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Bergschuhe im Test auf ExpertenTesten
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Bergschuh Test - damit erklimmen Sie jeden Berg der Welt - Vergleich der besten Bergschuhe 2019

Mit dem passenden Bergschuh, wird jede Wanderung zu einem unvergesslichen Ereignis.FĂŒr unsere Bestenliste hat unser Expertenteam diverse Vergleiche und Tests im Internet kontrolliert und konnte daher Wertungen zu Farben, VerschlĂŒssen, Funktionen und weiteren Details aufzeigen.

Bergschuh Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

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Was ist ein Bergschuh?

Ein Test der Bergschuhe zielt darauf ab, dieses spezielle Schuhwerk zunĂ€chst im Detail zu definieren. Im Prinzip muss man beim Wandern durch die Berge nicht unbedingt spezielle Schuhe tragen, doch es ist auf jeden Fall sicherer, stabiles und rutschfestes Schuhwerk anzuziehen. Im Vergleich zu klassischen Wander- und Trekkingschuhen, die lediglich fĂŒr ebene Strecken entwickelt wurden, sind die Bergschuhe mit besonderen Extras ausgestattet. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es sich um einen Bergschuh handelt, ist die Schafthöhe. Diese reicht mindestens bis knapp ĂŒber den Knöchel und bewahrt die TrĂ€ger vor dem Umknicken. Damit bieten die Schuhe einen besonderen Verletzungsschutz.

Je nach Machart und Klassifizierung eignen sich die vielfĂ€ltigen Bergschuhe aus diversen externen Tests 2019 fĂŒr alpine Wanderrouten oder sogar fĂŒr Klettertouren. Neben den Klassifizierungen der Hersteller gibt es ein ĂŒbergeordnetes Bewertungssystem, an dem man sich orientieren kann.

Gute, stabile Bergstiefel helfen einem dabei, steile Strecken bergauf und bergab zu wandern. Durch ihre bedarfsgerechte Passform sorgen sie dafĂŒr, dass die FĂŒĂŸe nicht rutschen und vermeiden auf diese Weise die Entstehung von Hornhaut, Druckstellen und Blasen. Selbst auf Schotterpisten oder auf matschigen HĂ€ngen findet man in den stark profilierten Bergschuhen einen guten Halt und kommt nicht ins Rutschen. Damit ergĂ€nzen diese Bergschuhe die weitere Trekking- und KletterausrĂŒstung. Ohne dieses Schuhwerk wird das Wandern im Gebirge nicht nur unbequem, sondern manchmal auch gefĂ€hrlich.

Die diversen Bergschuhe sind fĂŒr verschiedene Terrains konzipiert worden. Im Allgemeinen sollte man zu möglichst stabilen Modellen greifen, je extremer die Bergtour wird und je mehr Gewicht man mit sich trĂ€gt.

Ambitionierte GipfelstĂŒrmer entscheiden sich daher zumeist fĂŒr besonders feste Bergschuhe mit einem sehr hohen Stiefelschaft. Wer hingegen auf leichteren Strecken unterwegs ist, fĂŒr den reichen die etwas niedrigeren und leichteren Bergschuhe aus.

Bergschuhe im Praxistest auf der Zugspitze

Das Magazin Bergsteiger hat zusammen mit Dr. Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit und Technologie in Garmisch-Partenkirchen und der Berg- und Skischule VIVALPIN acht Bergschuhe in einem umfangreichen Praxistest getestet.

FĂŒnf erfahrene BergfĂŒhrer trugen jedes Modell auf der gleichen Strecke bei „Sauwetter“ auf der Zugspitze. Es ging ĂŒber ebenen Grund, ĂŒber harte Schneefelder und anspruchsvolles GelĂ€nde. Sowohl beim Zustieg als auch beim Abstieg mussten sich die Bergschuhe bewĂ€hren.

Die Bergschuhe wurden fĂŒr den Test von den Herstellern zur VerfĂŒgung gestellt. Die Tester hatten dafĂŒr bei den verschiedenen Herstellern jeweils ein Modell steigeisenfeste Bergschuhe fĂŒr „anspruchsvolle Hochtouren mit Kletterpassagen bis zum IV. Grad“ angefragt.

Bergschuh TestGetestet wurden folgende Modelle

Bergschuh Dachstein StĂŒdlgrat
Bergschuh Hangwag Friction GTX
Bergschuh La Sportiva Trango Alp Evo GTX
Bergschuh Lowa Mountain Expert GTX
Bergschuh Lowa Valbona GTX
Bergschuh Mammut Magic Advanced High GTX
Bergschuh Salewa MS Rapace GTX
Bergschuh Scarpa Mont Blanc GTX

Es handelt sich hierbei ausschließlich um Topmarken und bekannte Modelle, weshalb es nicht ĂŒberrascht, dass eigentlich alle Bergschuhe ĂŒberzeugten konnten. Lediglich der Bergschuh Salewa MS Rapace GTX sei wegen der weichen Sohle fĂŒr Hochtouren mit Steigeisen ungeeignet. (bzw. „nur sehr begrenzt tauglich“). Er war das leichteste Modell im Test und vermittelt laut der Tester fast schon ein „Turnschuh-GefĂŒhl“. Empfohlen wird dieser Schuh darum eher fĂŒr Wanderer. Interessant ist hier, dass dieser Bergschuh auf Amazon sehr beliebt ist und aktuell auch „Amazon’s Choice“. Wahrscheinlich nutzen ihn viele KĂ€ufer fĂŒr nicht so anspruchsvolles GelĂ€nde.

Um Berge zu erklimmen, zeigte der Bergschuh Scarpa Mont Blanc GTX als ideal. Er ĂŒberraschte mit seiner besonders geformten Spitze. Durch sie kĂ€me man mit den Zehen so nah an den Fels, wie bei keinem anderen Modell. Zudem biete er auch bei langen Ab- und Zustiegen guten Komfort. Das Gewicht sei „konkurrenzfĂ€hig“. Der in Italien gefertigte Bergschuh ist allerdings auch ziemlich teuer.

Beim Bergschuh Hanwag Friction GTX zeigten sich die Tester erfreut, dass das Modell einen moderaten Preis hat, obwohl es in Deutschland gefertigt wird. Der Hanwag Friction macht einen besonders hochwertigen Eindruck, welcher Langlebigkeit verspreche. Die Sohle sei besonders griffig und biete auch auf Eis guten Stand. Der Schuh sei zwar etwas schwerer, aber sehr bequem und ein toller Allround-Bergschuh.

Wie funktioniert ein Bergschuh?

Lowa Bergschuh Mountain Boot GTX SchwarzEin Test der Bergschuhe bezieht sich auf die ideale Passform sowie auf die Spezialfunktionen dieses Schuhwerks. Die Schuhe mĂŒssen große Herausforderungen meistern, wenn sie auf den Klettersteigen zum Einsatz kommen.

Dabei geht es unter anderem um die prĂ€zise Beschaffenheit der Sohle, die einerseits auf eine hohe SoliditĂ€t abzielt und andererseits ein gewisses FeingefĂŒhl bei der Suche nach dem richtigen Tritt bieten muss. Zudem muss der Bergschuh rutschfest am Fuß sitzen, allerdings einen leicht flexiblen Schaft haben.

Nur durch die Beweglichkeit des Schafts ist man beim Bergsteigen und Klettern nicht in seinen Bewegungen eingeschrĂ€nkt. Einige Hersteller haben sich darauf spezialisiert, Schuhe fĂŒr den Kletterbedarf zu entwickeln.

Zu einer Bergtour gehört natĂŒrlich auch der Abstieg, fĂŒr den die Schuhe ebenfalls bestimmte Funktionen mitbringen mĂŒssen. Die AbhĂ€nge sind auch bergab nicht leicht zu bewĂ€ltigen. Wer sich auskennt, schnĂŒrt seine Bergschuhe noch einmal fest nach, bevor er sich auf den RĂŒckweg macht.

So kommt man nicht ins Abrutschen und kann die Strecke den Hang hinab relativ kraftsparend hinter sich bringen. Auch die Gefahr, umzuknicken, lĂ€sst sich mit fest geschnĂŒrten und robusten Bergschuhen deutlich senken.

