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So wird ein Schnurlostelefon sicher und umweltschonend entsorgt

Schnurlostelefone der neuesten Generation bieten einen hohen Komfort – das veranlasst viele Verbraucher zum Austausch mit dem alten Schnurlostelefon. Wer noch ein nach analogem Funkverfahren arbeitendes Schnurlostelefon besitzt, hat einen triftigen Grund, sich für ein modernes Schnurlostelefon im digitalen DECT-Standard zu entscheiden.

Doch wohin mit dem alten Schnurlostelefon? Schnurlostelefone sind elektronische Kleingeräte und dürfen nicht einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Dem Verbraucher bieten sich mehrere Möglichkeiten, das alte Schnurlostelefon umweltfreundlich und sachgerecht dem Wertstoffkreislauf zuzuführen.

Das neue Elektroschrott-Gesetz

Mit die beste und einfachste Methode ist die Vermeidung von Elektroschrott. Wer sein noch funktionsfähiges altes Schnurlostelefon verschenkt oder verkauft, muss sich um die Entsorgung keine Gedanken machen und bereitet einer anderen Person womöglich eine Freude. Führt an der Entsorgung dennoch kein Weg vorbei, hilft dem Verbraucher das seit dem 25. Juli 2016 geltende Elektroschrott-Gesetz.

Darin legt der Gesetzgeber fest, dass jeder Elektronikhändler mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern elektronische Kleingeräte zurücknehmen müssen, deren längste Kante nicht länger als 25 cm ist.
Dies trifft auf fast alle schnurlosen Telefone, Handgeräte und Basisstationen zu. Das Gerät muss nicht bei dem Händler gekauft worden sein, bei dem es zurückgegeben wird.

Der Haken an dem Gesetz ist, dass bei Nichterfüllung keinerlei Bußgelder vorgesehen sind und der Händler lediglich eine Abmahnung riskiert. Daher kam es seit Inkrafttreten des Gesetzes bereits mehrfach zu Weigerungen von stationären Händlern, die sich mit der Durchführung der Vorgabe überfordert sahen und online bestellte Kleingeräte nicht zurücknehmen wollten. Doch gibt es für den Verbraucher weitere Möglichkeiten, wie er sein schnurloses Telefon umweltgerecht der Wiederverwertung zuführen kann.

Akkus entnehmen und im Handel entsorgen

Die Handgeräte von Schnurlostelefonen besitzen meist entnehmbare Akkus. In vielen Fällen sind die Akkus als Mignonzellen ausgeführt. Alle Geschäfte, die Batterien oder Akkus verkaufen, sind zur Rücknahme der Energiespeicher verpflichtet. Auch hier kommt es nicht darauf an, dass die Zellen in dem Fachgeschäft gekauft wurden.

Im Gegensatz zum noch neuen Elektroschrottgesetz hat sich die Rücknahme der Batterien und Akkus seit vielen Jahren etabliert und zahlreiche Geschäfte haben Behälter für die Aufnahme der verbrauchten Energiespeicher aufgestellt.

Auf diese Weise kann sich der Verbraucher schon bei der nächsten Drogerie oder im nächsten Supermarkt der Akkus entledigen. Und wo nun mit den Geräten hin? Die lokalen Wertstoffhöfe der Entsorgungsbetriebe bieten eine kostenlose Möglichkeit an, elektronische Kleingeräte wie Schnurlostelefone abzugeben. In vielen Kommunen muss sich der Verbraucher dazu nicht auf den langen Weg zum nächsten Wertstoffhof machen. Entsorgungsbetriebe setzen oftmals Wertstoffmobile, die in einzelnen Orten und Stadtteilen zu bestimmten Tagen halt machen. Hier kann der Nutzer seine elektronischen Kleingeräte abgeben.

Anruf beim Kundensupport

Viele vermeintliche Defekte lassen sich durch den telefonischen Support des Herstellers beheben. Oftmals reicht bereits das Update mit einer neuen Firmware oder die Änderung einer Einstellung zur Behebung eines Defekts. Liegt ein Hardware-Fehler vor, sollte der Kunde auf eine Nachbesserung durch den Händler bestehen.

Dieses Recht hat der Kunde unabhängig davon, ob er das schnurlose Telefon im stationären Fachhandel oder im Onlineshop gekauft hat. Ist die Gewährleistungsfrist nach zwei Jahren abgelaufen, bleibt nur die Entsorgung. Für private Verbraucher bietet die Post mit dem Projekt Electroreturn eine bequeme und kostenlose Form der Entsorgung von elektronischen Kleingeräten an. Voraussetzung ist, dass das Handgerät und die Basisstation des Schnurlostelefons jeweils in einen Maxibrief passen. Die Versandmarke lässt sich online kostenlos ausdrucken. Passt der Umschlag nicht in den nächsten Briefkasten, kann er auch bei der nächsten Postfiliale abgegeben werden.

Auf Nachbesserung bestehen

Beim Kauf eines Schnurlostelefon hat der Käufer eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von 2 Jahren.
Erleidet das Gerät in diesem Zeitraum einen Defekt, kann er den Schaden beim Händler reklamieren und auf eine Reparatur oder einen Ersatz des Gerätes bestehen.

Leider wissen viele Verbraucher nicht um ihre Rechte und nehmen es schicksalshaft hin, wenn das neue Schnurlostelefon bereits nach wenigen Monaten seinen Geist aufgibt oder unbrauchbar wird. Innerhalb der ersten 6 Monate nach dem Kauf liegt die Nachweispflicht beim Händler. Er muss nachweisen, dass der Schaden durch unsachgemäße Behandlung des Verbrauchers verursacht wurde. Nach Ablauf des ersten halben Jahres muss der Verbraucher belegen, dass der reklamierte Defekt aufgrund eines Fabrikationsfehlers oder eines vorzeitigen Verschleißes verursacht wurde. In vielen Fällen lassen die Händler jedoch Kulanz walten und verzichten auf den Nachweis durch den Kunden.

Defekt oder Akkus leer?

Ein häufiger, vermeintlicher Defekt sind ausgelaugte Akkus. Hiervon betroffen sind vor allem Besitzer älterer Schnurlostelefone, in deren Handgeräten noch Nickel-Cadmium-Akkus sitzen. Nicht selten sind die Akkus fest verbaut, so dass um eine umweltgerechte Entsorgung und den Neukauf eines aktuellen Schnurlostelefon kein Weg vorbeiführt.

Lassen sich die Akkus entnehmen, kann durch Einsetzen leistungsstarker Lithium-Ionen-Akkus wieder die volle Sendeleistung erreicht werden und unvermittelte Gesprächsabbrüche werden beseitigt.

Die Instandsetzung eine Schnurlostelefon trägt dazu bei, überflüssigen Elektroschrott zu vermeiden und die Nutzungsdauer von elektronischen Geräten zu verlängern. Dies kommt der Umwelt und dem Budget des Verbrauchers direkt zugute.
Ist der Zeitpunkt zur Entsorgung eines schnurlosen Telefons gekommen, sollte auf eine umweltverträgliche Beseitigung des Geräts geachtet werden.

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