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Keramikmesser Test - f√ľr scharfe und pr√§zise Schnitte - Vergleich der besten Keramikmesser 2019

Mit einem Keramikmesser lassen sich verschiedene K√ľchenarbeiten schnell und sauberer erledigen.F√ľr unsere Bestenliste hat unser Team verschiedene Tests im Internet gepr√ľft. Daraus konnten auch Wertungen zu Messerbl√∂cken, Set-Teilen, Hitzebest√§ndigkeit u. v. m. eingebracht werden.

Keramikmesser Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

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Die Geschichte des Keramikmessers

Die Geschichte des Keramikmessers ist die konsequente Weiterentwicklung der Geschichte des Messers an sich. Bereits in der Altsteinzeit, vor bis zu 2,5 Mio. Jahren, finden sich die ersten messerartigen Schneidwerkzeuge. Aus Stein, Knochen oder aus Holz gefertigt, ermöglichten sie es vor allen Dingen tierische Beute zu erlegen und zu zerteilen.

Da die Ern√§hrung mit Fleisch eine wichtige Grundlage f√ľr die evolution√§re Entwicklung des Menschen darstellte, ist die Erfindung des Messers als ebensolche zu betrachten.

Die zunehmende F√§higkeiten in der Metallverarbeitung f√ľhrten zu einer stetigen Weiterentwicklung des Messers, √ľber Kupfer, Bronze, Eisen, bis hin zum heute noch haupts√§chlich gebr√§uchlichen Messerstahl.

Keramikmesserset der Marke EchtwerkEine besondere Rolle, die sich bis heute auswirkt, kommt im Bereich der Entwicklungsgeschichte des Messers den L√§ndern Asiens zu. Hier besteht eine mehr als zweitausendj√§hrige Tradition in der Herstellung von Messern h√∂chster G√ľte.

Erste Versuche Keramik als Schneidstoff einzusetzen, erfolgen im Jahr 1938, durch den deutschen Materialwissenschaftler Werner Oskar Ewald Osenberg, an der Technischen Universit√§t Dresden. Seine Untersuchung der Eigenschaften von Oxidkeramik wurde jedoch vom Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und der Umstellung der Forschung auf R√ľstungsbelange unterbrochen und erst in den 50er Jahren fortgesetzt.

Seit den 80er Jahren wird Keramik, beginnend vor allen Dingen durch japanische Firmen, zur Herstellung von Messern genutzt. Dabei ist Zirkoniumoxid das Material, das sich bisher als am geeignetsten erwiesen hat und als Zirkonia-Keramik den Markt hochwertiger Keramikmesser dominiert.

Vor ihrem Einzug in Profi- und Hobby-K√ľchen wurden Keramikmesser bereits in der Forschung und Industrie eingesetzt. Hier kommen einige ihrer besonderen Materialeigenschaften zum Tragen, die f√ľr ihre Anwendung in der K√ľche von geringerer Bedeutung sind. Hierzu z√§hlen chemische und physikalische Eigenschaften, wie die geringe Leitf√§higkeit, die Reaktionstr√§gheit und die magnetischen Eigenschaften der Keramik.

Materialeigenschaften

Seine Schneid- und Gebrauchseigenschaften zeichnen den bisher gebr√§uchlichen Messerstahl als besonders geeignet f√ľr die Herstellung von K√ľchenmessern aus. Das Material hat jedoch auch deutliche Schw√§chen, in denen es moderner Schneidkeramik und aus ihr gefertigten Messern deutlich unterlegen ist. Diese Eigenschaften sind in der Hauptsache chemischer und physikalischer Art.

Im Gegensatz zu einfacher Keramik ist Oxidkeramik, aus der moderne Keramikmesser hergestellt werden, deutlich härter und verschleißfester als Stahl.

Keramikmesser sind deutlich schärfer als vergleichbare Messer aus Stahl.

Dabei sind sie leichter und die durch Schleifen erzeugte Sch√§rfe h√§lt, bei gleicher Belastung, rund zehnmal so lange an, wie jene von Messern aus Metall. Grundlage f√ľr diese Materialeigenschaften sind zum einen der enorme Druck von rund 20.000 t/qm und Temperaturen von √ľber 1.000 Grad, die bei der Herstellung zum Einsatz kommen.

Keramikmesserset der Marke EchtwerkGleichzeitig ist Keramik s√§ureresistent und reagiert demzufolge nicht mit den zu schneidenden Lebensmitteln. Keramikmesser sind rostfrei, dadurch auch f√ľr eine Reinigung in der Sp√ľlmaschine geeignet, geruchs- und geschmacksneutral.

Auch wenn die Oberfl√§che eines Messers aus Edelstahl vollkommen glatt erscheint, ist sie es mikroskopisch betrachtet in deutlich geringerem Ma√üe, als eine Klinge aus Keramik. Dies verursacht die beschriebenen hygienischen Eigenschaften eines Keramikmessers, an dem Nahrungsr√ľckst√§nde deutlich weniger anhaften. Geruch, Geschmack und nicht zuletzt Allergene werden durch ein Keramikmesser folglich deutlich schlechter √ľbertragen, was seine Eignung im privaten, wie im professionellen K√ľchenbetrieb stark erh√∂ht.

Keramik als Schneidmaterial hat jedoch nicht nur Vorteile. Neben rein √§sthetischen Gesichtspunkten, derentwegen sich mancher Anwender aus Gewohnheit nicht an den Umgang mit Keramikmessern gew√∂hnen kann oder will, ergeben sich diese ebenfalls aus den physikalischen Eigenschaften der Keramik. Keramik ist nicht nur h√§rter und leichter als Metall, sie ist auch spr√∂der und weniger flexibel. Auch wenn hochwertige Keramikmesser ann√§hernd so belastbar sind, wie vergleichbare Modelle aus Stahl, so sind der Belastbarkeit doch Grenzen gesetzt. Keramikmesser sind weniger biegsam und nicht vollst√§ndig bruchsicher. Ein ung√ľnstiges Herunterfallen oder ein unsachgem√§√üer Einsatz k√∂nnen eine Keramikklinge besch√§digen oder schlimmstenfalls zerst√∂ren.

