kunstwerke, die über fast jeden Zweifel an Qualität und Verarbeitung erhaben sind. Gerade bei günstigenEinsteigermodellen lohnt sich jedoch ein Blick auf sichtbareQualitätsmerkmale und die Handhabung.
Woraus besteht das Gehäuse und wie wirkt die Verarbeitung?
Besonders bei günstigenKunststoffgehäusen sollte auf eine solide,passgenaue Verarbeitung geachtet werden. Je nach System können durch eingesetzte Pumpen durchaus Vibrationen entstehen, die zu Geräuschbildung führen können.
Gleichzeitig müssen besonders all jene Teile vor Berührunggeschützt werden, die sich im Betrieb erhitzen oder Strom führen. Das Gesamtgewicht der Maschine ist zudem ausschlaggebend für eine einfache und gefahrloseBedienung.
Allzu leichtgewichtige Geräte können beim Montieren des Siebträgers leicht in Bewegung geraten.
Wie hochwertig sind Siebträger und Siebeinsatz?
Der Bajonettverschluss des Siebträgers sollte möglichst einfach zu bedienen sein. Da hier hoherDruck anliegt und präzise abgedichtet werden muss, ist trotzdem ein gewisser Kraftaufwand notwendig.
Eine hochwertigeVerarbeitung verhindert zuverlässig ein unerwünschtes Verkanten. Ein handlicher und stabilerGriff ermöglichen eine unkomplizierte Befüllung, Montage, Demontage und Entleerung.
Wie sind wichtige Bedienelemente gestaltet?
Die Bedienung und damit die Art der Bedienelemente ist von der Bauweise der Siebträgermaschine abhängig.
Einfach ausgedrückt: je professioneller die Maschine, je größer die mögliche individuelleEinflussnahme auf den Brühvorgang, desto erklärungsbedürftiger die Bedienung und desto wichtiger der Bedienkomfort.
Bei modernen, bedienerfreundlichen Geräten wird oft mit Sofatouch-Tasten oder einfachen Druckknöpfen und Schaltern gearbeitet.
Diese starten meist ein vorgegebenes Brühprogramm, auf das der Nutzer nicht direkt Einfluss nehmen kann. Hier gilt es den Bedienkomfort anhand der Knopfgröße, Kennzeichnung, Druckwiderstand und Anordnung zu beurteilen.
ProfessionellereGeräte setzen hingegen oft auf Hebel und Ventile, die eine sehr individuelleEinflussnahme auf Druck und Wasserdurchfluss ermöglichen. Ihre Anordnung und Bedienbarkeit sollte eingehend beurteilt werden.
Gleiches gilt für Milchaufschäumdüsen soganennte Milchlanzen. In der Regel seitlich an der Gerätefront angebracht, dienen sie dazu, Dampf in ein Gefäß mit Milch zu pumpen, aus der in Folge Milchschaum entsteht. Die Düsen, meist aus Metall, Kunststoff oder einer Kombination, sind mal gerade, mal zur einfacheren Bedienung gebogen oder angewinkelt und oft beweglich angebracht.
Die Bedienbarkeit stellt neben der Dampfmenge ein wichtiges Komfortmerkmal dar, da gerade bei sehr preiswerter Ausführung das Milchaufschäumen schnell zum Geduldsspiel oder sogar zur Verbrühungsgefahr werden kann.
Einige moderne Maschinen verzichten vollständig auf Aufschäumdüsen und integrieren stattdessen kompakte Milchschaumautomaten. Hierbei wird entweder eine Zuleitung mit einem separaten Gefäß oder direkt einer Milchtüte verbunden oder ein eingelassener Tank mit Milch befüllt. Auf Knopfdruck wird nun Milchschaum produziert, der direkt in ein Trinkgefäß gezapft werden kann.
Die Frage nach der Schaumqualität und damit die Bewertung solcher Milchschaumautomaten im Vergleich zum klassischen, manuellenAufschäumen mit Dampf, ist eine sehr subjektiveBeurteilung.
Wie hoch ist die Dampfleistung?
Bei Modellen ohne automatische Milchschaumbereitung spielt die Dampfversorgung eine wichtigeRolle. Der Dampf wird benötigt, um Milch zu erhitzen und aufzuschäumen. Hierfür ist der entsprechende Dampfdruck und eine ausreichend verfügbareDampfmenge erforderlich.
Gerade kleine Maschinen mit kleinenKesseln zeigen hier häufig Schwächen. Zudem kann nicht bei allen Maschinen zeitgleich Kaffee gebrüht und Milchaufgeschäumt werden. Dies setzt getrennte Kreisläufe für den Brühvorgang und die Dampfproduktion voraus.
