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Wie funktioniert ein Schnurlostelefon?

Nahezu überall sind die innovativen Schnurlostelefone zu finden. Sowohl im Büro als auch im Heimbereich kommen sie oft zum Einsatz. Die schnurlosen Geräte haben ihren Namen aufgrund ihres fehlenden Hörkabels. Dank dieser neuen Konstruktion und Technik ermöglichen sie eine flexible Telefonie, denn die Reichweite der Geräte kann sich sehen lassen.

Im freien Gelände erreichen sie eine Reichweite von bis zu 100 Meter. Innerhalb von Gebäuden liegt die Grenze bei 30 Meter. Hier sind wir auch schon am Haupteinsatzort der Schnurlostelefone angelangt.

Doch wie funktionieren die kleinen und kompakten Mobilteile überhaupt? Vorab ist es wichtig zu wissen, dass die Telefone inklusive Basisstationen am Telefonanschluss angeschlossen werden. Hier unterscheidet man zwischen Analog und ISDN. Die Basisstation der schnurlosen Telefone funktioniert im Prinzip wie eine kleine Telefonanlage.

Wir möchten Ihnen in den kommenden Zeilen verdeutlichen wie ein Schnurlostelefon und die damit verbundene Sprachübertragung funktioniert.

Die unterschiedlichen Techniken der schnurlosen Sprachübertragung

• CT1 (in Deutschland verboten)

• CT1+ (in Deutschland verboten)

• CT2 (in Deutschland verboten)

• CT3

• DECT – Digital Enhanced Cordless Telecommunications

• DECT CAT-iq

• DECT over IP

• Voice over WLAN over IP

Wichtig: Seit dem 1. Januar 2009 sind die Funktechniken CT1, CT1+ und CT2 in Deutschland verboten. Schnurlose Telefone dürfen mit diesen Funkübertragungen nicht mehr betrieben werden. Wer die Telefone dennoch betreiben möchte, muss bei eintretenden Störungen anderer Dienste mit hohen Geldstrafen rechnen. Hier ist Vorsicht geboten, denn die betroffenen Geräte können weiterhin erworben werden. Hier gibt es bis heute noch kein Gesetz.

Denken Sie stets daran, auch wenn Sie die Telefone erwerben können, bedeutet dies noch lange nicht, dass diese auch legal in Betrieb genommen werden dürfen.

Die Sprachübertragung CT1

Der damals erlaubte CT1 Standard belegte ursprünglich über 40 HF Kanäle. Diese lagen in den Frequenzbereichen von 914 MHz bis 915 MHz sowie zwischen 959 MHz und 960 MHz. FSK und PSK kamen als Modulationsverfahren zum Einsatz. Die 40 analogen Kanäle verfügten über einen Abstand von 25 kHz. Die maximale Sendeleistung von 10 mW erreichte eine Reichweite von bis zu 300 Meter.

Die Signalübertragung erfolge nicht abhörsicher und analog. Nach diesem Standard wurden in erster Linie die Schnurlostelefone der Deutschen Telekom sowie der Post betrieben.

Dennoch wurde die Betriebserlaubnis derartiger Sprachübertragungen im Jahre 1998 verboten. Seitdem ist der Betrieb von CT1-Telefonen untersagt.

Das analoge Übertragungsverfahren CT1+

Dem Sprachübertragungsstandard CT1+ standen 80 HF-Kanäle zur Verfügung. Die Bereiche der Frequenzen liegen zwischen 885 MHz und 887 MHz sowie 930 MHz und 932 MHz. Dadurch wird der Betrieb der GSM Funkgeräte nicht gestört. Hinzukommt, dass der CT1+ Standard sehr strahlungsarm ist. Daher waren derartige Geräte zeitweise deutlich beliebter als Telefone mit DECT.

Nichtsdestotrotz dürfen die Geräte mit dem CT1+ Standard seit dem Jahre 2009 nicht mehr in Betrieb genommen werden.