Ein weiterer, bereits angesprochener Unterschied zwischen klassischen Messern aus Stahl und Keramikmessern ist deren Gewicht. Keramikmesser sind deutlich leichter als solche aus Messerstahl. Das hat den positiven Aspekt, dass die Arbeit mit Keramikmessern leichter von der Hand geht und gerade bei umfangreicheren Aufgaben erm√ľdungsfrei gearbeitet werden kann. Andererseits erweist sich bei einigen Aufgaben gerade das Eigengewicht eines Messers als Unterst√ľtzung. Der Druck, der gerade bei gro√üen Messern vom Eigengewicht ausgeht, muss beim leichten Keramikmesser zus√§tzlich aufgebracht werden.

Pflege eines Keramikmessers

Zur Pflege eines Keramikmessers gehört allem voran der sachgerechte Umgang.

Aufgrund der beschriebenen Materialeigenschaften sind sie f√ľr einzelne Aufgaben ausdr√ľcklich nicht geeignet. Dazu z√§hlen Hebeln, Hacken und Ausbeinen. Der Versuch Gefrorenes oder Knochen mit einem Keramikmesser zu schneiden, kann dieses nachhaltig besch√§digen. Der enormen Sch√§rfe eines Keramikmessers sollte auch durch Vorsicht im Umgang damit Rechnung getragen werden.

Als Schneidunterlage eignen sich beim Einsatz von Keramikmessern am besten solche aus Holz oder Kunststoff. Unterlagen aus Glas oder Stein, die im Umgang mit Messern aus Stahl gelegentlich wegen ihrer hygienischen Eigenschaften geschätzt werden, sind in Kombination mit Keramikmessern ungeeignet, da auch sie die Messerklinge beschädigen können.

Die Reinigung eines Keramikmessers ist vergleichsweise unkompliziert. Zum einen ist die √úbertragung von Lebensmittelbestandteilen, auch zwischen unterschiedlichen, nacheinander geschnittenen Produkten, schon durch einfaches Abwischen der Klinge deutlich zu reduzieren, zum anderen sind Keramikmesser einfach zu reinigen, selbst in der Geschirrsp√ľlmaschine, die f√ľr die meisten Messer aus Stahl nicht empfohlen wird.

Auch an die Aufbewahrung stellen Keramikmesser Anspr√ľche, die √ľber jene an Stahlmesser hinausgehen. Kann man einfache Messer aus Metall relativ sorglos auch gestapelt und mit anderen K√ľchenutensilien zusammen, zum Beispiel in einer K√ľchenschublade aufbewahren, k√∂nnte dies ein Keramikmesser durchaus besch√§digen. Die Klinge eines Keramikmessers sollte also zumindest durch eine H√ľlle gesch√ľtzt werden. Idealerweise werden Keramikmesser in einem geeigneten Messerblock aufbewahrt, in dem die Klingen, einzeln gelagert, vor Besch√§digung gesch√ľtzt sind.

Keramikmesserset der Marke Gr√§weDie Klingen von Keramikmessern sind bei den meisten Modellen wei√ü. Die Farbe ist als √§sthetisches Merkmal vom Hersteller frei gew√§hlt und eine Vielzahl anderer F√§rbungen w√§ren m√∂glich, wobei sich vornehmlich wei√ü und schwarz durchgesetzt haben. Wei√üe Klingen sind dabei grunds√§tzlich anf√§llig f√ľr Verf√§rbungen. Normale Verschmutzung l√§sst sich in der Regel einfach entfernen. Starke Verf√§rbungen lassen sich durch ein mildes Scheuermittel, zum Beispiel handels√ľblichen Ceranfeldreiniger oder ein mildes Bleichmittel entfernen.

Härtetest

Ein entscheidendes Kriterium f√ľr die Qualit√§t eines Messers ist seine Sch√§rfe und seine_Schnitthaltigkeit_, also die Dauer unter Verwendung, in der diese Sch√§rfe ohne Nachschleifen bestehen bleibt. Wiederum ausschlaggebend f√ľr Sch√§rfe und Schnitthaltigkeit ist die H√§rte der Klinge eines Messers. Nur eine besonders harte Klinge kann optimal geschliffen werden. Je d√ľnner sie geschliffen wird, desto sch√§rfer ist die Klinge, je h√§rter sie ist, desto l√§nger h√§lt sie diese Sch√§rfe.

Die H√§rte einer Messerklinge wird nach einem technischen Pr√ľfverfahren f√ľr Werkstoffe bestimmt. Dabei wird ein Diamantkegel mit einem festgelegten Druck auf den Werkstoff gepresst und die Eindringtiefe gemessen. Hieraus ergibt sich ein Messewert, angegeben in HRC, H√§rte nach Rockwell. Je h√∂her dieser Wert, desto h√§rter der Werkstoff, in diesem Fall die Messerklinge.

Eine Stahlklinge hat eine H√§rte zwischen 52 HRC und 65 HRC. Preisg√ľnstige Modelle bieten oft nur eine H√§rte von 52 bis 53 HRC und sind so schon nach k√ľrzester Zeit stumpf und erfordern regelm√§√üiges Nachschleifen.

Die H√§rtebestimmung nach Rockwell ist ein Messverfahren f√ľr Metalle und kann nicht einfach auf Keramikmesser angewendet werden. Trotzdem lassen sich Vergleichswerte angeben. So liegt die H√§rte eines Keramikmessers bei bis zu 67 HRC.