Wohin mit den Tassen?
Für den richtigen Kaffeegenuss ist auch das passende Trinkgefäß von großer Bedeutung. Für jede mögliche Kaffeespezialität findet sich die passende Tasse. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Vorwärmen der Tassen.
Grade die geringeFlüssigkeitsmenge eines Espresso würde in einer nur zimmerwarmen Tasse schnell abkühlen. Eine Möglichkeit besteht darin, Tassen vor Verwendung mit heißem Wasser, möglich auch mit Dampf aus der Siebträgermaschine,vorzuwärmen.
Viele Maschinen verfügen jedoch zudem über einen eingebautenTassenwärmer. In der Regel in die Gehäuseoberseite eingearbeitet, findet sich eine Abstellfläche, je nach Maschinengröße, für mehrere Tassen, die dort durch Abwärme des eingeschalteten Gerätes diese aufwärmt und warmhält.
Außerdem verdient die Fläche, auf der die Tassen während des Brühvorgangs abgestellt werden. Diese ist in der Regel mit einem Abtropf versehen. Dessen Fassungsvermögen, der notwendige Aufwand zu Leerung und Reinigung sowie die Größe der Abstellfläche sind weitere Komfortmerkmale.
Einige der Abstellflächen bei modernen Siebträgermaschinen sind zudem höhenverstellbar und bieten so die optimaleAuslaufhöhe für alle Arten von Kaffeegetränken und entsprechende Tassen.
Zubehör Neben der reinen Maschine ist einiges Zubehör erforderlich. Einige Hersteller rüsten ihre Maschinen mit allem aus, das notwendig ist, andere beschränken sich auf das Notwendigste.
Manche Hersteller sparen hier bei der Qualität, andere liefern dem Wert der Maschine angemessen Hochwertiges.
Alternativen zur klassischen Siebträgermaschine
Die Siebträgermaschine ist für viele Kaffeeliebhaber das Nonplusultra. Trotzdem bringt das System im alltäglichen Gebrauch auch Nachteile mit sich.
So ist die Zubereitung mit etwas Aufwand und einiger Übung der notwendigen Handgriffe verbunden. Hier bietet der Handel einige Alternativen, die gehobenen Kaffeegenuss bei gleichzeitig hohemBedienkomfort versprechen.
Vollautomaten
Verschiedene Einzelschritte müssen bei der Zubereitung eines Kaffees mit einer klassischenSiebträgermaschine nacheinander durchgeführt werden:
Kaffee mahlen
Kaffeemehl in den Siebträger einfüllen
Kaffeemehl durch Pressen verdichten
Siebträger montieren
Brühvorgang starten
wenn notwendig, Milch manuell aufschäumen
Siebträger demontieren, leeren, wenn nötig reinigen
Vollautomaten (in ihrer professionellen, gastronomischen Verwendung als Supervollautomaten bezeichnet), automatisieren all diese Einzelschritte und lassen sie auf Knopfdruck nacheinander und optimal aufeinander abgestimmt ablaufen:
Ein eingebautes Mahlwerk produziert, aus Kaffeebohnen in einem Vorratsbehälter, frisches Kaffeemehl, wobei zumeist der Mahlgrad eingestellt werden kann.
Anschließend wird dieses Kaffeemehl automatisch dosiert und in die sogenannte Brühkammer, auch Extraktionskammer genannt, transportiert.
Die Brühkammer wird automatisch unter einen Kolben bewegt.
Das Kaffeemehl wird zusammengepresst.
Die für das gewählte Getränk notwendige Menge Wasser wird durch das Kaffeemehl gepresst.
Der Kaffee läuft durch den Auslauf in die Tasse.
Die Brühkammer fährt in Ausgangsposition.
Das Kaffeemehl wird heraus gedrückt und fällt in einen Auffangbehälter.
Einige Vollautomaten verfügen zudem über einen integriertenMilchaufschäumer, der bei Wahl eines entsprechenden Getränkes automatisch die notwendigeMengewarme Milch oder Milchschaum produziert und in die Tasse leitet.
Qualität und nicht zuletzt der Preis dieser Vollautomaten ist in der Hauptsache von der Qualität der eingesetzten Brühgruppe, in der der gesamte Brühvorgang abläuft und der Bauart des Mahlwerks abhängig. Hier gibt es zahlreiche Unterscheidungs- und Qualitätsmerkmale, die sich letztlich in einer sehr breiten Varianz im Preis ausdrückt.