Im Vergleich zu den Trekking- und Straßenschuhen mĂŒssen Bergschuhe also sehr viel mehr Strapazen aushalten und zugleich ein Plus an Sicherheit bieten. Das GelĂ€nde ist fĂŒr sie gleichermaßen Belastung und Herausforderung.

Die Hersteller möchten mit ihren robusten Schuhen alle AnsprĂŒche der zielstrebigen Bergwanderer und Kletterer erfĂŒllen. Genau darum achten sie auf eine möglichst gute SoliditĂ€t und FunktionalitĂ€t. Wie gut die Bergschuhe tatsĂ€chlich ihren Dienst tun, das hĂ€ngt aber auch davon ab, ob die KĂ€ufer die richtige Entscheidung treffen.

Dabei geht es um die Planung der zukĂŒnftigen Strecken aber auch um eventuelle körperliche Besonderheiten.

Als Extrafunktion sind einige Bergschuhe aus einem Test 2019 an der Laufsohle mit einer Art Selbstreinigungssystem versehen. Hierbei handelt es sich um eine Profilgummisohle, an der sich der Schmutz nicht halten kann. Das macht diese Sohlen sehr rutschfest und unempfindlich.

Vorteile & Anwendungsbereiche

GUGGEN MOUNTAIN M008v2 Herren Bergschuhe Wanderschuhe Wanderstiefel Outdoor Schuhe TrekkingschuheDie bergtauglichen Schuhe zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbst Strecken durch das Hochgebirge bewĂ€ltigen und die FĂŒĂŸe dabei optimal schĂŒtzen. Zu den unverzichtbaren VorzĂŒgen der Bergschuhe gehört dabei nicht nur der Komfort und die Sicherheit, sondern auch die Abriebfestigkeit.

Diese sorgt dafĂŒr, dass die Sohle mit dem ausgeprĂ€gten Profil auch auf glatten Steinen oder matschigem Boden nicht wegrutscht. Typisch ist außerdem die Ausstattung mit atmungsaktiver und wasserdichter Membran. Diese hĂ€lt KĂ€lte und NĂ€sse ab, wĂ€hrend sie zugleich die Feuchtigkeit nach außen leitet. Im Inneren des Schuhs ist also fĂŒr ein angenehmes Fußklima gesorgt.

Sehr wichtig ist der Schaft des Bergschuhs, der ĂŒber den Knöchel reicht und damit eine gute Trittfestigkeit bietet. Selbst wenn man durch eine Unachtsamkeit ins Stolpern gerĂ€t, findet man schnell wieder sicheren Halt.

Das robuste Außenmaterial und die feste Sohle sind außerdem ein sehr guter Schutz vor spitzen Steinen und StĂ¶ĂŸen.

Die Anwendungsbereiche fĂŒr die leichten und festeren Bergschuhe aus unserem Test sind sehr vielfĂ€ltig. Es lohnt sich schon, fĂŒr kleine Almwanderungen und leichte Trekkingtouren stabile aber leichte Bergstiefel anzuziehen.

Wenn das GelÀnde etwas gebirgiger wird, dann sollte man auf jeden Fall zu Bergschuhen greifen, denn hier ist die notwendige Sicherheit in einfachen Trekkingschuhen nicht mehr gegeben.

FĂŒr Wanderstrecken ins Hochgebirge sowie fĂŒr Klettersteig-Touren sind die Bergschuhe unverzichtbar. Auch in den alpinen Zonen, beispielsweise wenn es auf einen Gletscher geht, sollte man sich fĂŒr die richtige Kategorie der Bergstiefel entscheiden.

Bei der Auswahl der geeigneten Bergschuhe ist es wichtig, dass diese genau die richtige GrĂ¶ĂŸe haben. Im Rahmen der Anprobe sollte man Bergsocken tragen und gegebenenfalls auch Steigeisen testen, damit die Schuhe nicht zu klein sind.

Ohne einen solchen Test kommt es durch eine nicht passende Sohlenkonstruktion oder durch ungĂŒnstige Einlagen zu Druckstellen und Blasen an den FĂŒĂŸen. Zudem ist es sinnvoll, zu den Bergschuhen die idealen Socken auszusuchen.

Welche Arten von Bergschuhen gibt es?

Jack Wolfskin Vojo Hike Mid Texapore 4011361 Herren WanderschuheDie Bergschuhe aus diversen Tests 2019 lassen sich in verschiedene Typen aufteilen. Dabei geht es um die Eignung fĂŒr bestimmte GelĂ€ndeanforderungen aber auch um den Grundaufbau bzw. um die Höhe der Schuhe.

GrundsĂ€tzlich stehen die Bergschuhe in zwei Schafthöhen zur VerfĂŒgung: als Halbstiefel und als Stiefel. Je höher der Schaft des Schuhs ist, desto sicherer ist der Halt. Darum eignen sich Halbschuhe mit niedrigem Schaft nicht fĂŒr Bergtouren und werden deshalb nicht in unserem Vergleich erwĂ€hnt.

Die Bandbreite des Bergschuh-Sortiments lĂ€sst sich in vier Kategorien aufteilen. Bei den klassischen Bergschuhen aus einem externen Test handelt es sich um Schuhwerk, dass fĂŒr relativ einfache Bergrouten geeignet ist.

Diese entsprechen der Klassifizierung A. Die Bergschuhe mit der Kennzeichnung B werden auf Bergwegen, im felsigen GelĂ€nde und auf Winterwanderungen getragen. Auch gemĂ€ĂŸigte Bergsteige lassen sich mit den Bergschuhen der Kategorie B gut bewĂ€ltigen.

Die Schuhe aus der Kategorie C verfĂŒgen zusĂ€tzlich ĂŒber eine atmungsaktive und wasserresistente Membran. Je nach Aufbau eignen sie sich oft fĂŒr den Einsatz mit Steigeisen, wenn diese Passagen nicht zu lang sind.

Wenn es sich hingegen um Bergschuhe mit absoluter Steigeiseneignung handelt, dann tragen diese die Kennzeichnung D. Diese kommen auch im hochalpinen GelÀnde zum Einsatz, beispielsweise bei Gletscherwanderungen und an FelshÀngen.

UnabhĂ€ngig von der Klassifizierung sind die Wander- und Bergschuhe sehr strapazierfĂ€hig. Ihre atmungsaktive Beschaffenheit und die ergonomische Form machen dieses Schuhwerk sehr fußfreundlich.

Das Gewicht hĂ€ngt von der Klasse ab, ist jedoch im Allgemeinen so leicht wie möglich. Dennoch sorgen die Bergschuhe, die Testpersonen getestet haben, fĂŒr einen guten Schutz vor Verletzungen. DafĂŒr ist vor allem die Trittfestigkeit verantwortlich. Der Komfort der Schuhe lĂ€sst den Wanderern die Strecke leichter vorkommen: Auch das ist ein großer Vorteil bei diesem Schuhwerk.

Zu den Grundmerkmalen gehört eine weiche und trotzdem stabile Innengestaltung, sodass eine natĂŒrliche Bewegung möglich ist. Dadurch ermĂŒden die FĂŒĂŸe nicht so schnell, selbst wenn die Tour etwas anstrengender wird. Die SchnĂŒrung ist ebenfalls ein wichtiges Element. Sie hilft dabei, den Fuß zu stabilisieren, und lĂ€sst sich bei Bedarf variieren.

Trekkingschuhe sind im Grunde genommen keine Bergschuhe, trotzdem kann man sie im Bedarfsfall bei leichten und noch relativ ebenen Strecken tragen oder auch einen nur geringen Aufstieg damit bewĂ€ltigen. Die nachfolgende Auflistung der Vor- und Nachteile bezieht sich daher ausschließlich auf die Bergschuhe aus einem Test.

Lowa Bergschuh Mountain Boot GTXDie Vorteile von Bergschuhen in einem Test

  • Hohe Festigkeit,
  • gute Trittsicherheit durch starkes Profil,
  • Umknickschutz durch erhöhten Schaft,
  • oft variable SchnĂŒrung möglich,
  • StrapazierfĂ€higkeit,
  • Komfort und AtmungsaktivitĂ€t,
  • geringer Abrieb.