Bei besonders g√ľnstigen Keramikmessern besteht die Klinge oft nicht vollst√§ndig aus Keramik. Sie besitzen einen Kern aus sogenanntem VG 10 Stahl.

Keramikmesserset der Marke Topmulti SchärferKeramikmesser nachschleifen

Keramikmesser sind um einiges schärfer als klassische Messer aus Stahl. Durch ihre hohe Härte sind sie zudem deutlich schnitthaltiger, das heißt, ein Nachschleifen ist seltener notwendig als bei Stahlmessern. Dennoch sind auch Keramikmesser nicht verschleißfrei.

Das Nachschleifen eines Keramikmessers ist nicht so problemlos, wie man es von Messern aus Stahl gewohnt ist. Hier kommt meist ein einfacher Wetzstahl zum Einsatz, der vielen Messersets bereits beiliegt und auch dem unge√ľbten Anwender befriedigende Ergebnisse erm√∂glicht.

H√§ufig wird empfohlen, das Nachschleifen eines Keramikmessers einem ausgewiesenen Fachmann zu √ľberlassen. Einige Hersteller bieten in diesem Zusammenhang sogar die M√∂glichkeit, Messer einzusenden. Diese werden dann vom Hersteller professionell nachgearbeitet und an den Kunden zur√ľck geschickt. Dies ist nat√ľrlich die optimale, wenn auch nat√ľrlich aufwendigste Methode.

Mit etwas Übung und geeignetem Werkzeug lassen sich Keramikmesser jedoch auch selber schleifen. Hierzu bedient man sich entweder eines einfachen Diamant-Schleifsteins, mit einer 1000er Körnung oder eines professionellen Schleifgerätes. Beide sind mit einer Investition verbunden, die wiederum das Schleifen durch den Fachmann oder den Hersteller nahelegen.

Hat man sich trotzdem f√ľr das eigenh√§ndige Schleifen entschieden, ist Sorgfalt die oberste Devise. Fehler beim Nachschleifen k√∂nnen die Klinge eines Keramikmessers nachhaltig besch√§digen.

Beim Sch√§rfen mit einem Diamantschleifstein wird die Keramikklinge von beiden Seiten im flachen Winkel √ľber den feuchten Stein geschoben, wobei sie zur Messerspitze hin gedreht wird. Entscheidend f√ľr ein optimales Ergebnis ist dabei der Winkel, in dem die Klinge gef√ľhrt wird. Es ist dringend empfohlen, sich vor den ersten eigenh√§ndigen Schleifversuchen eingehend mit der Technik zu besch√§ftigen. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen und sogar einige Video-Tutorials, die das Sch√§rfen eines Keramikmessers vermitteln wollen. Zudem sollten die Anweisungen beachtet werden, die einem Diamantschleifstein beiligen.

Ein manueller oder elektrischer Messersch√§rfer vereinfacht das Nachsch√§rfen deutlich. Vor allen Dingen sorgt er f√ľr die problemlose Einhaltung des optimalen Schleifwinkels und verhindert so zus√§tzlich die Besch√§digung des Keramikmessers.

Messerarten

Keramikmesserset der Marke Rosenstein & S√∂hneVerschiedene Aufgaben stellen verschiedene Anforderungen an das Messer als K√ľchenwerkzeug. Im Laufe der Zeit haben sich deshalb unterschiedliche Messerformen entwickelt, die, jede f√ľr sich, f√ľr bestimmte Lebensmittel und Arten ihrer Bearbeitung geeignet sind. Daneben sind es meist pers√∂nliche Vorlieben, die eine Auswahl bestimmen. Auch Keramikmesser werden in verschiedenen Bauformen angeboten und eignen sich entsprechend f√ľr vielf√§ltige Aufgaben. Die spezifischen Eigenschaften des Material beschr√§nken die Vielfalt jedoch im Vergleich zu Messern aus Edelstahl. So sind Biegsamkeit und Belastbarkeit der Keramik begrenzt, was einige Messerformen grunds√§tzlich ausschlie√üt.

Filetiermesser

Auch als Filiermesser sind besonders zum Schneiden von Fleisch und Fisch in feinste Scheiben geeignet. Die schmale, d√ľnne Klinge ist flexibel und biegsam und deshalb gut dazu geeignet, an Knochen und Gr√§ten entlang zu schneiden oder zum Beispiel Fischfilets von der Haut zu trennen. Die erforderliche Biegsamkeit ist mit einem Keramikmesser nicht zu erreichen, weshalb Filetiermesser aus Keramik nicht angeboten werden.

Hackbeile

Das massive, schwere Hackbeil mit seinem stabilen Griff, eignet sich dazu, auch dicke, starke Knochen zu durchtrennen. F√ľr diese Aufgabe ist Keramik ungeeignet, da sie besch√§digt werden k√∂nnte.

Ausbeinmesser

Das Ausbeinmesser dient zur Weiterverarbeitung kompletter Fleischst√ľcke mit Knochen, Haut und Sehnen sind besondere Werkzeuge notwendig. Das Ausbeinmesser ist eines dieser Werkzeuge. In verschiedenen Ausf√ľhrungen angeboten, muss es gr√∂√üere Belastungen aushalten k√∂nnen.

Da direkt am Knochen gearbeitet wird, ist Keramik f√ľr diese Messerform grunds√§tzlich ungeeignet.

Dagegen bietet Keramik eine Vielzahl spezifischer Eigenschaften, die sie f√ľr die Verwendung mit bestimmten Messerformen besonders auszeichnen.