Die meisten Vollautomaten verfügen zusätzlich über automatisierte Reinigungsprogramme, die in regelmäßigen Intervallen durchgeführt werden können und einen vergleichsweise geringen Arbeitsaufwand darstellen.
Portionsmaschinen
Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich in den letzten Jahren sogenannte Portionsmaschinen. In der Gestalt von Kaffeepadmaschinen und Kaffeekapselmaschinenunterscheiden sie sich technisch maßgeblich von klassichen Siebträgermaschinen und auch von Kaffeevollautomaten, versprechen dabei aber vergleichbare und qualitativ hochwertigeErgebnisse in Form verschiedenerKaffeespezialitäten.
Vorgefertigtes Kaffeemehl in Portionsbehältern – Kaffeepads aus Filterpapier oder Kapseln aus Aluminium – werden in die Maschine eingelegt und auf Knopfdruck mit einer genau dosiertenMengeWasser durchströmt. Dabei arbeiten Pad-Maschinen mit geringem (etwa 2 bar) und Kapsel-Maschinen mit hohemDruck (etwa 15 bar).
Das Endprodukt wird gegebenenfalls noch mit ebenfalls in der Maschine produziertem Milchschaum weiter verarbeitet.
Einige Systeme produzieren Milch und Milchschaum aus Milchpulver in zusätzlichen Kapseln, Pads oder separatenKammern in solchen.
Siebträgermaschine vs. Vollautomat vs. Portionsmaschine
Jedes der beschriebenen Systeme ist durch Vorzüge und Nachteile gekennzeichnet, die vor einer Kaufentscheidung abgewogen werden sollten.
Siebträgermaschinen
Vorteile
optimale Kaffeequalität
maximale Einflussnahme auf den Brühvorgang
größte Vielfalt an Kaffeevarianten
größte Auswahl an Kaffeesorten
Kaffeemaschine als Designobjekt und Statussymbol
hohe Wertigkeit und lange Haltbarkeit der Geräte durch mögliche Wartung und Reparatur
Nachteile
hoher Preis
anspruchsvolle Bedienung
hoher Reinigungs- und Wartungsaufwand
Kaffeevollautomaten
Vorteile
einfache Bedienung
große Auswahl an Kaffeesorten
einfache Reinigung
lange Haltbarkeit durch Wartung und Reparatur bei Markenherstellern
Wenig Zubehör erforderlich
Nachteile
hoher Preis im Vergleich zu einfachen Kaffeemaschinen
begrenzter Eingriff in den Brühvorgang
preiswerte Modelle mit empfindlichen und anfälligen Bauteilen (Brühgruppe und Mahlwerk)
teilweise starke Geräuschentwicklung
Portionsmaschinen
Vorteile
geringer Anschaffungspreis
einfache Bedienung
einfache Reinigung
schnelle Einsatzbereitschaft
Nachteile
geringere Kaffeequalität durch vorgemahlenen Kaffee
begrenzte Auswahl an Kaffeesorten
hoher Tassenpreis
fragwürdige Umweltverträglichkeit (Kaffeekapseln)
begrenzte Wartungsmöglichkeiten
ERGEBNIS
Für einen echtenKaffeeenthusiasten stellt sich nicht die Frage, ob es eine Siebträgermaschine sein soll, sondern höchstens welche es sein darf. Ausschlaggebend ist hier oft das Budget. Klar ist für den Kenner, dass selbst günstigereEinsteigermodelle allen anderenVarianten vorzuziehen sind.
Nur mit der klassischenSiebträgermaschine hat man volleKontrolle über den Brühvorgang und damit über das Endergebnis, nur mit ihr wird Kaffeekochen zur Kunst erhoben.
Kaffeevollautomaten sind die alltagstauglicheVariante. Der Einfluss auf den Brühvorgang ist hier begrenzt, dafür entfallen manuelleEinzelschritte zugunsten der Automatik.
Die Auswahl der Kaffeebohne und ein möglicher Einfluss auf Mahlgrad und Wassermenge ermöglichen jedoch eine ähnliche Varianz an fertigen Kaffeegetränken.
Der Grad ein Einflussnahme ist jedoch von Modell zu Modell unterschiedlich. Einige einfache Geräte bieten lediglich eine kleinere Auswahl an Standardgetränken.
Als Zwischenstufe finden sich echte Siebträgermaschinen, die ebenfalls über eine Programmautomatik mit geringer Einflussnahme gesteuert werden. Hier unterscheiden sich Vollautomat und Siebträgermaschine nur durch die Trennung der Arbeitsschritte bei der Siebträgermaschine, das separateMahlen,Einfüllen und Pressen.