Die Nachteile in einem Test

  • Höheres Gewicht im Vergleich zu Lauf- und Trekkingschuhen,
  • nicht alle Bergschuhe sind fĂŒr alle EinsĂ€tze geeignet.
Im Folgenden möchten wir noch die VorzĂŒge und Nachteile von Lederschuhen auffĂŒhren. Das soll den Kaufinteressenten bei der Entscheidung zwischen Bergschuhen aus Leder und Schuhen aus innovativem Kunststoff erleichtern.

Die Vorteile von Schuhen aus Leder in einem Test

  • Gute AnpassungsfĂ€higkeit an den Fuß,
  • AtmungsaktivitĂ€t,
  • Vermeidung von Reibe- und Druckstellen,
  • ĂŒberzeugender Komfort.

Die Nachteile von Lederschuhen in einem Test

  • GrĂ¶ĂŸerer Pflegeaufwand,
  • hoher Kaufpreis.

So wurden die Bergschuhe getestet

Ein Test der Bergschuhe gibt Aufschluss ĂŒber die QualitĂ€tskriterien und ĂŒber die wichtigen Merkmale, auf die man beim Kauf achten sollte. NatĂŒrlich ĂŒberprĂŒfen die großen Hersteller ihre Produkte sehr genau, doch ein Test soll zeigen, wie gut diese QualitĂ€tskontrolle tatsĂ€chlich funktioniert.

Letztendlich mĂŒssen die Kaufinteressenten jedoch selbst feststellen, welche Passform fĂŒr sie am besten geeignet ist. Ob die Bergschuhe etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen oder einen besonders hohen Schaft haben sollen, fĂŒr diese Besonderheiten gibt es keine pauschalen RatschlĂ€ge. Mit unserem Vergleich möchte Expertentesten den Kunden einen Ratgeber an die Hand geben, der ihnen hilft, eine individuelle Entscheidung zu treffen.

  • Das Material

Welches Material ein Bergschuh haben sollte, hĂ€ngt vom vorwiegenden Einsatzgebiet und von den individuellen Ambitionen ab. Leder gilt als der Klassiker und ist sehr anpassungsfĂ€hig. Das macht die Lederschuhe so komfortabel, allerdings brauchen sie eine gewisse Pflege, um langfristig schön auszusehen. Das regelmĂ€ĂŸige Wachsen sorgt fĂŒr eine glatte OberflĂ€che, ob es sich um hochwertiges Rindsleder handelt oder um Spaltleder, das meistens nicht ganz so haltbar ist.

Im Allgemeinen ist das Fußklima in Lederschuhen besser als in beschichteten Bergschuhen. Allerdings gibt es auch bei den Kunststoff-Schuhen Vorteile, denn diese trocknen schneller. Typischerweise sind die Schuhe aus Kunststoff mit einer Membran versehen, welche den Fuß einerseits trocken hĂ€lt und schĂŒtzt, andererseits die AtmungsaktivitĂ€t einschrĂ€nkt.

GrundsĂ€tzlich eignen sich Bergschuhe aus Leder besonders gut fĂŒr wĂ€rmere Temperaturen und Touren, die nicht lĂ€nger als einen Tag dauern. Kunstfasermaterial eignet sich fĂŒr Bergtouren im Winter bzw. bei KĂ€lte und trocknet relativ schnell:

Damit eignen sich diese Schuhe auch fĂŒr mehrtĂ€gige Strecken. Bergschuhe mit Membran und/oder Beschichtung kommen vorwiegend im feuchten GelĂ€nde und bei Regenwetter zum Einsatz. Sie sind zwar nicht so atmungsaktiv, trocknen aber in kurzer Zeit.

  • Die Sohle

Die Schuhsohle sagt viel ĂŒber die StrapazierfĂ€higkeit aus und beeinflusst außerdem die Rutschfestigkeit. Wie stabil die Sohle tatsĂ€chlich ist, hĂ€ngt von der Zusammensetzung aus Gummi und Kunststoff ab. Bei einem höheren Gummi-Anteil wird die Sohle weicher und gleichzeitig rutschfester. Wenn mehr Kunststoff darin enthalten ist, bekommt die Schuhsohle mehr Festigkeit, rutscht aber leichter, vor allem, wenn es kalt ist. HĂ€ufig handelt es sich bei den Bergschuhen um die sogenannte Vibram-Sohle, deren Gummi-Anteil sehr hoch ist. Damit gilt die Kennzeichnung “Vibram” als eine Art QualitĂ€tszertifikat.

  • Der Komfort

FĂŒr den Tragekomfort ist die Innenausstattung des Bergschuhs verantwortlich. Weiche Elemente verhindern, dass Druckstellen oder Blasen entstehen. Auch die Konstruktion der Sohle kann sich auf den Komfort auswirken.

Gegebenenfalls ist es möglich, eine eigene Einlage zu verwenden. Hier helfen Bergschuhe mit herausnehmbarer Einlage. Sporteinlagen und orthopĂ€dische Schuheinlagen optimieren das angenehme LaufgefĂŒhl, auch bei etwas schwierigeren Touren. NatĂŒrlich mĂŒssen auch die Socken zu den eigenen BedĂŒrfnissen passen. Spezielles Funktionsmaterial verhindert die Bildung von Schweiß und sorgt teilweise fĂŒr eine zusĂ€tzliche DĂ€mpfung. Ein weicher Abschluss am Knöchel und die FlexibilitĂ€t in diesem oberen Bereich wirken sich ebenfalls auf die Bequemlichkeit der Schuhe aus.

  • Die Klassifizierung

Bei der Auswahl der geeigneten Bergschuhe spielt die Klassifizierung eine nicht zu unterschĂ€tzende Rolle. Diese sagt etwas ĂŒber die Eignung des Schuhwerks aus, das je nach Gewicht und Ausstattung fĂŒr leichtes oder schwergĂ€ngiges GelĂ€nde entwickelt wurde.

Wer fĂŒr einfache bis mittelschwere Strecken Bergschuhe sucht, fĂŒr den reichen Modelle aus der Kategorie B im Normalfall aus. Wer jedoch im alpinen Gebirge wandert oder sogar zu Gletschern aufbricht, der benötigt Schuhe der Klasse C oder D. FĂŒr besonders aktive Personen lohnt es sich, verschiedene Sorten von Bergschuhen zu kaufen, sodass eine Abstimmung auf die jeweilige Situation bzw. auf das Einsatzgebiet möglich ist.

  • Die Steigeisentauglichkeit

Wenn schwierige Bergstrecken auf dem Plan stehen oder wenn es in eisige Bergwelten und Gletscher geht, dann braucht man Steigeisen. Die Schuhe mĂŒssen fĂŒr diese Steigeisen eine spezielle Beschaffenheit haben, damit sie keine SchĂ€den bei der Befestigung dieser Elemente davontragen.

Ein Blick auf die Produktbeschreibung zeigt an, ob die Bergschuhe dafĂŒr geeignet sind oder nicht. Schuhwerk ohne eine entsprechende Eignung kann durch die Steigeisen ĂŒberstrapaziert werden. Ob man tatsĂ€chlich steigeisenfeste Bergschuhe benötigt, richtet sich nach den zukĂŒnftigen Bergstrecken und nach den individuellen Ambitionen.

Worauf muss ich beim Kauf eines Bergschuhes achten?

Jack Wolfskin Vojo Hike Mid TexaporeBei der Auswahl von Bergschuhen gibt es verschiedene Kriterien, die man berĂŒcksichtigen muss. Ein Test der Bergschuhe zeigt, wie schwer es fĂ€llt, das optimale Modell zu finden. Das VerhĂ€ltnis von StabilitĂ€t, Ergonomie und Gewicht muss stimmen, diesen Anspruch gilt es zu erfĂŒllen. GrundsĂ€tzlich werden fĂŒr Personen mit etwas höherem Körpergewicht Schuhe mit relativ steifer Sohle empfohlen. Leichtgewichtige und kleine Personen entscheiden sich hingegen hĂ€ufig fĂŒr weichere Bergschuhe. Neben der Steifigkeit der Schuhe geht es auch um das Gewicht: Je mehr Gewicht man selbst mitbringt, desto schwerer darf auch der Bergschuh sein.