Gem√ľsemesser

Mit etwa neun Zentimetern ist die Klinge eines Gem√ľsemessers vergleichsweise kurz. Es eignet sich dadurch besonders dazu, Gem√ľse in kleine St√ľcke zu schneiden. Gem√ľsemesser aus Keramik sind aufgrund ihrer Sch√§rfe und des geringen Gewichtes besonders beliebt.

Keramikmesserset der Marke Beem mit BlockAllzweckmesser

Wie der Name andeutet, sind Allzweckmesser die universellsten Werkzeuge, besonders f√ľr die heimische Anwendung. Da sie sich sowohl zum Putzen und Schneiden von Gem√ľse, als auch zum Schneiden von Fleisch eignen, ersetzen sie gerade f√ľr weniger passionierte K√∂che eine Vielzahl spezifischer Sonderformen. Allzweckmesser aus Keramik sind eine der verbreitetsten und beliebtesten Formen, vor allen Dingen f√ľr Hobby-K√∂che, die erste eigene Erfahrungen mit dem Material sammeln m√∂chten. Die Klinge eines Allzweckmessers ist zwischen neun und 15 Zentimetern lang und l√§uft spitz zu und ist beidseitig geschliffen.

Kochmesser

Das Kochmesser √§hnelt dem Allzweckmesser. Mit 15 bis 26 Zentimeter ist es jedoch um einiges l√§nger als dieses. Seine ebenfalls etwas breitere Klinge dient zum Schneiden von Gem√ľse, genauso wie von Fleisch und Fisch. Durch die in Rundung spitz zulaufende Spitze eignet es sich besonders f√ľr einen Wiegeschnitt, mit dem Gew√ľrze und Kr√§uter geschnitten werden k√∂nnen.

Die pflegeleichten, scharfen Kochmesser aus Keramik sind f√ľr diese vielseitigen Aufgaben besonders geeignet.

K√ľchenmesser

Eine ebenfalls auf Vielseitigkeit bedachte Form ist jene des¬†K√ľchenmessers. Seine lange, schlanke und spitze Klinge eignet sich in gleichem Ma√üe zum Schneiden von Fleisch und Fisch, wie zum Zerteilen von Gem√ľse. Wie bei den anderen universellen Messerformen, machen sich auch beim K√ľchenmesser aus Keramik die besonderen Eigenschaften der Keramik bezahlt.

Santokumesser

Seit einigen Jahren besonders beliebt, in Hobbyk√ľche, wie auch bei Profis, sind Messer, die sich an der japanischen Form des Santoku orientieren. Das ‚ÄěMesser der drei Tugenden‚Äú ist nach seiner universellen Eignung f√ľr Fisch, Fleisch und Gem√ľse benannt und zeichnet sich durch seine besondere Formgebung aus. Der Messerr√ľcken und der Griff bilden ein Linie, wodurch die breite, nach unten vorstehende Klinge auf den ersten Blick an ein Hackbeil erinnert. Zum Zerteilen von Knochen ist das Santokumesser jedoch nicht geeignet, erst recht nicht die inzwischen gleichsam beliebten Modelle aus Keramik. Die Breite der Klinge kann bis zu 10 Zentimeter, seine L√§nge bis zu 20 Zentimeter betragen. Durch seine spezielle Form, die besonders viel Platz f√ľr die das Messer f√ľhrende Hand bietet, ist das Arbeiten mit dem Santokumesser besonders sicher.

Schälmesser

Das Sch√§lmesser ist eine der am h√§ufigsten genutzten Messerformen. Seine besondere Formgebung erm√∂glicht es, die Schale von Obst und Gem√ľse besonders d√ľnn vom Fruchtfleich zu l√∂sen. Wegen seiner geringen Gr√∂√üe und einer meist geschwungenen Griffform, liegt es dabei gut in der Hand. Sch√§lmesser aus Keramik unterscheiden sich in der Klingenform von klassischen Sch√§lmessern aus Stahl. Die Klinge ist bei beiden bis zu neun Zentimeter lang. Bei Metallmessern ist die Schneide oft geschwungen und erm√∂glicht dadurch ein leichteres Sch√§len. Messer dieser Form werden auch als_Tourniermesser_ bezeichnet. Diese Formgebung ist bei Keramikmessern un√ľblich, insofern √§hnelt das Keramik-Sch√§lmesser eher einem Gem√ľsemesser.

Tranchiermesser

Das lange etwa drei Zentimeter schmale Tranchiermesser dient dem servierfertigen Aufschneiden von Fleisch und Gefl√ľgel. Die herausragende Sch√§rfe der bis zu 30 Zentimeter langen Klinge macht ein Tranchiermesser aus Keramik zu einem besonders geeigneten Werkzeug.

Neben klassischen Messerformen werden Keramikklingen auch in anderen Schneidwerkzeugen eingesetzt, die heute in den meisten K√ľchen verbreitet sind. Auch hier punkten die positiven Eigenschaften der Keramik im Vergleich zu bisher √ľblichen Klingen aus Stahl.

Sparschäler

Sparsch√§ler sind in privaten K√ľchen weit verbreitet. Die n√ľtzlichen Helfer werden in verschiedenen Formen angeboten und dienen dem einfachen, schnellen und effizienten Sch√§len von Obst und Gem√ľse. Kartoffeln, Karotten, Spargel und viele andere Gem√ľsesorten k√∂nnen einfach von unerw√ľnschter Schale befreit werden, wenn die Zubereitung es erfordert. Die hohe Geschwindigkeit und das effiziente Arbeiten bezahlt man bei einigen Modellen mit einem erh√∂hten Reinigungsaufwand. In den schwingend gelagerten Klingen und ihrer Aufh√§ngung k√∂nnen sich Lebensmittelreste verfangen. Preiswerte Modelle aus Metall sind oft rostanf√§llig und deswegen nicht f√ľr die Sp√ľlmaschine geeignet. Ein Nachsch√§rfen ist in der Regel nicht vorgesehen und mit einfachen Mitteln nicht zu realisieren. Sch√§ler mit Klingen aus Keramik sind einfacher zu reinigen, nicht anf√§llig f√ľr Rost und bleiben deutlich l√§nger scharf, als Modelle aus einfachem Metall.