Aus der Verbindung unterschiedlicher Geräte in einem Vollautomaten ergibt sich zudem eine höhereStörungsanfälligkeit. Ein Defekt in einer Komponente kann das gesamte System außer Funktion setzen.
Portionsmaschinen sind eher als Stufe zwischen einfachenFilterkaffeemaschinen und Vollautomaten zu betrachten. Zwar werden auch hier verschiedeneKaffeesorten angeboten und mit Druck gearbeitet es bestehen jedoch deutliche Unterschiede zu Siebträgermaschinen.
Der Druck ist, besonders bei Pad-Maschinen deutlich geringer, die Kaffeemehlqualität ist schwer zu kontrollieren und in Tests regelmäßig Anlass zu Kritik und negativen Bewertungen und die Kaffeepreise liegen umgerechnet auf das Kilo Kaffee oft noch über dem Preis einer hochwertigen Bohne.
Die richtigen Bohnen
Einer der größtenVorzüge einer Siebträgermaschine ist die Möglichkeit der Auswahl der Kaffeebohne und der Einfluss auf die ideale Verarbeitung.
Kaffeebohnen werden heute bereits in großer Auswahl von zahllosen Herstellern angeboten. Selbst bei Discountern findet sich inzwischen ein umfangreiches Angebot verschiedener Bohnen zu unterschiedlichstenPreisen.
Bohnensorte, Herkunft,Größe, Röstungsgrad und nicht zuletzt die Qualität der Bohnenauswahl bestimmen maßgeblich das Ergebnis und den Preis und sorgen durch zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten für eine riesigeVielfalt.
Sorten
Es gibt etwa 90verschiedeneArten von Kaffeepflanzen, aus deren Früchten, den Kaffeekirschen die Samen entnommen und durch Fermentierung und Röstung zu Kaffeebohnen für die Weiterverarbeitung zu Kaffee genutzt werden könnten.
Es haben sich jedoch zwei Sorten etabliert, die alle anderen Sorten fast vollständig verdrängt haben: die aus Afrika stammenden SortenArabica und Robusta.
Arabica-Kaffees
Robusta-Kaffees
Mischungen
Mit mehr als 60%Marktanteil ist die SorteArabica die weltweit verbreitetsteKaffeesorte. Sie gedeiht in Höhenlagen, was ihr den Namen „Hochlandkaffee“ verlieh und wird in Süd– und Zentralamerika sowie in Ostafrika angebaut.
Arabica Kaffees zeichnen sich durch stärkereSäure, wenigBitterstoffe, eine helleCréma und feine Geschmacksnuancen aus.
Etwa 30% der Weltproduktion entfallen auf Robusta-Bohnen. Anbaugebiete sind die Flachlande Südostasiens (speziell Vietnam) und Westafrika.
Robusta-Kaffees sind wegen ihres starkenGeschmacks und einer bitteren, strengen Note nicht bei allen Kaffeetrinkern beliebt.
Die überwiegende Mehrheit der Kaffeeröster setzt auch auf Mischungen der genannten Sorten und Herkunftsorte.
Dies dient zum einen der Qualitätsoptimierung, als auch der Geschmackskomposition.
Bearbeitung und Röstung
Nach der Ernte werden die Bohnen getrocknet, fermentiert und anschließend geröstet. Die beiden ersten Schritte finden noch im Herkunftsland statt, wobei die verwendeten Methoden und die Sorgfalt, zum Beispiel bei der Trocknung, sich maßgeblich auf die Qualität des Endproduktes auswirken.
Die Röstung durch den Kaffeeröster ist ein komplizierterVorgang, dessen einzelne Komponenten ausschlaggebend für Qualität und Geschmack der so verarbeiteten Bohne und damit des daraus gewonnenen Kaffees sind.
Röstdauer
Temperatur
Temperaturverlauf
Röstverfahren
Kombination oder Trennung der Bohnen unterschiedlicher Herkunft
Jeder einzelne Faktor nimmt Einfluss auf das Endergebnis und kann nach Belieben und Erfahrung des Röstersangepasst werden.
Qualität
Die Auswahl der Bohne, ihre Verarbeitung und die Röstung bestimmen die Qualität eines Kaffees. Dabei fallen in Tests immer wieder auch Negativbeispiele ins Auge.
Eine Vielzahl an Bohnenbruchstücken anstelle kompletter Kaffeebohnen, deutlich verbrannte oder ungenügend geröstete Bohnen, selbst verdorbene Bohnen, ein Zeichen mangelnder Trocknung oder Schalenreste sind leider keine Seltenheit und deutlichen Zeichen mangelhafter Qualität, die sich auch im Geschmack bemerkbar macht.
