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Wie gewinnt man Daunen für Daunendecken? Spannende Einblicke in die Produktion

Enten mit Daunenfedern für die Daunendecke auf dem TeichBei Daunen (auch als Dunen, Flaumfedern oder Unterfedern bezeichnet) handelt es sich um Federn mit einem kurzen Kiel sowie sehr langen, weichen sowie strahlenförmig angeordneten Federästen, die keine Häkchen aufweisen.

Durch Körperbewegungen sind die Federäste bei lebenden Vögeln negativ geladen und weisen den größtmöglichen Abstand zueinander auf. Im Daunenkleid der Tiere bilden sich dadurch Luftpolster, welche vor Hitze oder aber Kälte schützen. Bei den meisten Vogelarten bilden die Daunen das Unterkleid, welches sich unter den Konturfedern befindet.

Das Federkleid von vielen Jungvögeln, welches aus Nestlingsdaunen gebildet wird, weist lediglich modifizierte Konturfedern auf – es handelt sich dabei nicht um echte Daunen.

Die Eigenschaften von Daunen

Der Daunendecken Test zeigt: Daunen weisen eine sehr hohe Elastizität auf. Werden sie in der Hand gedrückt und dann wieder losgelassen, entfalten sie schnell ihr vorheriges Volumen. Sie sind zudem deutlich leichter als andere Federtypen und können aufgrund der dreidimensionalen Struktur deutlich mehr Luft einschließen.

Diese Eigenschaft der Daune wird zur Wärmedämmung genutzt und in der daunenverarbeitenden Wirtschaft mit der Bausch- oder Füllkraft beschrieben. Das Gewicht der Daunen ist von der Vogelart und –rasse sowie dem Alter der Vögel abhängig.

Wie werden Daunen gewonnen?

Bei der Gewinnung von Daunen muss eine Unterscheidung zwischen „Schlacht- bzw. Totrupf“ und „Lebendrupf“ („Pusztarupf“) vorgenommen werden. Es können also Daunen sowohl nach dem Tod oder Schlachten eines Tieres als auch zu dessen Lebzeiten gewonnen werden.

So genannte Eiderdaunen haben eine besondere Stellung, denn sie stammen von freilebenden Eiderenten und werden aus den Nestern der Weibchen gesammelt, welche diese zur Auspolsterung während der Brut verwenden.

Einzelne Daunenfeder für eine DaunendeckeFedern und somit auch Daunen fallen vor allem dort an, wo Geflügelzucht in einem großen Umfang betrieben wird. Dabei werden mehr as 90 Prozent des Daunen- und Federn-Weltaufkommens durch Schlachtrupf gewonnen. Nach der Schlachtung werden die Tiere dabei maschinell gerupft.

Der traditionelle „bäuerliche“ Lebendrupf sieht das Entnehmen der Daunen per Hand mehrmals im Jahr vor. Dabei wird der Mauserprozess der Vögel hormonell gesteuert, das alte Gefieder wird abgestoßen und neues wächst nach.

Die Daunen sind in diesem Fall nicht mehr fest angewachsen, weshalb diese Form des Lebendrupfs bei vorsichtiger Handhabung für die Tiere weitgehend ohne Schmerzen vonstatten geht.

In der gewerblichen und industriell betriebenen Vogelzucht wird aufgrund der großen Bestände (meist hunderttausende Tiere) auf individuelle Mauserfortschritte keine Rücksicht genommen. Die Tiere leiden dabei in der Regel unter Schmerzen und tragen Tierschutzorganisationen zufolge nicht selten Knochenbrüche oder andere Verletzungen davon. Die Kritik der Tierschutzorganisationen am Lebendrupf ist groß, immerhin liegt der Marktanteil von Daunen aus Lebendrupf bei etwa drei Prozent.

Verbraucher können aufgrund von nicht vorhandenen firmenunabhängigen Gütesiegeln oft nicht erkennen, woher die Daunen stammen. Ist doch ein Siegel angebracht, erweist sich dies oft als „wertlos“, denn die Anbieter können nicht belegen, woher die Daunen tatsächlich stammen.