K√ľchenreiben

Als Gem√ľsehobel bekannt, greifen viele Hobbyk√∂che zu K√ľchenreiben aus Kunststiff, bei denen zu schneidendes Gem√ľse √ľber eine eingebaute Klinge gef√ľhrt und so in Scheiben oder Streifen geschnitten wird. Wie beim Sparsch√§ler zeigen Metallklingen auch hier Einschr√§nkungen und Schw√§chen. Keramikklingen bieten alle Vorteile, die langanhaltend zuverl√§ssiges und pr√§zises Arbeiten und eine einfache Reinigung erm√∂glichen.

N√ľtzliches Zubeh√∂r

Keramikmesser sind im Vergleich zu Messern aus Stahl sehr pflegeleicht. Wenn man einige Grundregeln beachtet, die eine Besch√§digung verhindern, hat man lange Freude an der anhaltenden Sch√§rfe der Klinge aus Keramik. Einiges n√ľtzliches Zubeh√∂r sorgt daf√ľr, dass diese Sch√§rfe und damit die Qualit√§t eines Keramikmessers √ľber lange Zeit unver√§ndert erhalten bleibt oder wenn n√∂tig wieder hergestellt werden kann.

Keramikmesserset der Marke Topmulti Messerblöcke

Die Aufbewahrung eines oder mehrere Keramikmesser ist ein zentraler Aspekt, wenn es um die notwendige Sorgfalt im Umgang mit dem Material geht.

Keramikmesser sind hinsichtlich ihrer Belastbarkeit besser, als ihr Ruf gelegentlich vermuten lässt. So sind gerade hochwertige Modelle entschieden belastbarer und bruchsicherer als die gerade in der Anfangszeit verbreiteten Billigmodelle. Trotzdem sind Keramikmesser nicht unzerstörbar. Deshalb sollte gerade bei ihrer Lagerung darauf geachtet werden, dass eine Gefährdung der Klinge zuverlässig ausgeschlossen werden kann.

Keramikmesser sollten deshalb sicherheitshalber immer einzeln aufbewahrt werden.

Um dies platzsparend zu gewährleisten, empfiehlt sich die Verwendung eines Messerblocks als
optimale Methode. Gerade bei der Verwendung verschiedener Messerarten einer Herstellerserie ist ein Messerblock zudem ein optisch reizvoller Blickfang in einer geschmackvoll eingerichteten K√ľche und macht sich als Anschaffung so doppelt bezahlt. Einige Hersteller bieten bereits komplette Messersets, die mit einem solchen Messerblock ausgeliefert werden.

Liegen klassische Stahlmesser unproblematisch √ľbereinander in einer Schublade, kann das Zusammenschlagen zweier Keramikklingen oder der unachtsame Kontakt mit anderen harten Gegenst√§nden die extrem d√ľnne Klinge eines Keramikmessers durchaus besch√§digen.

Messerbl√∂cke gibt es in einer unendlichen Vielfalt an Formen und Farben, die f√ľr keinen Anwender W√ľnsche offen lassen sollten. Auch die Auswahl an Materialien oder Materialkombinationen ist so gro√ü, wie nicht zuletzt auch die Preisspanne angebotener Modelle. Grunds√§tzlich unterscheiden kann man solche Modelle, die speziell auf meist im Paket angebotene Messer ausgerichtet sind und solche, die universell einsetzbar sind. Bei Messerbl√∂cken f√ľr spezielle Messer, sind die Aussparungen, in die die Messerklingen zur sicheren Aufbewahrung eingef√ľhrt werden, in Gr√∂√üe und Form genau an die jeweiligen Messermodelle angepasst. Universelle Messerbl√∂cke haben Aussparungen die f√ľr verschiedene Klingenformen- und gr√∂√üen geeignet sind. Hieraus ergibt sich meist eine Varianz, die einzelne Messer mehr oder weniger stabil im Messerblock sitzen l√§sst. Eine Alternative sind Messerbl√∂cke mit einer F√ľllung aus flexiblem Material, zum Beispiel einem B√ľndel aus Kunststofff√§den, die sich den eingesteckten
Messern optimal anpassen. Im Gegensatz zu anderen Varianten sind diese Messerblöcke nicht auf eine maximale Zahl an Messern festgelegt. Wie viele Messer sie fassen, hängt letztlich von Größe und Platzbedarf der eingesteckten Messer ab.

Messerschärfer

Wie bereits beschrieben, sind Keramikmesser zwar deutlich schnitthaltiger als vergleichbare Modelle aus klassischem Messerstahl, bei regelm√§√üigem Einsatz l√§sst jedoch die Sch√§rfe auch bei einer Keramikklinge fr√ľher oder sp√§ter merklich nach. Wenn man sich nicht f√ľr ein empfohlenes Nachschleifen durch einen Fachbetrieb oder den Hersteller entscheidet, ist die Anschaffung notwendigen Zubeh√∂rs zum Nachschleifen unvermeidlich.

  • DiamantschleifsteinSchleifsteine
    Diamantschleifsteine sind die preiswerteste und gleichzeitig f√ľr den Laien unsicherste M√∂glichkeit, einem abgenutzten Keramikmesser neue Sch√§rfe zu verleihen. Im Stein eingelagerte Diamantpartikel eignen sich aufgrund ihrer H√§rte, die jene von Oxidkeramik noch √ľbertrifft, durch Verschlei√ü verursachte Unebenheiten einer Messerklinge durch Schleifen zu beseitigen.