Der große Vorzug der Siebträgermaschine besteht darin, dass man hier mit ganzen Bohnen arbeitet, so die Qualität also zumindest optisch kontrollieren kann, wohingegen man bei fertig gemahlenem Kaffee kaum vom reinen Augenschein etwas über die Qualität sagen kann.
Die Crema
Wenn man von Siebträgermaschinen spricht, dann spricht man von Espresso und wenn man von Espresso spricht, muss man von der Crema sprechen. Sie ist das unverkennbare Zeichen für einen Kaffee aus einer Siebträgermaschine und Indikator für Kaffeequalität und sorgfältige Zubereitung.
Die Crema, das ist der feine Schaum, der bei einem Espresso aus der Siebträgermaschine zähflüssig oben auf dem Kaffee schwimmt und den Großteil des Aromas mitbringt.
Sie bildet sich aus Kaffeebohnenöl, Proteinen, Zuckerarten und Kohlendioxid und ihre Menge, ihre Farbe und ihre Standfestigkeit verraten dem Kenner alles, was er über den Kaffee wissen muss, noch vor dem ersten Schluck.
Zu wenig Crema zeugt von zu fein gemahlenem, zu altem oder zu wenig Kaffee bei der Zubereitung oder gar von einer ungepflegten Maschine oder schlecht gereinigtenTassen.
Sehr dunkle Crema spricht ebenfalls für zu fein gemahlenen oder aber zu stark gerösteten oder überdosierten Kaffee. Auch kann eine zu hohe Brühtemperatur oder ein zu starkes Anpressen des Kaffeemehls verantwortlich sein.
Ist die Crema zu hell, wurden alteBohnen verwendet oder zu grob gemahlen. Auch kann die Brühtemperatur in diesem Fall zu niedrig gewählt worden sein.
Hat die Crema keinen Stand, war vielleicht die Tasse zu stark vorgeheizt oder auch gar nicht oder der Wasserdruck war zu niedrig.
Fest steht auf jeden Fall, dass die Crema ein Produkt der KombinationMahlung, Pressung und Wasserdruck ist, weshalb echte Crema auch nur mit einem echtenSiebträger entsteht.
Bei Portionsmaschinen und den meisten Kaffeevollautomaten, die auf den ersten Blick oder laut Herstellerwerbung eine Crema liefern, handelt es sich dagegen um eine künstlich hergestellte Crema, deren Ursprung in einem speziellenVentil liegt, das Kaffee mit Luft aufschäumt. Mit einer Crema hat dies wenig zu tun, hat bei weitem nicht deren Geschmack und lässt keineRückschlüsse auf die Kaffeequalität zu.
Nützliches Zubehör
Viele Hersteller legen ihren Geräten bereits das meiste notwendige Zubehör bei, wer jedoch auch hier auf höchsteQualität und individuellen Geschmack setzt, wird im Zubehörhandel reichlich bedient.
Kaffeemühlen
Eine Kaffeemühle ist für die Arbeit mit einer Siebträgermaschine unerlässlich und muss in der Regel separat angeschafft werden.
Die Wahl der richtigenKaffeemühle kann grundsätzlich mit der gleichen Sorgfalt und dem gleichen Aufwand betrieben werden, wie die nach der richtigen Siebträgermaschine.
Auch bei Kaffeemühlen gibt es zahlreiche Unterscheidungs- und Qualitätsmerkmale, verschiedene Systeme, Tests und Bewertungen sowie eine große Vielfalt an Angeboten und Preisen.
Grundsätzlich unterscheidet man:
Mühlen mit Schlagmahlwerk
elektrische Mühlen mit Scheibenmahlwerk
elektrische Mühlen mit Kegelmahlwerk
Handmühlen
Eine Kaffeemühle soll die Kaffeebohnen zerkleinern und dabei möglichst keinen negativen Einfluss auf die Qualität oder das Aroma nehmen. Deshalb sollte eine gute Kaffeemühle
Zerkleinerung ohne zu erhitzen
ein gleichmäßig homogenes Kaffeemehl auch aus unterschiedlichsten Bohnen erzeugen
Insbesondere Mühlen mit Schlagmahlwerk werden deshalb von den meisten Kaffeeliebhabern abgelehnt.
Neben den unterschiedlichenSystemen finden sich zahllose unterschiedlicheBauformen.
Neben Kaffeemühlen, die Kaffeebohnen in größeren Mengen in einen Auffangbehälter mahlen, finden sich auch solche, die speziell für die Verwendung mit Siebträgermaschinen konzipiert sind.