Im Vergleich zu den frĂŒheren Bergstiefeln sind die innovativen Bergschuhe von heute lĂ€ngst nicht mehr so schwer und klobig. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass die Markenhersteller inzwischen auf leichtes und Funktionsmaterial setzen. Auch die Lederschuhe fĂŒr Bergwanderer ĂŒberzeugen durch ihren verbesserten Komfort und eine gewisse Leichtigkeit.

Wer nach Bergschuhen sucht, der wĂŒnscht sich ein langlebiges und trittsicheres Schuhwerk, das sich gegenĂŒber steinigen Wegen unempfindlich zeigt und die FĂŒĂŸe schĂŒtzt.

Beim Tragen der Schuhe steht vor allem der Komfort im Fokus. Dieser wird durch die ideale Passform sichergestellt. Damit auch Personen mit breiten FĂŒĂŸen oder mit speziellen BedĂŒrfnissen die richtigen Schuhe finden, gibt es inzwischen immer mehr SondergrĂ¶ĂŸen.

So stellen einige Hersteller ihre Bergschuhe in unterschiedlichen Breiten zur VerfĂŒgung und haben auch ExtragrĂ¶ĂŸen im Sortiment. Das ist auch sehr wichtig, denn selbst die Favoriten der Bergschuhe zeigen erst dann ihr ganzes Talent, wenn sie perfekt am Fuß sitzen.

Um den idealen Bergschuh zu finden, spielt die Passform also eine vorrangige Rolle. Hier sollte man beachten, dass Frauen meistens etwas andere AnsprĂŒche haben als MĂ€nner. Das liegt daran, dass FrauenfĂŒĂŸe im Allgemeinen schmaler sind als HerrenfĂŒĂŸe.

Darum sind die Bergschuhe fĂŒr Damen meistens ebenfalls schmaler geformt und oft auch leichter. Wenn man mit der Passform an sich zufrieden ist und trotzdem noch ein unbequemes GefĂŒhl hat, dann ist eventuell eine Schuheinlage hilfreich.

Diese darf aber nicht verrutschen und sollte absolut komfortabel sein. Bevor der Bergschuh mit oder ohne Einlage nicht richtig sitzt, sollte man nicht zugreifen: Schließlich benutzt man die Funktionsstiefel oft fĂŒr viele Jahre, sodass es sich lohnt, bei der Auswahl geduldig zu bleiben und die infrage kommenden Schuhe genau zu prĂŒfen.

Ebenfalls relevant sind die Struktur der Sohle und die Innenform der Schuhe. WĂ€hrend leichte Wanderschuhe meistens ĂŒber eine leicht flexible Laufsohle verfĂŒgen, sind die Bergschuhe normalerweise deutlich steifer und haben ein rutschhemmendes Sohlenprofil.

Dieses sorgt fĂŒr mehr Sicherheit auch am Hang. Das Innenleben der Bergschuhe zeigt ebenfalls Unterschiede zum normalen Wanderschuh, denn auch die FĂŒĂŸe brauchen einen stĂ€rkeren Halt, wenn man Berge hinauf und hinunter steigt. Manchmal dauert es allerdings eine Weile, bis man festgestellt hat, wie wohl man sich in den eher starren Lederschuhen oder den flexibleren Gore-Tex-Schuhen fĂŒhlt.

Zur Anprobe gehört auch eine kurze Laufprobe, bei der man ĂŒberprĂŒfen kann, ob irgendwelche NĂ€hte im Inneren der Schuhe zu spĂŒren sind. Auch kleine Unebenheiten können bei der Dauerbelastung unangenehm werden und möglicherweise zu Druckstellen fĂŒhren. Um das auszuschließen, sollte man sich die nötige Zeit fĂŒr die Anprobe nehmen und ein paar Schritte in den Bergschuhen laufen. Erst nach dem grĂŒndlichen Check ist eine zuverlĂ€ssige Entscheidung möglich.

Kurzinformation zu fĂŒhrenden Herstellern

Die großen Outdoor-Marken wie Jack Wolfskin, Mammug und Guggen Mountain bieten eine breite Palette von Bergschuhen an, ebenso wie die bewĂ€hrten Hersteller Lowa, Scarpa und Salewa. Weitere fĂŒhrende Namen in der Branche sind Salomon, Meindl und Koflach.

Auch die Unternehmen Dachstein, Hanwag, Normani und La Sportive halten ein interessantes Sortiment von Bergschuhen in Top-QualitĂ€t bereit. Unser Testvergleich der Bergschuhe hilft den KĂ€ufern, sich eine Übersicht ĂŒber die typischen Markenschuhe zu verschaffen.

Teilweise findet man diese QualitÀts-Bergschuhe im Sporthandel, andere sind direkt in den MarkengeschÀften erhÀltlich.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich meinen Bergschuhe am besten?

Das Internet ist seit einigen Jahren die Top-Adresse, um bequem einzukaufen. Das gilt auch fĂŒr Bergschuhe in Top-QualitĂ€t. Bei den Vergleichsportalen, den großen Online-Shops und auf den Seiten der Hersteller können sich die KĂ€ufer einen Eindruck von den Bergschuhen in diversen Klassifizierungen machen. Hier erhalten sie auch gleich einen Preisvergleich, der aufzeigt, in welchem Shop sie die ausgesuchten Schuhe besonders gĂŒnstig bestellen können.

Das direkte Anprobieren ist allerdings nur im GeschĂ€ft möglich. Die Bergschuhe aus einem Test findet man in den großen KaufhĂ€usern in der Sport- oder Outdoor-Abteilung, in FachgeschĂ€ften sowie direkt in den Filialen der jeweiligen Marke.

Hier helfen einem die VerkĂ€ufer mit einer gezielten Beratung und suchen die geeigneten Bergschuhe in der richtigen GrĂ¶ĂŸe heraus. Einige GeschĂ€fte setzen jedoch eher auf Selbstbedienung, sodass man sich erst an das Personal wendet, wenn die SchuhgrĂ¶ĂŸe gerade nicht im Regal steht oder wenn man spezielle Fragen hat.

Im GeschÀft ist die Auswahl relativ eingeschrÀnkt, wÀhrend man im Internet auch die Bergschuhe sehen kann, die zurzeit nicht lieferbar sind. In beiden FÀllen ist eine Bestellung möglich. Bei einer solchen Bestellung im Laden muss man diesen allerdings nach ein paar Tagen erneut besuchen, wÀhrend die Online-Bestellung nach Hause geliefert wird.

Auch sonst gestaltet sich der Internet-Kauf deutlich einfacher. Im Zweifelsfall bestellt man die ausgewĂ€hlten Bergschuhe gleich in zwei SchuhgrĂ¶ĂŸen. Nach der Anprobe schickt man das Paar, das nicht passt, direkt wieder zurĂŒck.

Oft bieten die Online-HĂ€ndler eine kostenlose RĂŒcksendung an, was die Bestellung deutlich vereinfacht. Es ist also nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen die bequeme Online-Bestellung von zuhause aus erledigen.

Wissenswertes & Ratgeber

Bergschuhe mĂŒssen mehr aushalten und auch mehr leisten als einfache Wander- und Laufschuhe. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass die Bergschuhe in verschiedenen GelĂ€ndezonen unterwegs sind.

Teilweise wandert man durch relativ ebene Gras- und SandflĂ€chen, dann kommen steinige Pfade und steile Waldwege, bei denen man fast schon klettern muss. Je steiler die Strecke ist, desto grĂ¶ĂŸer wird die Gefahr, dass man umknickt und sich womöglich verletzt.

Aus diesem Grund sind nicht nur die Testsieger der Bergschuhe sehr rutschfest und stabil. Gleichzeitig bewĂ€hren sich die speziellen Bergschuhe durch ihre fußfreundliche Innenausstattung und eine gewisse FlexibilitĂ€t.

Außen bestehen die Schuhe fĂŒr Bergtouren zumeist aus weichem und strapazierfĂ€higem Leder. Dieses Material schĂŒtzt den Fuß vor harten Zweigen und spitzen Steinen. Je nach Verarbeitung wird auch Wasser davon abgehalten.