Digitale Übertragung durch CT2

Auch Geräte mit dem CT2 Standard sind seit Januar 2009 verboten. Der Standard diente der digitalen Übertragung von Sprachen. Hierfür wird die Sprache mittels Adaptive Differential Pulse Code Modulation in kodierter Zusammensetzung übertragen. Die hohe Bandbreite von bis 32 kBit/s war vergleichbar mit der Sprachqualität eines Festnetzes.

Rund 40 digitale Kanäle mit einem Frequenzbereich von 864 MHz und 868 MHz stehen zur Verfügung. Der Abstand zwischen den einzelnen Kanälen beträgt 100 kHz.

CT3

Der obenerwähnte CT2 Standard wurde in das neue Sprachübertragungsverfahren CT3 weiterentwickelt. Heute nennt man CT3 auch DECT. Jedoch gibt es hier einen kleinen Unterschied – die verwendeten Frequenzbereiche. Geräte mit DECT arbeiten in Bereichen von 1880 MHz bis zu 1900 MHz. Der CT3 Standard liegt lediglich im Bereich zwischen 862 MHz und 866 MHz.

An diesem Punkt kann man sagen, dass sich Schnurlostelefone mit CT3 noch nie durchgesetzt haben. Sie verfügen höchstens über eine regionale Bedeutung.

DECT

DECT eignet sich hervorragend für die Schnurlostelefone. Die Bezeichnung stand ursprünglich für „Digital European Cordless Telephone“. Kurz darauf wurde der ausgeschriebene Name jedoch in „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ umgeändert.

Grundsätzlich sollte an diesem Punkt erwähnt werden, dass es sich bei den DECT Geräten nicht nur um Schnurlostelefone handelt. Im Vergleich zu allen anderen Telefonstandards wurde DECT aufgrund definierter Zugriffsprotokolle immer beliebter und somit von wichtiger Bedeutung. Die sogenannten Access Profile ermöglichen ein problemloses Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Telefonnetzen. Hierzu zählen zum Beispiel GSM oder ISDN.

Gemeinsam mit dem GAP Standard bieten DECT Schnurlostelefone zahlreiche Anwendungsgebiete. Diese konnten vor einiger Zeit lediglich mit Funkgeräten und Funkrufempfängern abgedeckt werden.

Voice over WLAN

Voice over WLAN sorgt für eine neue Innovation. Der Übertragungsstandard hat das Bedürfnis die schnurlose Telefonie in die IT-Infrastruktur zu integrieren. Dies gelingt, indem das bereits vorhandene WLAN einfach mitverwendet wird.

Grundsätzlich gilt allerdings zu bedenken, dass WLAN ausschließlich für die kabellose Datenübertragung entwickelt wurde, daher kann es bei der schnurlosen Telefonie zu Einschränkungen kommen.

Die Reichweite der WLAN Bandbreite ist äußerst gering, daher eignen sich derartige Schnurlostelefone für private Haushalte eher weniger. Genau aus diesem Grund greifen die Nutzer nahezu immer zu den Schnurlostelefonen mit DECT-Übertragung, denn diese bieten eine komfortable und problemlose Funktion.

Die eigentliche Funktionsweise der beliebten DECT Schnurlostelefone

Wir möchten uns nun der Funktionsweise der innovativen DECT Telefone widmen. Wie bereits erwähnt verfügen sie über den perfekten Übertragungsstandard für alle beliebigen Schnurlostelefone. Die Geräte halten sich stets an den technischen Standard für die DECT Schnurlostelefonie.

Die Basisstation des Telefons sendet durchgehend mit der gleichen Leistung. Hier ist die Rede von einer Spitzenleistung. Diese Vorgehensweise erfolgt unabhängig davon, ob ein Telefongespräch geführt wird oder nicht. Sollte kein Telefonat geführt werden, so senden die Basisstation permanent Bereitschaftssignale aus.

Sowohl die DECT Signale des Mobilteils als auch die der Basis sind periodisch gepulst. Die Pulsfrequenz liegt hier bei 100 Hertz.

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