Diese Kaffeemühlen mahlen entweder auf Knopfdruck die passende Menge zur Befüllung eines Siebträgers oder der Auffangbehälter verfügt über eine Dosierfunktion.
Zusätzlich ist an diesen Geräten meist bereits ein Tamper montiert, mit dem das frisch gemahleneKaffeemehl sofort angepresst werden kann.
Tamper
Sogenannte Tamper liegen in einfacher Ausführung den meisten Siebträgermaschinen herstellerseitig bei. Für die ambitionierteKaffeezubereitung taugen diese jedoch meist nur bedingt. Nach seiner Funktion werden Tamper in Deutschland auch Kaffeedrücker, Kaffeepresser oder Kaffeestempel genannt.
Der Zubehörhandel bietet eine Vielzahl hochwertiger Tamper, die neben der reinen Funktion vom ästhetischen Wert betrachtet werden müssen und auch preislich mehr darstellen, als ein simples Werkzeug. Ein guter Tamper vereinfacht jedoch ganz klar eine der wichtigstenAufgaben bei der Kaffeezubereitung, das Anpressen des Kaffeemehls.
Gebräuchliche Materialien sind, neben Kunststoff bei einfachen Modellen,Aluminium, Edelstahl und Holz.
Milchaufschäumer
Cappuccino, Latte Macchiato, Milchkaffee – zahlreiche Kaffeespazialitäten basieren, neben dem Kaffee, auf unterschiedlich dosierter,heißerMilch und Milchschaum.
Bei der klassischenSiebträgermaschine werden diese Zutaten mit Dampf, den die Maschine produziert, zubereitet. Eine Milchschaumdüse wird hierzu in ein geeignetes Gefäß mit Milch getaucht und so lange, unter geeigneter Auf- und Abwärtsbewegung heißer Dampf eingeblasen, bis die Milch sich erwärmt und stabilerSchaum entsteht, der dann, je nach Rezept, mit dem Kaffee gemischt wird.
Das einfachste, notwendige Zubehör ist in diesem Fall ein geeignetesMilchaufschäumkännchen. In der Regel aus Edelstahl, handelt es sich hierbei um einen kleinen Stieltopf oder ein Kännchen mit hitzefestemGriff.
Der Rand ist dabei meist rund gebogen oder mit einem Ausgießer versehen, der es ermöglicht, warme Milch abzugießen. Milchschaum wird üblicherweise mit einem geeigneten Löffel umgefüllt.
Wer sich die, grade bei kleinenEinsteigergeräten, teilweise recht diffizile Aufgabe des Milchaufschäumens mit Dampf ersparen möchte, für den bietet der Handel verschiedene Alternativen.
Neben elektrischenSchneebesen und manuellen Aufschäumern mit Pumpmechanismus, mit denen vorgewärmte Milch aufgeschäumt werden kann, sind hier besonders elektrischeMilchaufschäumer zu nennen. Optisch ähneln diese Geräte häufig Wasserkochern.
In ihnen wird die Milch erwärmt und mit einem eingebautenRührwerk aufgeschäumt. Bei einigen Modellen kann das Rührwerk ausgetauscht und ebenfalls kalte Milch aufgeschäumt werden.
Abschlagbehälter
Eine gut eingestellte Siebträgermaschine, der korrekteWasserdruck, die richtigeMengeKaffeemehl in der korrektenMahlung richtig angedrückt, ergeben zusammen einen optimalenExtraktionsprozess, der dem Kaffee den Großteil seiner wertvollen Geschmacks- und Aromastoffe entzieht.
Übrig bleibt der sogenannteKaffeetrester. Bevor der nächste Kaffee gebrüht werden kann, muss dieser sorgfältig aus dem Siebträger entfernt werden. Die einfachsteMethode hierfür ist das Leeren über einem Ausschlagbehälter.
Der runde oder eckige Behälter aus Hartkunststoff, Metall oder Holz verfügt über einen herausnehmbaren Stab, den Abschlagbalken aus Silikon, mit einem Metallkern, auf den der Siebträger geschlagen wird, damit das verbrauchte Kaffeemahl herausfällt.
Ein Ausschlagbehälter sollte stabil, standfest, leicht zu entleeren und unproblematisch zu reinigen sein. Auch hier finden sich einfache preiswerteModelle, wie auch hochwertig verarbeitete und designte Modelle zu entsprechend hohenPreisen.