Innen sind die Bergschuhe meistens mit einer atmungsaktiven AusrĂŒstung versehen, beispielsweise mit Gore-Tex. Dieses eingearbeitete Material fĂŒhlt sich bequem an und ĂŒberzeugt mit seinem leichten Gewicht und seinen guten Funktionseigenschaften.

Der Schaft bei den Bergstiefeln schĂŒtzt mit seiner StabilitĂ€t den Knöchel, ist aber nicht zu steif, sodass man sich weiterhin bewegen kann. Er dient gerade am Hang als eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, denn er stĂŒtzt Fuß und Knöchel gut ab. Damit hilft er den Bergwanderern, kurze Strecken auch ohne die Hilfe von Wanderstöcken oder Steigeisen zu bewĂ€ltigen.

Ein Großteil der Bergschuhe hat eine klassische SchnĂŒrung. Mit diesem Verschluss lassen sich im Notfall Verletzungen leicht versorgen, denn ein SchnĂŒrsenkel kann bei Problemen einfach durchgeschnitten werden. Ein kompliziertes Verschlusssystem ist in einem solchen Fall eher hinderlich.

Ein Bergschuh Test von 2019 fĂŒhrt im Detail auf, wie wichtig es ist, das Schuhwerk auf die individuellen AnsprĂŒche anzupassen. Körpergewicht, Komfortwunsch, Laufverhalten und Umgebung sind relevante Kriterien, die bei der Auswahl der Bergschuhe berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen.

Der Grundgedanke ist ganz simpel: FĂŒr leichtes GelĂ€nde kommen die eher leichtgewichtigen Schuhe infrage, wĂ€hrend man fĂŒr schwere und lĂ€ngere Bergtouren entsprechend robuste, feste Bergschuhe benötigt. Die Schwierigkeitsgrade der Strecken zeigen also an, welche Klassifizierung die Schuhe haben sollen.

Die Geschichte der Bergschuhe

FĂŒr ArchĂ€ologen und andere Forscher beginnt die Geschichte der Bergschuhe vor ĂŒber 5.000 Jahren, als die Menschen der Jungsteinzeit ihre FĂŒĂŸe mit weichen Lederbandagen schĂŒtzten. Offensichtlich trug der Ötzi eine Art Kombination aus ledernem Innen- und Außenschuh, innen gefĂŒllt mit Heu. Diese FĂŒllung diente der WĂ€rmeisolierung, allerdings war das dĂŒnne Leder nicht wasserdicht. Darum kann man das Schuhwerk von Ötzi nur bedingt als VorgĂ€nger der heutigen Bergschuhe bezeichnen.

TatsÀchlich wurde das Interesse an Bergtouren erst im Laufe des 19. Jahrhunderts geweckt. AllmÀhlich kamen immer mehr Touristen in die Alpen und wollten diese auf Wanderungen erkunden.

Es ging ihnen nicht nur darum, von einem Ort zum anderen zu kommen: Sie spazierten einfach wegen der schönen Ausblicke durch die Berglandschaft. Damals gab es allerdings noch keine richtigen Bergschuhe, sodass man die ĂŒblichen Stiefel mit mittelmĂ€ĂŸigem Komfort trug, um die FĂŒĂŸe zu schĂŒtzen.

Begriffe wie AtmungsaktivitĂ€t und Ergonomie wurden erst in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wichtiger. Doch auch schon vorher gab es VerĂ€nderungen bei der Schuhentwicklung. Nach und nach wurden die Schuhe, die in den Bergen getragen wurden, immer robuster gestaltet. Neben der StabilitĂ€t ging es bald auch um den Komfort. Unter anderem spielten die BedĂŒrfnisse von Bergsteigern wie Reinhold Messner in diesem Zusammenhang eine Rolle.

Die Entwicklung der Funktionsschuhe fĂŒr mehr oder weniger schwere Bergtouren wurde von den Profis selbst unterstĂŒtzt. Messner arbeitete mit einer Sportartikelmarke zusammen, um in den 1970er Jahren möglichst bequeme und sichere Schuhe tragen zu können. Außen bestand das Schuhwerk aus Leder und hatte unten eine stabile Sohle mit Noppenprofil.

Im Vergleich zu den frĂŒheren Stiefeln waren diese Schuhe sehr leicht und trotzdem robust. Ähnlich wie dieser Schuh von Messner sind auch die Bergschuhe aus unserem Testvergleich mit einem starken Sohlenprofil versehen. Zudem wurden in den 1980er Jahren immer hĂ€ufiger Schuhe aus wasserfestem Obermaterial hergestellt.

In den folgenden Jahrzehnten wurden die Bergschuhe immer weiter verfeinert, sodass sie sich inzwischen deutlich von den klassischen Wanderschuhen unterscheiden. Vor allem standen dabei Funktionen wie der Schutz vor dem Umknicken und die AtmungsaktivitÀt im Vordergrund.

Auch andere Spezialschuhe haben sich seit 2000 weiterentwickelt, sodass sich das Sortiment deutlich ausgeweitet hat. Mittlerweile gibt es sogar Klassifizierungen fĂŒr die Bergschuhe, sodass es leicht fĂ€llt, fĂŒr die unterschiedlichen Einsatzbereiche das ideale Modell zu finden.

Leichte Modelle fĂŒr die Tageswanderung oder steigeisenfeste Bergschuhe fĂŒr eine mehrtĂ€gige Tour zu einem Gletscher: Bergwandern und auch Bergsteigen sind beliebte Hobbys geworden, fĂŒr die ein großes Sortiment an individueller AusrĂŒstung zur VerfĂŒgung steht.

Zahlen, Daten, Fakten rund um den Bergschuh

Salewa Herren Ms Mtn Trainer Mid Gore-Tex Trekking-& WanderstiefelDie Fakten zu den Bergschuhen beziehen sich unter anderem auf den Unfallschutz, den sie bieten. Statistiken zeigen, dass das Risiko von Verletzungen bei einer Wanderung relativ hoch ist.

HÀufig werden diese Verletzungen durch UnfÀlle ausgelöst, die man mit dem richtigen Schuhwerk hÀtte verhindern können. Um einen guten Verletzungsschutz zu bieten, sind alle Testsieger der Bergschuhe mit einer zusÀtzlichen VerstÀrkung am Knöchel ausgestattet sowie mit einer Schutzkappe im Bereich der Ferse.

Selbst bei den Schuhen der Kategorie A kann dieser Unfallschutz vorhanden sein, auch wenn er hier meistens nicht so stabil ist wie bei Bergschuhen mit höherer Klassifizierung.

Die stabile Sohle ist ebenfalls ein Element, das dem Unfallschutz dient. Sie ist hĂ€ufig durch eine sichtbare Naht am Schuh fixiert, manchmal aber auch verschweißt. Eine LĂŒcke darf nicht zu sehen sein, sonst besteht die Gefahr, dass die Bergschuhe schneller verschleißen. Die Sohle darf sich jedoch auf keinen Fall ablösen.

Die AtmungsaktivitĂ€t wird durch die ideale Abstimmung von Außenleder und Innenfutter hergestellt. Diese Materialien sind einerseits wetterfest, andererseits hautfreundlich.

Damit die atmungsaktive Funktion nicht beeintrĂ€chtigt wird, darf der Fuß keinen Spielraum haben. Der Bergschuh sitzt also genau richtig, wenn sich das Innenfutter direkt an den Fuß anschmiegt. Durch die atmungsaktive AusrĂŒstung wird der Schweiß sofort abtransportiert, wenn man durch die Berge wandert. So entsteht kein unangenehmer Geruch und die FĂŒĂŸe bleiben frisch.

Hinsichtlich der Steigeisentauglichkeit der Bergschuhe gibt es drei Kategorien. Wenn es sich um nicht steigeisenfeste Bergschuhe handelt, dann lassen sich diese ĂŒberhaupt nicht fĂŒr Steigeisen nutzen.

Man sollte es auch nicht versuchen, da sonst die Schuhe beschĂ€digt werden können. Die bedingt steigeisenfesten Schuhen erlauben eine Verbindung mit Leichtsteigeisen oder mit Steigeisen, die ĂŒber eine Riemenbindung verfĂŒgen.

