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Auf der sicheren Seite – einen Gasgrill korrekt anschließen

Bevor der gemütliche Grillabend mit Freunden beginnen kann, stehen einige wichtige Aufgaben an, um einen reibungslosen, erfolgreichen und vor allen Dingen ungefährlichen Umgang mit einem Gasgrill zu gewährleisten. Wie bei allen Maschinen und Geräten, die mit Gas oder anderen brennbaren Stoffen arbeiten, gilt es auch bei einem Gasgrill, einige Regeln und Empfehlungen zu beachten, um sich und andere keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Allem voran gilt es hier, eine gewisse Sorgfalt walten zu lassen. Die hier erläuterten Schritte zum Anschluss eines neuen Gasbehälters an einen Gasgrill, sollte man vor dem ersten praktischen Einsatz, zumindest in Gedanken, einige Male durchspielen. Je öfter man sie tatsächlich ausführt, desto leichter werden die einzelnen Schritte von der Hand gehen. Um eventuelle Besonderheiten einzelner Gasgrill-Modelle berücksichtigen zu können, empfiehlt es sich, vor dem Anschluss die Bedienungsanleitung genauer zu studieren.

 Auf der sicheren Seite – einen Gasgrill korrekt anschließenGrund zur Sorgfalt besteht nicht erst beim eigentlichen Anschluss an den Gasgrill. Schon im Vorfeld empfiehlt es sich, einige Punkte zu beachten:

  • Gasflaschen sollten mit Bedacht gelagert werden. Während der Grillsaison bleibt eine angebrochene Flasche in der Regel am besten am Grill montiert. Außerhalb dieser Periode sollten Gasflaschen jedoch vom Grill getrennt werden. Der Lagerplatz sollte sorgsam gewählt werden. So ist ein Kellerraum zum Beispiel wider Erwarten schlecht geeignet. Durch eine Beschädigung der Flasche könnte es hier zu einer gefährlichen Gasansammlung kommen.
  • Von besonderer Bedeutung bei der Lagerung ist die ausreichende Belüftung des Lagerplatzes. So können Gasflaschen optimal auch im Freien gelagert werden. Dabei sind selbst in unseren Breiten übliche Minustemperaturen kein Grund zur Besorgnis.
  • Sowohl das gebräuchliche Propangas, als auch die üblichen Metallflaschen sind gegenüber diesen Temperaturen unempfindlich. Bei der Wahl des Ortes sollte jedoch ebenfalls darauf geachtet werden, dass Gasflaschen nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Diese könnte zu einer starken Erhitzung und damit einer gefährlichen Ausdehnung des enthaltenen Gases führen.
  • Werden mehrere, sowohl gefüllte als auch leere Flaschen an einem Ort gelagert, empfiehlt sich eine Kennzeichnung, zum Beispiel durch einen farbigen Aufkleber oder sonstige Markierung, um volle von leeren Flaschen auf den ersten Blick unterscheiden zu können. Dies vermeidet die böse Überraschung, wenn an einem Sonntag noch schnell eine vermeintlich volle Flasche an den Grill angeschlossen werden soll.
  • Die gleiche Sorgfalt sollte dem Transport einer neuen Gasflasche vom gewählten Händler nach Hause gelten.
  • Gasflaschen sollten im Auto möglichst einzeln transportiert werden. Am besten geeignet zum Transport sind der Kofferraum oder der Fußraum hinter dem Beifahrersitz.
  • Gemeinsam mit einer Gasflasche sollten keine weiteren brennbaren Materialien transportiert werden.
  • Eine neue Gasflasche sollte erst direkt vor Fahrtantritt eingeladen werden.
  • Die Flasche sollte durch eine Metallkappe gesichert und so befestigt werden, dass sie kein größeres Spiel während der Fahrt hat.
  • Ein Transport ohne geeignete Schutzabdeckung kann im Zweifelsfall ein hohes Bußgeld nach sich ziehen.
  • Der Fahrzeuginnenraum sollte während des Transports gut gelüftet werden.
  • Beachtung gilt selbstverständlich auch dem Aufstellort des Gasgrills an sich. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass neben einem stabilen Untergrund keine leicht brennbaren in direkter Umgebung zu finden sind und eine angeschlossene Gasflasche nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung oder anderen Wärmequellen ausgesetzt ist.

Anschluß eines GasgrillsSind die Voraussetzungen für Transport, Lagerung und Aufstellung geschaffen, kann der eigentliche Anschluss eines Gasbehälters an einen Gasgrill in Angriff genommen werden.