Ausschlaggebend f√ľr die Qualit√§t eines Diamantschleifsteins sind dabei zwei Faktoren: seine Planheit und seine Widerstandsf√§higkeit gegen ein Hohlschleifen. Nur eine absolut ebene Oberfl√§che, die auch nach vielfacher Nutzung eine plane Fl√§che beh√§lt, eignet sich dauerhaft, eine Messerklinge zuverl√§ssig zu sch√§rfen. Dabei unterscheidet man, vergleichbar zum Beispiel mit klassischem Schmirgelpapier, bei Diamantschleifsteinen verschiedene K√∂rnungen, mit denen nass geschliffen werden sollte. Die K√∂rnung definiert sich aus Gr√∂√üe und Zahl der auf der Oberfl√§che des Schleifsteins aufgebrachten Diamantpartikel. Optimal zur Sch√§rfung eines Keramikmessers ist eine 1000er K√∂rnung.

Diamantschleifsteine werden in unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Der Aufbau des Schleifsteins bestimmt dabei seinen Preis:

Massive Blöcke aus Stahl oder Aluminium, plan gefräst, werden mit Diamantpartikeln beschichtet. Diese in ihrer Herstellung aufwendigste und darum auch teuerste Variante bietet optimale Eigenschaften hinsichtlich Planheit und deren Haltbarkeit.

D√ľnne Stahlplatten werden mit Diamantsteinen beschichtet und auf eine plane Unterlage aus Aluminium geklebt.

Eine Kupfer- oder Kunststofffolie wird mit Diamanten beschichtet und auf eine geeignete Unterlage geklebt.

* Schleifmaschinen

Schleifmaschinen bieten eine sichere, leicht zu bedienende Alternative zu einfachen Schleifsteinen. In der Regel sind sie so aufgebaut, dass der Ger√§tek√∂rper mit einer Hand gehalten wird, w√§hrend mit der anderen die Messerklinge durch einen daf√ľr vorgesehenen Schlitz gezogen und dabei gesch√§rft wird. Aufgrund dieser Bauweise muss darauf geachtet werden, ob eine Schleifmaschine f√ľr Rechts- oder Linksh√§nder geeignet ist. Dies ist zum einen von der Anbringung notwendiger Bedienelemente abh√§ngig, zum anderen von einer eventuelle vorgeschriebenen Richtung, in die eine Klinge zum Sch√§rfen durchgezogen werden muss.

Schleifmaschinen werden in der beschriebenen Form als rein mechanische und als elektrische Varianten angeboten. Bei der elektrischen Bauform werden die eingebauten Schleifrollen angetrieben und so ein effektiverer Schleifvorgang gew√§hrleistet. Bei beiden Varianten ist das Schleifergebnis gr√∂ber, als beim manuellen Nassschleifen mit einem Diamantschleifstein, zudem ist der Materialabtrag h√∂her. Daf√ľr kann mit einer Schleifmaschine deutlich schneller gearbeitet werden und Fehler, wie sie beim manuellen Schleifen zum Beispiel durch einen falsch gew√§hlten Schleifwinkel entstehen k√∂nnen, sind bei sachgem√§√üer Bedienung weitestgehend auszuschlie√üen.

WMF Messerset
Eine weitere Variante, die sich jedoch alleine preislich eher f√ľr den professionellen Einsatz rentiert, sind Miniatur-Bandschleifer mit einem geeigneten Aufsatz f√ľr Keramikmesser, der die Messerklinge im optimalen Winkel an das rotierende Schleifband anlegt.

Klingenschutz

Wer auf einen Messerblock verzichten m√∂chte, dem bieten Schutzh√ľllen f√ľr Keramikklingen die geeignete Alternative. Viele Hersteller liefern ihre Messer bereits mit passenden H√ľllen aus, es findet sich jedoch auch ein umfangreiches Angebot an universal passenden Schutzh√ľllen f√ľr Klingen unterschiedlicher L√§nge und Breite. Im Gegensatz zum Messerblock eignet sich eine Schutzh√ľlle auch zum gefahrlosen Transport eines Keramikmessers. Angeboten werden einfache Modelle, aus meist transparenter stabiler Folie sowie solche aus massivem Kunststoff.

SchneidunterlageSchneidunterlagen

Schneidunterlagen gibt es in zahllosen Varianten. F√ľr Keramikmesser gibt es hier neben der Einschr√§nkung der geeigneten Materialien keine Empfehlungen, die von jenen f√ľr eine Verwendung mit anderen Messerarten abweichen w√ľrden. Das Material sollte grunds√§tzlich weicher sein, als das Material der Klinge, also als Keramik. Damit fallen Unterlagen aus Stein, Glas oder Metall aus. Schneidunterlagen f√ľr die Arbeit mit Keramikmessern sind idealerweise aus Holz oder Kunststoff. Im professionellen Bereich hat sich Kunststoff klar durchgesetzt, da dieses preiswert, leicht zu reinigen und zu pflegen und langlebig ist. Auch im privaten Bereich ist Kunststoff weit verbreitet, nicht zuletzt, weil er sich, im Gegensatz zu Holz, in der Regel f√ľr eine Reinigung in der Sp√ľlmaschine eignet.

Kaufentscheidung

Eine Kaufentscheidung ist von verschiedenen Faktoren abh√§ngig. Hat man sich f√ľr die Anschaffung eines Keramikmessers entschieden und damit die wenigen Schwachpunkte zugunsten der deutlichen Vorteile des Materials abgewogen, steht man vor einer umfangreichen Auswahl verschiedener Hersteller. An dieser Stelle sollen nur einige wenige der bekanntesten Namen genannt werden.