Als dritte Kategorie stehen die voll steigeisenfesten Bergschuhe zur VerfĂŒgung. Diese sind mit besonderen Vorrichtungen bzw. einem Haltesystem ausgestattet. Durch die Rillen greifen sie direkt in die BĂŒgel und Fersenhebel der Steigeisen.

Ihre idealen Komforteigenschaften entfalten die Bergschuhe aus dem Test 2019 erst dann, wenn man auch die richtigen StrĂŒmpfe oder Socken dazu trĂ€gt. Mit Funktionssocken fĂŒr Wanderer wird der Bequem-Effekt optimiert. Um zu testen, wie gut die Schuhe passen, sollte man bei der Anprobe auch gleich die Socken anziehen. Schließlich trĂ€gt man diese auch bei der Bergwanderung.

Das Gewicht der Bergschuhe fĂŒr MĂ€nner liegt ĂŒblicherweise zwischen 1,3 und 1,6 kg. Teilweise wiegen die Bergstiefel aber auch bis zu 2,5 kg. Leichtere Modelle mit nur 800 g sind im Allgemeinen nicht so strapazierfĂ€hig und haben eine entsprechend niedrigere Klassifizierung.

Bei den Bergschuhen fĂŒr Damen liegt das durchschnittliche Gewicht zwischen 1 und 1,5 kg, wobei natĂŒrlich ebenfalls leichtere Schuhe verfĂŒgbar sind. Wer sich fĂŒr leichtgewichtige Bergschuhe entscheidet, der muss damit rechnen, dass hier das Leder teilweise durch anderes Material ersetzt wurde. Leichtes Mesh-Futter oder Synthetik-EinsĂ€tze können wiederum die AtmungsaktivitĂ€t beeintrĂ€chtigen. DarĂŒber sollte man sich klar sein, bevor man seine Kaufentscheidung fĂ€llt.

Die Kategorien der Schuhe werden ĂŒber die Eigenschaften definiert.

Die folgende Liste gibt eine detaillierte Übersicht ĂŒber die Bergschuhe aus einem Test 2019.

  • Kategorie A: weiche und flexible Schuhe – eignen sich fĂŒr SpaziergĂ€nge und kurze Wanderungen im flachen GelĂ€nde
  • Kategorie A/B: Bergschuhe in etwas festerer QualitĂ€t und mit höherem Schaft – eignen sich fĂŒr einfache Wanderungen ohne viel GepĂ€ck in den Regionen der Mittelgebirge und Voralpen
  • Kategorie B: Schuhe mit fester und torsionssteifer Sohle und stabilem Schuhschaft – eignen sich fĂŒr leichte bis gemĂ€ĂŸigte Touren ohne viel GepĂ€ck im Hochgebirge
  • Kategorie B/C: Bergschuhe mit steifer Schuhsohle, die bedingt steigeisenfest sind und einen noch steiferen Schaft haben – eignen sich fĂŒr Trekkingtouren mit etwas mehr GepĂ€ck im Hochgebirge, teilweise auch auf Klettersteigen
  • Kategorie C: Bergschuhe mit harter und biegesteifer Sohle und steigeisenfester QualitĂ€t mit festem Schaft – eignen sich fĂŒr schwere Trekkingtouren und Bergwanderungen mit GepĂ€ck im Hochgebirge und auf Klettersteigen
  • Kategorie D: Bergschuhe bzw. Bergstiefel mit absolut steifer Schuhsohle und hartem Schaft – eignen sich fĂŒr Gletscher- und Eistouren in alpinen Regionen

FAQ

Welche Bergschuhe sind die richtigen fĂŒr mich?

Die Klassifizierungen der Bergschuhe weisen die KĂ€ufer darauf hin, ob die Modelle fĂŒr leichte, gemĂ€ĂŸigte oder schwere Touren infrage kommen. Wichtige Infos hierzu findet man in der detaillierten Produktbeschreibung. Gegebenenfalls können die VerkĂ€ufer oder Service-Center hier weiterhelfen und ein paar wichtige Tipps geben. Neben der Beschreibung der Funktionen und der Eignung spielt natĂŒrlich der Komfort eine Hauptrolle. Darum kann man erst bei der Anprobe sagen, ob die Bergschuhe tatsĂ€chlich gut passen und in die nĂ€here Auswahl kommen. Welche Bergschuhe im Einzelfall die richtigen sind, hĂ€ngt also einerseits vom Einsatzgebiet ab, andererseits von den eigenen Komfort- und QualitĂ€tsansprĂŒchen.

Kann ich fĂŒr die Bergwanderung auch alte Bergschuhe anziehen?

Bei alten Schuhen besteht das Risiko, dass der zu stark ausgehĂ€rtete Kleber die Sohle nicht mehr richtig fixiert. Darum brauchen auch Ă€ltere Bergschuhe eine gewisse Pflege und vor allem eine grĂŒndliche Kontrolle, bevor man zur Wanderung aufbricht. Wenn die Sohle mit einer Naht befestigt ist, sollte man die FlexibilitĂ€t prĂŒfen und den Sitz der Schuhe checken. Erst danach ist grĂŒnes Licht fĂŒr den Aufbruch.

Wie pflege ich die Bergschuhe richtig?

Die regelmĂ€ĂŸige, ordentliche Pflege der Schuhe ist unverzichtbar. Gerade weil die QualitĂ€tsschuhe oft etwas mehr kosten, sollte man darum auf alle Feinheiten achten. Je besser man die Schuhe reinigt und pflegt, desto lĂ€nger bleiben sie einem erhalten. Selbst viele Jahre lang kann man sich also ĂŒber die soliden Bergschuhe freuen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr an die FĂŒĂŸe anpassen. Das funktioniert jedoch nur, wenn die folgenden Hinweise fĂŒr die Schuhpflege berĂŒcksichtigt werden:

Wer von einer Wanderung zurĂŒckkommt, sollte die Bergschuhe nicht einfach wegrĂ€umen. Die Erstversorgung ist sehr wichtig, um Schmutz leicht zu entfernen und die Schuhe richtig zu pflegen.

DELARA SchuhbĂŒrsten-Set Kleine SchuhbĂŒrsten und CremebĂŒrsten aus NaturfasernEine BĂŒrste hilft dabei, die Bergschuhe außen abzuschrubben, vom SchnĂŒrbereich bis zur Sohle. Die SchnĂŒrung öffnet man möglichst weit und nimmt die Innensohle und/oder die Einlage heraus, damit sie trocknen kann. Allerdings darf Leder nicht zu nah an die Heizung oder an den Ofen, sonst wird es spröde.

Die folgende Pflege muss genau auf das Material der Schuhe abgestimmt werden. FĂŒr Lederschuhe eignet sich die Behandlung mit Wachs. Durch das Einreiben der Bergschuhe erhalten diese eine dĂŒnne Wachsschicht, sodass die Falten allmĂ€hlich wieder verschwinden.

Die Anwendung mit dem Pflegewachs fĂ€llt noch leichter, wenn man ein wenig Wachs in den HĂ€nden vorwĂ€rmt. Eine große Menge ist nicht nötig, wichtiger ist die grĂŒndliche Behandlung.

Mit kleinen, etwas kreisenden Bewegungen wie bei einer Massage lĂ€sst sich das Wachs auf die komplette AußenflĂ€che der Lederschuhe aufbringen. Auch Öl und Lederfett können eingesetzt werden, doch diese haben nicht so gute Pflegeeigenschaften.

Rauleder lĂ€sst sich mit einer entsprechenden BĂŒrste behandeln, wĂ€hrend Schuhe mit einem Obermaterial aus Kunststoff mit Spray gepflegt werden.

Berg- und Wanderschuhe sollten auch dann gepflegt werden, wenn man sie lĂ€ngere Zeit nicht benutzt. Wenn sie fĂŒr mehrere Wochen oder Monate im Karton aufbewahrt werden, ist ein regelmĂ€ĂŸiger Check des Obermaterials sinnvoll. Wenn es sich sehr trocken anfĂŒhlt, ist eine Nachbehandlung empfehlenswert.