  • Vor dem Anschluss einer neuen Gasflasche, gegebenenfalls bereits vor Anschaffung einer solchen, muss die alte, möglichst vollständig entleerte Flasche demontiert werden. Auch wenn die Flasche vermeintlich vollständig geleert ist, sollte hier die gleiche Sorgfalt gelten, wie beim Anschluss einer gefüllten Flasche.Geringe Restmengen können sich immer noch im Behälter befinden, bei unsachgemäßem Vorgehen entweichen und sich im schlimmsten Fall unkontrolliert entzünden. Außerdem kann eine unachtsame Demontage zu Beschädigungen an Anschlüssen und Leitungen führen, die sich beim Wiederanschluss oder im Betrieb bemerkbar machen.
Während der Anschlussarbeiten sollte der Deckel des Gasgrills immer geöffnet sein. So wird eine Ansammlung unbeabsichtigt entweichenden Gases sicher vermieden.
  • Sowohl bei Demontage, als auch bei Montage eines Gasbehälters sollten alle Ventile vollständig geschlossen sein.
  • Vor dem Anschluss muss als erstes die Schutzkappe entfernt werden. Diese besteht aus Metall oder stabilem Kunststoff, ist gesetzlich für den Transport vorgeschrieben und signalisiert durch ihre Farbe den Typ des enthaltenen Gases. Für Gasgrills übliches Propangas wird durch eine rote Kappe gekennzeichnet. Die Kappe wird durch einen Metallbügel gesichert. Nachdem dieser herausgezogen wurde, kann sie einfach nach oben abgenommen werden.
  • Zusätzlich werden neue oder neu befüllte Flaschen mit einer Schutzabdeckung der Ventilöffnung ausgeliefert. Ein meist aufgeschraubter Verschluss verhindert unbeabsichtigtes Ausströmen, schützt Ventil und Gewinde zusätzlich vor Beschädigungen und dient darüber hinaus als Garantiesiegel. Meist ist die Abdeckung durch einen verbundenen Plastikring am Ventil befestigt, sodass sie am Ventil verbleibt und zu späterem Zeitpunkt einfach wieder aufgeschraubt werden kann. Vor Anschluss muss auch diese Kappe entfernt werden.
  • Vor der Montage sollten alle Schläuche und Verbindungsteile auf sichtbare Beschädigungen oder Verschleiß geprüft werden. Vorhandene Dichtungen sollten ebenfalls kontrolliert und regelmäßig ausgewechselt werden.
  • Als erstes wird der Druckregler / Druckminderer an das Ventil der Gasflasche angeschlossen. Dies geschieht über eine Schraubverbindung mit Linksgewinde. Der Druckminderer passt den hohen Druck der Gasflasche an den notwendigen, niedrigeren Druck für den Betrieb des Gasgrills an (30 oder 50 mbar).

Die Befestigung sollte ausschließlich per Hand oder mit einem speziellen Gasregler-Schlüssel erfolgen. Eine Wasserpumpenzange oder ähnliches Werkzeug sind ungeeignet und können zu gefährlichen Beschädigungen des Ventils führen.
  • Je nach Grillmodell wird die Gasflasche vor oder nach dem Anschluss in einer dafür vorgesehenen Halterung befestigt. Hierzu gibt die Bedienungsanleitung des Herstellers Auskunft.
  • Bevor das Ventil geöffnet wird und der Grill damit einsatzbereit ist, können die Verbindungsstellen und auch die Leitungen zusätzlich auf Dichtheit geprüft werden. Hierzu dient spezielles Lecksuchspray. Dieses wird auf Leitungen und Verbindungsstellen aufgesprüht und anschließend die Gaszufuhr geöffnet. Bilden sich an den besprühten Stellen kleine Bläschen, ist dies ein Hinweis auf Undichtigkeiten. Anstelle des speziellen Lecksuchsprays eignet sich auch eine einfache Mischung aus Wasser und haushaltsüblichem Spülmittel. Sollten bei diesem Vorgang Leckagen festgestellt werden, sollten betroffene Bauteile umgehend fachgerecht ausgetauscht werden.
Auf einen Betrieb des Gasgrills sollte, selbst bei minimalen Undichtigkeiten, unbedingt verzichtet werden.
  • Bei allen Anschlussarbeiten sollte darauf geachtet werden, dass ohne übermäßigen Krafteinsatz gearbeitet wird. Die Schraubverbindungen eines intakten Gasgrills sollten einfach herzustellen sein. Gelingt dies nicht, kann dies auf eine Beschädigung hinweisen. Übermäßige Gewalt oder ungeeignetes Werkzeug können zudem eine solche Beschädigung verursachen.
  • Sind alle Verbindungen erfolgreich hergestellt kann das Flaschenventil vollständig geöffnet werden. Der Grill ist nun betriebsbereit.
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