Siebträgermaschinen reinigen und pflegen
Sauberkeit ist eine der Grundvoraussetzungen für dauerhaft hoheKaffeequalität und ungetrübtenGenuss. Man unterscheidet hierbei die regelmäßigeReinigung, nach jedem Brühvorgang und eine solche, die in der Regel zumindest wöchentlich durchgeführt werden sollte.
Tägliche Reinigung
Einige Schritte sind empfohlen, wenn man über den Tag hinweg oder auch über mehrere Tage nicht auf gleichbleibendeKaffeequalität verzichten möchte:
Eine regelmäßige Reinigung der Dampflanze, nach jeder Verwendung, ist aus hygienischen Gründen besonders wichtig. Hierzu werden Milchreste einfach mit einem feuchtenTuch abgewischt. Ein kurzerDampfstoß entfernt Milchreste aus dem Düsenkopf.
Das Sieb im Siebträger sollte regelmäßig gereinigt werden. Ein einfachesDurchspülen und anschließendes Auswischen sollte Kaffeemehlreste und Kaffeeöle zuverlässig entfernen. Sogenanntes Flushen, das heißt, ein kurzer Wasserstoß durch die Brühgruppe,ohne montierten Siebträger, entfernt nicht nur Kaffeemehlreste, es sorgt, besonders bei Zweikreismaschinen, zudem dafür, dass Brühwasser in optimaler Temperatur vorgehalten wird.
Mit einer Gruppenbürste können nach dem BrühvorgangKaffeemehlrückstände schonend entfernt werden.
Der Auffangbehälter unter der Abstellfläche für Tassen sollte regelmäßig geleert und gereinigt werden.
Wöchentliche Reinigung
Um hartnäckigereVerschmutzungen zu entfernen und langfristig eine mangelfreie Funktion der Siebträgermaschine zu gewährleisten, empfiehlt sich eine gründlichereReinigung im Wochenturnus.
Das Brühsieb sollte gründlich unter Zuhilfenahme von Kaffeefettlöser gereinigt werden.
Die Dampflanze sollte so weit wie möglich demontiert werden und möglichst über Nacht in Milchschaumreiniger eingeweicht werden, um verbliebene Milchreste vollständig zu entfernen.
Mittels Blindsieb sollte die Brühgruppe gereinigt werden. Das normale Lochsieb wird gegen einen Einsatz ohneLöcher ausgetauscht. Mit etwas Kaffeefettlöser wird der Siebträger wieder montiert und der Brühvorgang gestartet. Hierdurch wird die Brühgruppe gespült und gereinigt. Da Druck und heißes Wasserentweichen können, ist hierbei besondere Vorsichtgeboten. Anschließend sollte einige Male ohne Siebträger der Brühvorgangausgelöst werden, um Reinigungsmittelreste restlos zu entfernen.
Alle weiteren Teile: Siebträger, Blindsieb und Lochsieb sollten ebenfalls mit Kaffeefettlösergereinigt werden. Plastikteile sollten nicht mit diesem in Berührung kommen. Zum Abschluss sollten alleTeile gründlich unter fließendemWasserabgespült werden.
Nach Montage aller gereinigter Teile schließt ein letztmaliges Spülen der Brühgruppe die wöchentliche Reinigung ab.
Entkalken der Siebträgermaschine
Je nach lokalerWasserhärte empfiehlt sich für ungetrübten Kaffeegenuss die Verwendung eines Wasserfilters.
Trotzdem ist eine regelmäßige Entkalkung der Siebträgermaschine empfohlen, auch um langfristig Schäden am Gerät zu vermeiden.
Eine Entkalkung sollte immer ausschließlich nach den Vorgaben des Herstellers und mit von diesem empfohlenenReinigern durchgeführt werden. Genaue Informationen kann man der jeweiligen Bedienungsanleitung entnehmen.
Bekannte Hersteller
Siebträgermaschinen genießen seit vielen Jahren wachsende Beliebtheit. Besonders Geräte die sich für Privathaushalte eignen, werden trotz der damit verbundenen Investition deutlich gefragt.
Mit der Nachfrage wuchs in den letzten Jahren auch das Angebot. Verschiedene Hersteller überzeugen dabei bei Siebträgermaschinen-Tests immer wieder mit ihrem Angebot.
De’Loghi
ECM
Gastroback
La Pavoni
Quick Mill
Seit 1977 betätigt sich die italienischeFirma De’Longhi erfolgreich im Segment der Haushaltsgeräte. Die Firma hat sich seit vielen Jahren einen Namen auch in der Produktion von Siebträgermaschinen und vor allen Dingen Kaffeevollautomaten gemacht.