Nach mehreren Wanderungen hintereinander kann eine Grundpflege nötig sein. Zu dieser gehören nicht nur die Erstversorgung und die Leder- oder Materialpflege, sondern auch eine Behandlung mit ImprĂ€gnierspray und ggf. mit Wachsspray. Durch diese Pflegegewohnheiten bleiben die Bergschuhe ĂŒber einen langen Zeitraum wetterfest und geschmeidig.

Manche Verschleißprobleme sind nicht gleich zu sehen. Darum sollte man sich nicht nur an der Ă€ußeren Optik orientieren, sondern auch das Innere der Schuhe kontrollieren. Hin und wieder ist es sinnvoll, die Bergschuhe innen mit einem kleinen Schwamm und mildem Sportwaschmittel auszuwischen. So lassen sich GerĂŒche vermeiden. Einlagen sollte man nicht zu lange benutzen, sondern gelegentlich auswechseln.

Wie werden die Bergschuhe am besten gelagert?

Schuhe bleiben besonders gut an einem trockenen Platz erhalten, der eine gute LĂŒftung hat. So geht man der Gefahr von Schimmelbildung aus dem Weg. Ein Karton oder Schuhbeutel hĂ€lt außerdem den Staub ab. Eventuell kann ein Schuhspanner hilfreich sein, der die Bergschuhe in ihrer Form hĂ€lt.

Auf keinen Fall sollte man die Schuhe zu nah an einer Heizquelle aufstellen. Vor allem Lederschuhe sind sehr empfindlich und können brĂŒchig werden, wenn sie im direkten Sonnenlicht oder am Ofen stehen.

Wie werden die Bergschuhe perfekt geschnĂŒrt?

Wenn die Bergschuhe drĂŒcken, obwohl sie eigentlich die richtige GrĂ¶ĂŸe haben, kann das daran liegen, dass die SchnĂŒrung gelockert werden muss. Auch ein leichtes Hin- und Herrutschen im Schuh weist auf eine falsche SchnĂŒrung hin: In diesem Fall muss sie jedoch fester sein.

Die ideale SchnĂŒrung vermeidet Druckstellen und gibt dem Fuß mehr Standsicherheit. Oft ist ein mehrmaliges NachschnĂŒren erforderlich, auch wĂ€hrend der Bergwanderung. Das hĂ€ngt damit zusammen, dass sich die FĂŒĂŸe beim Gehen erwĂ€rmen und sich zudem stĂ€ndig bewegen. Auch wenn der Schuh fest geschnĂŒrt wird, lĂ€sst sich eine solche VerĂ€nderung nicht vermeiden. Darum schnĂŒren viele Wanderer schon nach einer halben Stunde erneut die Schuhe.

Das NachschnĂŒren ist eventuell auch bei einer VerĂ€nderung im Streckenverlauf sinnvoll. So schnĂŒren viele die Bergschuhe etwas lockerer, wenn sie bergauf wandern, und ziehen die SchnĂŒrung straffer, wenn es spĂ€ter bergab geht. Hier hilft ein Blick auf die verschiedenen SchnĂŒrbereiche, die dem Fuß den gewĂŒnschten Halt geben.

Beim SchnĂŒren der SchnĂŒrsenkel sollte man darauf achten, dass die Lasche bzw. die Zunge genau in der Mitte sitzt. Oft sind die Bergschuhe mit einer Lasche ausgestattet, die eine Öse in der Mitte hat.

Wenn der SchnĂŒrsenkel dadurch gefĂŒhrt wird, sitzt die Lasche automatisch mittig. Bei anderen Schuhen ohne eine solche Öse muss man selbst dafĂŒr sorgen, dass die Lasche nicht verrutscht. Wenn die Bergschuhe grĂŒndlich eingelaufen wurden, dann findet die Zunge beim nĂ€chsten Mal von selbst ihren Platz und verschiebt sich nicht.

Wozu ist der Tiefzughaken da?

FĂŒr die optimale Fixierung wird die SchnĂŒrung in zwei Hauptbereiche aufgeteilt: den Spann und den Schaft. Diese SchnĂŒrzonen lassen sich durch den Tiefzughaken, auch als Feststellöse bekannt, aufteilen. Er ermöglicht es, den Spann lockerer zu schnĂŒren als den Schaft – oder umgekehrt, je nachdem, wie es einem lieber ist.

LÀsst sich die Schuhweite beim Bergschuh verÀndern?

Durch die SchnĂŒrung ist es möglich, die Schuhweite auf die persönlichen BedĂŒrfnisse anzupassen. FĂŒr Personen mit einem besonders hohen Fuß bedeutet das, dass sie nicht unbedingt Spezialschuhe bzw. eine SondergrĂ¶ĂŸe benötigen. Anstelle der ĂŒblichen SchnĂŒrbindung mit ĂŒberkreuzten Senkeln fĂ€delt man sie von einer Öse zur nĂ€chsten. So hat der Fuß mehr Freiraum. Ab einer gewissen Fußbreite oder Spannhöhe kann jedoch der gewĂŒnschte Halt verloren gehen. Dann sollte man sich lieber doch fĂŒr eine besonders weite Passform entscheiden.

Brauche ich eine Einlage fĂŒr die Bergschuhe?

Wenn die Bergschuhe ergonomisch ausgestattet sind und eine herausnehmbare Innensohle haben, so ist im Normalfall keine spezielle Einlage erforderlich. Allerdings kann es sein, dass die bereits integrierte Schuheinlage nach einer Weile Verschleißerscheinungen zeigt.

Dann ist die Zeit gekommen, diese Einlage auszuwechseln. Im Zweifelsfall sollte man sich fĂŒr eine Original-Schuheinlage des Schuhherstellers entscheiden, doch es gibt auch bestĂ€ndige und anatomisch ausgereifte Einlagen von anderen Marken. NatĂŒrlich muss die neue Einlage perfekt in den Schuh hineinpassen und darf beim Laufen nicht verrutschen. Das lĂ€sst sich bei der Anprobe schnell herausfinden.

Eine neue Schuheinlage ist auch dann nötig, wenn die vom Hersteller eingesetzte Einlage nicht den persönlichen BedĂŒrfnissen entspricht. Das kann vorkommen, wenn man spezielle Probleme mit den FĂŒĂŸen hat, die beispielsweise durch eine Fehlstellung ausgelöst werden.

Können Frauen auch Bergschuhe fĂŒr MĂ€nner tragen und umgekehrt?

GrundsĂ€tzlich sind die Bergschuhe fĂŒr Frauen etwas schmaler konstruiert als die fĂŒr MĂ€nner. Das sollte man sich bewusst machen, wenn man nach perfekt passenden Schuhen Ausschau hĂ€lt. Frauen mit breiten FĂŒĂŸen können sich daher einfach bei den Herrenschuhen umsehen. Möglicherweise werden sie hier fĂŒndig. Das Gleiche gilt fĂŒr MĂ€nner mit relativ schmalen FĂŒĂŸen. Da die Designs der Damen- und Herren-Outdoorschuhe nicht unbedingt geschlechtsspezifisch sind, sollte es kein Problem sein, sich in dem jeweils anderen Sortiment die idealen Bergschuhe auszusuchen. Schließlich geht es vor allem um den perfekten Sitz der Schuhe und nicht darum, fĂŒr wen sie ursprĂŒnglich entwickelt wurden.

Brauche ich mehrere Paare von Bergschuhen, wenn ich auf verschiedenen Strecken unterwegs bin?

Die Bergschuhe sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt, damit man auf Anhieb weiß, ob sie sich fĂŒr eher einfache Strecken oder fĂŒr steile Wege eignen. Wer noch nicht sicher ist, wohin ihn der Weg fĂŒhrt, sollte vorzugsweise Bergschuhe einer höheren Klassifizierung auswĂ€hlen. In den Modellen der Klasse C ist man auf mehr EventualitĂ€ten vorbereitet, als wenn man zu der leichteren Variante mit der Klassifizierung B greift.

Personen, die in unterschiedlichen Regionen wandern, besitzen oft zwei oder drei Paar Bergschuhe. Wenn sie zu schwierigen Bergpfaden aufbrechen, schnĂŒren sie ihre steigeisenfesten Schuhe mit der Markierung D. Wenn jedoch eine gemĂ€ĂŸigt Tour geplant ist, dann tragen sie die leichteren Bergstiefel der Kategorie B oder C.