Lebendrupf in der EU verboten

In EU-Ländern ist der Lebendrupf von Daunen mittlerweile verboten, allerdings erfolgen auch keine Kontrollen. Werden Daunendecken zu einem Schleuderpreis angeboten, sollten Verbraucher vorsichtig sein.

Denn trotz des EU-Verbots werden vor allem in Ländern wie China oder auch Ungarn die Daunen immer noch durch Lebendrupf gewonnen. Von derartigen Produkten sollten Verbraucher im Sinne des Tierschutzes die Finger lassen.

Daunen nicht nur in Daunendecken – Wo können noch Daunen enthalten sein?

Daunen sind aufgrund ihrer isolierenden und Wärme speichernden Eigenschaften sehr beliebt und kommen vor allem in Decken, aber auch Kopfkissen und Oberbetten vor. Sie besitzen antiallergische Eigenschaften und eignen sich deshalb vor allem für Bettwaren, da sie Hausstaubmilben abhalten können. Daunenbetten werden deshalb auch oft als „hypoallergen“ beworben.

Aber auch als Innenfutter von Winter- und Skibekleidung kommen Daunen gern zum Einsatz. Ein Hinweis wie „enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ verrät, dass in den Produkten Daunen verarbeitet wurden.

Neben den klassischen Daunendecken enthalten oft auch Schlafsäcke sowie Sofapolster und auch gepolsterte Matratzenbezüge Daunen.

Alternativen zu Daunen

Wer Produkte mit Daunen und anderen Federn kauft, ist oft damit konfrontiert, die tierquälerischen Machenschaften der Gänsefleisch- und Daunenindustrie zu unterstützen. Wer das nicht möchte, muss auf Alternativen wie Biobaumwolle, Hanf- oder Kapokfasern, Polyeser oder auch Acryl umsteigen und sollte vor dem Kauf nachfragen, ob im jeweiligen Produkt Daunen und Federn verarbeitet sind. Grundsätzlich kann man aber bei Daunendecken von nachhaltiger Produkten ausgehen, wenn die Decke nicht zum Billigpreis verkauft wird.

Die Daunendecke – Wie wird sie hergestellt?

Für die Füllungen von Bettdecken aus dem Daunendecken Vergleich kommen in der Regel Daunen und Federn von Gänsen und Enten zum Einsatz. Die Füllkraft ist umso höher, je größer der Daunenanteil ist. Dabei gilt: Je hochwertiger eine Daune ist, umso weniger Inhalt ist in der Decke notwendig. Eiderdaunen haben hierbei eine ganz besondere Stellung, denn sie weisen eine doppelt so große Wärmehaltung und Atmungsaktivität auf, wie herkömmliche Gänsedaunen.

In einer Daunendecke müssen mindestens 60 Prozent Daunen enthalten sein, ansonsten handelt es sich um ein Federbett. Daunen und Federn von Gänsen sind deutlich teurer, als von Enten, weshalb den Gänsefüllungen oft bis zu 30 Prozent Entendaunen untergemischt werden. Entsprechend bestimmten Normen dürfen nur maximal 10 Prozent Entendaunen in einer Decke enthalten sein, welche als Daunendecke mit „reinen Gänsedaunen“ deklariert wird.

Der verwendete Bezug einer Daunendecke muss nicht nur die Füllung aufnehmen, sondern auch deren Herausdringen verhindern. Wichtig ist außerdem, dass die Hülle geschmeidig, luftdurchlässig und leicht ist. Die Webart sollte fein und dicht sein, wie es beispielsweise bei fein gewebtem Baumwollgewebe der Fall ist. Daunen-Batist gilt als feinster, daunendichter Stoff, aber auch Mako-Satin kommt immer wieder zum Einsatz.

Im Gegensatz zu synthetischen Decken werden Daunendecken nicht in Körperform gesteppt. Hochwertige Daunendecken zeigen eine Karo- oder Kassetten-Steppung. Die Karo-Steppung kommt oft bei leichteren Decken zum Einsatz, während die Kassetten-Steppung für Winterdecken geeignet ist.

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