Kyocera

Trotz der geschichtlich belegten Forschung im Bereich der Nutzung von Oxidkeramik als Schneidmittel durch den Deutschen Werner Osenberg, muss das Keramikk√ľchenmesser als japanische Entwicklung betrachtet werden. Entsprechend z√§hlt die japanische Firma Kyocera zu den Marktf√ľhrern in diesem Bereich. In Deutschland haupts√§chlich durch Drucker und Kopierger√§te bekannt, bet√§tigt sich das Unternehmen, das 2014 zu den 2000 gr√∂√üten b√∂rsennotierten Unternehmen der Welt z√§hlte, in zahlreichen Bereichen. Unter anderem z√§hlen hierzu neben Photovoltaikanlagen und industriellen Zerspanwerkzeugen Keramikmesser, die in hoher Qualit√§t in allen bekannten Formen angeboten werden. Das Angebot liegt im mittleren und oberen Preissegment.

Böker

Die Heinrich B√∂ker Baumwerk GmbH ist ein deutscher Messerhersteller aus Solingen. Mit Produktionsst√§tten in Solingen, Buenos Aires, China und Taiwan z√§hlt das 1869 gegr√ľndete Unternehmen heute zu den f√ľhrenden Anbietern von Keramikmessern. Messer der Firma B√∂ker liegen im mittleren Preissegment.

Victorinox

Die 1884 gegr√ľndete Victorinox AG aus der Schweiz ist vor allen Dingen durch das von ihr produzierte Schweizer Offiziersmesser bekannt geworden. Victorinox besch√§ftigt etwa 1.700 Mitarbeiter weltweit und bietet Keramikmesser und Zubeh√∂r im mittleren und oberen Preissegment.

Design

Optische Gesichtspunkte sind zwar nicht ausschlaggebend f√ľr die Leistungsf√§higkeit und Pr√§zision eines K√ľchenmessers, sie beeinflussen aber, gerade im privaten Bereich, oft eine Kaufentscheidung ma√ügeblich.

Keramikmesser haben hier bei einigen Anwendern einen schweren Stand. Die optischen Eigenschaften der Keramikklinge und die √ľbliche Verwendung von einfachem Kunststoff f√ľr die Messergriffe, gehen zwar mit dem geringen Pflegeaufwand und den guten hygienischen Eigenschaften einher, gestalten Keramikmesser jedoch nicht immer besonders attraktiv und optisch hochwertig. Trotzdem bieten die verschiedenen Hersteller eine Bandbreite an Designs, die sich in Form und Farbgebung unterscheiden und f√ľr jeden Anwender eine zufriedenstellende Optik erm√∂glichen. Optik ist jedoch auch ein Ergebnis der Gewichtsverteilung und der Ergonomie.

Ein Messer muss nicht nur scharf sein, es muss, gerade f√ľr l√§ngeres Arbeiten, auch gut in der Hand liegen. Wenn m√∂glich sollte man also im Vorfeld davon √ľberzeugen,¬†dass ein Messer nicht nur optisch, sondern auch haptisch den Erwartungen entspricht.

Gem√ľsekorbMarke vs. NoName

Neben dem Angebot der genannten Markenhersteller findet sich, insbesondere im Internet, ein umfangreiches Sortiment an Keramikmessern weniger bekannter oder ausdr√ľcklicher NoName-Hersteller. Auch wenn man ein preisg√ľnstiges Angebot ohne Verbindung zu einem bekannten Hersteller nicht zwingend als minderwertig betrachten muss, ist doch Vorsicht beim Kauf angeraten. Da Hersteller nicht zwingend zu Angaben hinsichtlich Material und G√ľte verpflichtet sind und werbliche Angaben zu Produkteigenschaften wenig objektive Vergleichsm√∂glichkeiten bieten, z√§hlt beim Messerkauf oft das sprichw√∂rtliche Vertrauen. Da die Unterschiede in der Qualit√§t von Keramikmessern sehr deutlich ausfallen k√∂nnen, jedoch oft erst unter Belastung deutlich werden, wenn zum Beispiel durch einen Sturz oder Schnittversuche an zu hartem Material Sch√§den an der Klinge auftreten, ist ein verl√§sslicher Hersteller nicht zu untersch√§tzen. Insbesondere wenn es um Garantie- oder Gew√§hrleistungsanspr√ľche oder auch um
Serviceleistungen, wie das Nachschleifen eines verschlissenen Messers geht, macht sich die Wahl eines bekannten Herstellers schnell bezahlt.

Alternativen

Das Keramikmesser ist als moderne Alternative zum klassischen Messerstahl anzusehen. Dabei punktet es durch zahlreiche Vorteile, ist in einigen Aspekten jedoch auch unterlegen oder zeigt zumindest Schw√§chen. Parallel haben sich bereits einige weitere Varianten entwickelt, die jede f√ľr sich ebenfalls Vor- und Nachteile aufweisen. Auch wenn sie nicht ann√§hernd die Verbreitung genie√üen, wie Messer aus Stahl oder Keramik, lohnt sich ein Blick. Ob sich eine dieser Alternativen langfristig etablieren oder sogar durchsetzen kann, entscheidet der Markt und es ist zu erwarten, dass der Wissenschaft und der Forschung noch weitere Innovationen zu verdanken sein werden.

Messer aus Titan

Messer aus einer Titanlegierung teilen viele Eigenschaften der deutlich bekannteren Keramikmesser. Auch sie sind extrem leicht, bis zu 40% leichter als vergleichbare Modelle aus Stahl. Dabei liegt ihre Schnitthaltigkeit zwar unter jener eines Keramikmessers, jedoch deutlich √ľber der von Stahlmessern. Im Gegensatz zum Keramikmesser erfordert das Titanmesser keinen besonderen Schleifaufwand, sondern kann wie ein handels√ľbliches Stahlmesser nachgesch√§rft werden. Auch Titanmesser verf√ľgen √ľber eine Oberfl√§che, die extrem widerstandsf√§hig, einfach zu reinigen und damit hygienisch ist.