Siebträgermaschinen werden von De’Longhi als Espressomaschinen in vergleichsweise einfacherAusführung im unterenPreissegment angeboten.
Die ECM Manufacture GmbH zählt zu den Premiumherstellern von Siebträgermaschinen in Profiqualität.
Die Edelstahlgeräte überzeugen durch klassischesDesign, liegen aber auch preislich deutlich im professionellen Bereich.
Die Gastroback GmbH ist ein breit aufgestellter Anbieter für Haushaltsgeräte aller Art. Neben klassischenSiebträgermaschinen finden sich auch passende Kaffeemühlen und Milchaufschäumer.
Gastroback bietet sowohl günstigeEinsteigergeräte, als auch ein breites Angebot im mittlerenPreissegment und einige hochpreisigePremiummodelle.
Die italienischeFirma La Pavoni bietet sowohl professionelle als auch semiprofessionelleSiebträgermaschinen.
Besonders beliebt sind die ästhetisch ansprechenden Kolbenmodelle, mit ihrer bei echten Liebhabern beliebten Technik des manuellen Druckaufbaus.
Ebenfalls aus Italien stammen seit 1945 die verschiedenen Modelle der Firma Quick Mill. Im mittleren und oberenPreissegment werden auch Siebträgermaschinen für den privaten Gebrauch angeboten.
Als nützliche Alternative zu Kaffeevollautomaten, bietet Quick Mill Kombinationen aus Siebträgermaschine und separaterKaffeemühle in einemGehäuse.
Fachhandel vs. Internet
Besonders im Semiprofessionellen und professionellen Bereich sind Siebträgermaschinen häufig mit größerenInvestitionen verbunden. Das Vertrauen in eine Bezugsquelle ist dabei Grundvoraussetzung.
Da der Bedienungskomfort bei Siebträgermaschinen ein maßgebliches Entscheidungskriterium darstellt, werden vielen Interessierten Bilder und meist werbende Produktbeschreibungen meist nicht ausreichen und eine ausgiebigere Begutachtung des echtenGerätes gewünscht sein. Insofern ist hier der Fachhandel klar im Vorteil.
Das Internet bietet jedoch die Möglichkeit, sich eingehend mit den harten Fakten eines Angebotes zu befassen und so zum Beispiel technischeDatenverschiedener Geräte zu vergleichen.
Siebträgermaschinen Tests und Kundenbewertungen bieten zudem die Möglichkeit, Schwachstellen aufzudecken, die erst im Laufe einer Nutzung auffallen würden.
Der Kauf im Fachhandel bietet zudem auch langfristig einen Ansprechpartner vor Ort, der auch im Garantie- oder Gewährleistungsfall unkompliziert zur Verfügung steht.
Gerade Premiumhersteller bieten jedoch ungeachtet der Bezugsquelle ein Netz an Servicepartnern, die für Reparatur und Wartung zur Verfügung stehen. Der Kauf im Internet bietet zudem eine gute Möglichkeit zum Preisvergleich zwischen zahlreichen Anbietern.
Gerade bei hochpreisigen Angeboten ist schon ein minimaler prozentualer Unterschied oft mit maßgeblichen Preisunterschieden verbunden. Zudem bietet das Internet ein umfangreiches Zubehörangebot.
Fazit
Eine semiprofessionelleSiebträgermaschine ist für viele Kaffeeliebhaber ein Wunschtraum.ProfessionelleGeräte werden oft zu Preisen angeboten, die für eine privateNutzung nur selten zu rechtfertigen sind. Trotzdem entscheiden sich immer wieder Enthusiasten für eine Anschaffung und Hersteller tragen dem Kundenwunsch auch mit erschwinglichen Einsteigermodellen Rechnung.
Bei der Entscheidung für ein bestimmtesModell spielt nicht selten der Ruf des Herstellers eine Rolle. Außerdem ist das Design ein wichtiges Entscheidungskriterium. Hat man sich für eine Maschine entschieden, ermöglicht passendes Zubehör und eine sorgfältige Auswahl der bevorzugten Kaffeesorte mit wenig Übung die Zubereitung verschiedenster Kaffeespezialitäten, die sich mit Gastroqualität messen können und einen einfachen Filterkaffee blass aussehen lassen.
Alternativ zur Anschaffung einer Siebträgermaschine bieten viele HerstellerKaffeevollautomaten, die vergleichbare Ergebnisse mit deutlich geringerem Aufwand versprechen. Einschränkungen bei der Einflussnahme auf den komplexenBrühvorgang machen hieraus für echte Liebhaber jedoch einen minderwertigen Kompromiss.
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