Einsteiger benötigen meistens nicht gleich die höchste Klasse, da sie erst mit gemĂ€ĂŸigten Bergtouren beginnen. Hier sollten die Bergschuhe der Klasse C ausreichen: Sie lassen noch etwas Luft nach oben und kommen auch noch dann zum Einsatz, wenn die Pfade steiler werden und hin und wieder ein Steigeisen nötig wird. Wer das Bergwandern als Hobby betreibt, bei dem steigen die AnsprĂŒche mit der Zeit, sodass irgendwann automatisch ein zweites Paar Schuhe fĂ€llig wird.

NĂŒtzliches Zubehör

Zu dem typischen Zubehör fĂŒr Bergschuhe gehören Ersatz-SchnĂŒrsenkel. Diese lassen sich leicht austauschen, mĂŒssen jedoch die richtige LĂ€nge haben. Zudem sollten sie reißfest sein und auch sonst die AnsprĂŒche der KĂ€ufer erfĂŒllen. Trotzdem braucht man nicht unbedingt die Original-SchnĂŒrsenkel zu kaufen.

Das erweiterte Zubehör beinhaltet atmungsaktive Funktionssocken oder StrĂŒmpfe, ohne die man die Bergschuhe nicht tragen sollte. Meistens handelt es sich dabei um spezielle Wandersocken. Diese sind aus einer speziellen Funktionsfaser hergestellt und verfĂŒgen typischerweise ĂŒber abgepolsterte Zonen.

Durch eine nahtlose Verarbeitung wird der Komfort noch verstĂ€rkt, sodass man oft auf schonende Einlagen verzichten kann. Wer hĂ€ufig Probleme mit Druckstellen und Blasen an den FĂŒĂŸen hat, fĂŒr den gibt es spezielle Funktionssocken, die selbst bei Temperaturschwankungen die FĂŒĂŸe trocken halten. VerstĂ€rkungen in der Ferse und in anderen Zonen sorgen dafĂŒr, dass man bei der Bergwanderung nicht frĂŒhzeitig schwĂ€chelt.

FĂŒr eine Wanderung durch den Schnee gibt es Gamaschen. Diese werden so an der Trekkinghose befestigt, dass sie die LĂŒcke zwischen Hosenbein und Schuhrand abdecken. Hier kann also kein Schnee mehr eindringen, sodass die FĂŒĂŸe warm und vor allem auch trocken bleiben. Zum Teil verfĂŒgen die Wanderhosen selbst ĂŒber eine Öse, die sich im SchnĂŒrsenkel fixieren lĂ€sst. Damit kann man sich die Gamasche ersparen.

Wer auf eine Tour in die Berge aufbricht, braucht natĂŒrlich nicht nur das richtige Schuhwerk. Auch die Funktionskleidung sollte auf die Bedingungen angepasst werden. WĂ€rmende Jacken, wetterfeste Hosen und ein Rucksack sind nur die notwendigsten Dinge. Im Idealfall trĂ€gt man FunktionswĂ€sche, die einem ein rundum gutes GefĂŒhl gibt, unabhĂ€ngig von der Temperatur.

NatĂŒrlich gehört auch Verbandszeug mit in den Wanderrucksack. Selbst wenn die Bergschuhe optimal sitzen und man bereits gute Erfahrungen damit gemacht hat, kann es zu Blasen an den FĂŒĂŸen kommen. Ein Blasenpflaster und ein paar andere Utensilien fĂŒr die Wundversorgung erhöhen die Sicherheit bei der Tour durch das Gebirge.

AbhĂ€ngig von der körperlichen Konstitution und von den Vorlieben können Wanderstöcke zum erweiterten Zubehör gerechnet werden. Allerdings verzichten viele Bergwanderer auf diese Hilfsmittel, denn sie möchten lieber ohne Stöcke vorankommen und auf ihre eigene, natĂŒrliche Bewegung und Standfestigkeit vertrauen.

TatsĂ€chlich haben einige Langzeitstudien aufgezeigt, dass es durch den ĂŒbermĂ€ĂŸigen Einsatz von Wanderstöcken eher zu Knieproblemen kommen kann. Zudem wird offensichtlich auch der Gleichgewichtssinn durch die Stöcke beeintrĂ€chtigt.

Darum empfehlen die meisten Experten, dass man diese Wanderstöcke nur vorĂŒbergehend verwenden sollte. Wer jedoch gewisse Probleme beim Gehen hat und diese Stöcke ganz bewusst einsetzt, der sieht darin eine wichtige Hilfe. Allerdings ist es sehr wichtig, dass die Wanderstöcke nicht selbst zu Stolperfallen werden.

Alternativen zu Bergschuhen

Eine sehr moderne Variante zu den bewÀhrten Bergschuhen aus diversen umfassenden Tests sind die Zustiegschuhe. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um funktionale Wander-, Berg- oder Trekkingschuhe, sondern eher um Schuhwerk, das einen speziellen Lifestyle symbolisiert.

Die Zustiegschuhe mit ihren profilierten Sohlen ĂŒberzeugen durch ihre Trittfestigkeit und sorgen gerade auf felsigem Untergrund fĂŒr einen sicheren Halt. Sie sind jedoch relativ dĂŒnn und eignen sich deshalb weniger fĂŒr steiniges GelĂ€nde.

Leichte Trekkingschuhe aus mittelfester QualitĂ€t werden gerne auf Touren getragen, bei denen die Wege nicht so steil sind. Ob das Außenmaterial aus atmungsaktivem Kunststoff wie Goretex besteht oder aus Leder, beide Modelle haben ihre VorzĂŒge.

Im Vergleich zu den Bergschuhen aus vielen Tests haben die Trekking- und Wanderschuhe normalerweise keinen erhöhten Schaft, sodass bei steileren AbhÀngen das Risiko besteht, dass man umknickt.

Jack Wolfskin Wanderschuhe

FĂŒr Wanderungen durch nassen Schnee sowie durch sumpfige Feuchtgebiete kommen Schalenschuhe in die engere Auswahl. Diese Kunststoffschuhe sind auch als Bergschuhe erhĂ€ltlich. Der Innenschuh liegt gewissermaßen auf der Sohle vom Außenschuh.

Dieser Ă€ußere Schuh punktet mit seiner Steigeisentauglichkeit und ist absolut wasserdicht. Beim Tragen ist allerdings darauf zu achten, dass am oberen Rand kein Wasser eindringt. Der Laufkomfort ist erstaunlich gut, auch wenn viele ĂŒberzeugte Bergschuh-TrĂ€ger das kaum glauben können. Problematisch ist jedoch die Schweißbildung, die sich bei den Schalenschuhen nicht vermeiden lĂ€sst.

Den Innenschuh kann man herausnehmen und gut reinigen und trocknen. Dadurch eignet er sich auch als separater HĂŒttenschuh. Diese Plastikbergschuhe eignen sich unter anderem fĂŒr Touren mit Schneeschuhen. Offensichtlich hat sich das Interesse fĂŒr diese Schuhmodelle in den letzten Jahren verringert, sodass sie bei vielen Herstellern nicht mehr erhĂ€ltlich sind.

Je nachdem, wie steil die Auf- und Abstiege der nĂ€chsten Wandertour sind, kann man bei den leichten und gemĂ€ĂŸigten Strecken auch Laufschuhe tragen. FĂŒr stĂ€rkere Steigungen sind diese bequemen Sportschuhe aber ungeeignet.

Darum entscheiden sich die erfahrenen Bergwanderer vorzugsweise fĂŒr die Bergstiefel mit verstĂ€rkten Fersen und weichem Abschluss am Knöchel. Hier können die klassischen Lauf- und Sportschuhe nicht mithalten.

Auch Trekkingsandalen sind eine ungĂŒnstige Lösung fĂŒr Bergtouren. Es gibt zwar viele Wanderer, die gerade im Sommer gerne auf diese luftigen Wanderschuhe zurĂŒckgreifen. Die FĂŒĂŸe haben jedoch keinen besonders guten Halt darin, wenn es steil bergauf geht. Zudem können kleine Steinchen die FĂŒĂŸe verletzen und man kommt am Abhang eher ins Stolpern.

WeiterfĂŒhrende Links und Quellen

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