Damaststahl

Stahl ist nicht gleich Stahl. Die Qualität eines Stahls hängt unter anderem von seiner Zusammensetzung ab. Der Gehalt an Kohlenstoff, Mangan, Silizium und Nickel ist hierbei ausschlaggebend. Beim beliebten Damaststahl, auch bekannt als Damaszenerstahl, werden verschiedene Stahlsorten durch wiederholtes Falten und schmieden miteinander kombiniert. So entsteht die bekannte und beliebte Musterung einer Klinge aus Damaststahl. Neben der Optik soll die Technik die positiven Eigenschaften verschiedener Stähle vereinen. So sind Klingen aus Damaststahl besonders zäh, hart und trotzdem flexibel.

Mono-Stahl Karbon

Moderne Messer aus Stahl sind rostfrei. Um diese Eigenschaft zu gew√§hrleisten, wird der Stahl mit etwa 13% Chrom legiert. Die Rostfreiheit wird damit durch eine Ver√§nderung des Materialgef√ľges erkauft. Messer aus Mono-Stahl Karbon verzichten auf die Chromlegierung und verwenden Stahl mit m√∂glichst geringem Kohlenstoffanteil. Dieser Stahl ist sehr hart, daraus gefertigte Klingen erreichen eine H√§rte von bis zu HRC 60 und lassen sich enorm d√ľnn und damit scharf anschleifen. Daf√ľr sind Messer aus Mono-Stahl Karbon deutlich pflegeintensiver. Sie m√ľssen sofort nach jeder Verwendung gereinigt und sorgf√§ltig getrocknet werden, sind nicht f√ľr die Sp√ľlmaschine geeignet und sollten regelm√§√üig ge√∂lt werden.

Beschichtete Klingen

Anstelle der grundlegenden Wahl eines Klingenmaterials entscheiden sich einige Hersteller f√ľr eine Beschichtung einfacher Klingen aus Messerstahl. Dies erm√∂glicht eine Ann√§herung an die positiven Eigenschaften alternativer Materialien, ohne deren Einschr√§nkungen, zu meist deutlich geringeren Preisen. Bei besonders preiswerten Varianten hat die Beschichtung eher dekorativen Wert und erm√∂glicht die F√§rbung einer Messerklinge in allen Regenbogenfarben. Hier sind in der Regel nur die Flanken der Klinge beschichtet, die eigentliche geschliffene Schneide bleibt unbeschichtet. Einige Hersteller versehen ihre Klingen mit einer ausdr√ľcklichen Anti-Haftbeschichtung, die zum einen hygienisch vorteilhaft sein soll, zum anderen, zum Beispiel bei Schneiden von rohem Fisch, das Anhaften an der Klinge reduzieren und damit die Arbeit erleichtern soll. Zudem sch√ľtzt die Beschichtung die Klinge vor Korrosion und vereinfacht damit die Reinigung. Andere Beschichtungen, zum Beispiel solche aus Kohlenstoff,
werden explizit auf die Schneidkante aufgetragen, vermitteln dieser eine besondere Härte und damit Schärfe und optimieren damit die Schneidleistung eines Messers.

Fazit

Die Entscheidung f√ľr ein Messer h√§ngt von zahlreichen Faktoren ab. Gerade bei Hobbyk√∂chen geht es nicht immer alleine um rationale, messbare Faktoren wie Haltbarkeit, Sch√§rfe, Schnitthaltigkeit und Pflegeaufwand. Oft sind es optische Faktoren, die neben dem Preis eine Kaufentscheidung ma√ügeblich beeinflussen. Aus diesem Grund erfreuen sich Messer aus Damaststahl, oft in Formen die der asiatischen Herkunft nachempfunden sind, besonderer Beliebtheit. F√ľr nicht wenige Hobbyk√∂che macht ein edles Messer einen Koch aus und die Bereitschaft auch gr√∂√üere Summen in ein solches zu investieren, ist durchaus vorhanden. Vor diesem Hintergrund haben Keramikmesser einen schweren Stand. Die solide Wertigkeit eines Stahlmessers mit durchgehender Klinge und Heft aus Edelholz ist schwer mit der n√ľchtern modernen Optik eines Keramikmessers mit Kunststoffgriff zu vergleichen. Trotzdem gibt es eine Vielzahl an Argumenten, die f√ľr moderne Keramikmesser sprechen.

Besonders Köche, die sich an ihren Ergebnissen messen lassen möchten und zuverlässiges, schnelles und effizientes Arbeiten schätzen, sind mit Keramikmessern gut bedient. Bei sorgsamem Umgang bieten Keramikmesser auch langfristig optimale Voraussetzungen.

Egal f√ľr welche Art Messer man sich entscheidet, eine Anschaffung, besonders wenn sie mit einer gr√∂√üeren Investition verbunden ist, sollte nicht allzu leichtfertig get√§tigt werden. Das Interesse an neuen Materialien, wie zum Beispiel Keramikmessern, erzeugt auch immer ein gro√ües Angebot, nicht immer optimal verarbeiteter Modelle, die alle Versprechen der Werbung auch einhalten k√∂nnen. ‚ÄěWer billig kauft, kauft zweimal‚Äú muss nicht immer zutreffen, trotzdem sollte man nicht erwarten, dass Keramikmesser zu niedrigsten Preisen leisten k√∂nnen, was das Material prinzipiell, bei anst√§ndiger Verarbeitung zu leisten in der Lage ist.

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